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Augustin-Wibbelt-Plakette für Adelheid Herweg

Der Motor für die Heimatpflege

Hoetmar

„Da hat es die Richtige getroffen“, kommentierte der langjährige Vorsitzendes des des Schützen- und Heimatvereins Hoetmar in seiner Laudatio für Adelheid Herweg, die am Samstag in Hoetmar die Augustin-Wibbelt-Plakatte des Kreisheimatvereins Beckum-Warendorf erhalten hat. Adelheid Herweg sei in Hoetmar stets der Motor für die Arbeit im Dorf zum Wohle der Gemeinschaft gewesen

Von Monika Vornhusen

Sie freuten sich mit Adelheid Herweg über die Verleihung der Augustin-Wibbelt-Plakette (v.l.): Franz-Josef Harbaum (Landrat a.D.), Josef Brand (langjähriger Vorsitzender des Schützen und Heimatvereins Hoetmar), Hubert Herweg, Dr. Hermann Mesch (Vorsitzender Kreisheimatverein Beckum-Warendorf), Rolf Hartmann; (Kreisheimatverein), Franz-Ludwig Blömker (stellvertretender Landrat) und Dr. Knut Langewand (Kreisheimatverein und Kreisarchivar). Foto: Monika Vornhusen

Dieses Lob passte perfekt – selbst das manchmal etwas karge Plattdeutsch bringt es inhaltlich auf den Punkt. „Du hest dat verdammt good makt“, lobte der langjährige Vorsitzende des Schützen- und Heimatvereins Hoetmar Adelheid Herweg. Und damit sprach er allen Gästen, die zur Verleihung der Augustin-Wibbelt-Plakette 2022 am Samstagnachmittag in die Gaststätte Corner in Hoetmar gekommen waren aus der Seele. Für ihre besonderen Verdienste im Bereich der Geschichtsforschung und -vermittlung sowie der Heimatpflege, Ahnenforschung und der Restaurierung der alten Stellmacherei im Golddorf Hoetmar zeichnete am Samstag der Kreisheimatverein Beckum-Warendorf Adelheid Herweg aus Hoetmar mit der Augustin-Wibbelt-Plakette aus. Die Laudation sprach Josef Brand und stellte eingangs klar: „Für mich gab es mit der Bekanntgabe, wer die Plakette erhalten soll, nur einen Gedanken: ‚Da hat es die Richtige getroffen‘.“ Adelheid Herweg habe sich getraut, im Zuge der Vereinsneugründung für den Verein „Heimatfreunde Dorf Hoetmar“, den Vorsitz zu übernehmen, nicht zuletzt auch aus haftungsrechtlichen Gründen für den Erwerb der maroden Gebäude der alten Stellmacherein sei die Situation schwierig gewesen. Adelheid Herweg habe sich getraut und sei immer Motor gewesen. „Deine Vision ist Realität geworden“, blickte Brand zurück auf das Erwerbsjahr der Stellmacherein im Jahr 1999, die zum kulturellen Mittelpunkt des Dorfes wurde. 2003 war die Fertigstellung und mittlerweile ist die

Josef Brand, langjähriger Vorsitzender des Schützen- und Heimatvereins Hoetmar hielt die Laudation für Adelheid Herweg. Foto: Monika Vornhusen
Adelheit Herweg erhielt die Augustin-Wibbelt-Plakette 2022, es gratulierte Dr. Herrmann Mesch. Foto: Monika Vornhusen

Stellmacherei ein echter Mittelpunkt des Dorflebens – tatsächlich für Jung und Alt. Besonders charmant aus der Sicht von Brand: Die Stellmacherei ist auch Außenstelle des Warendorfer Standesamtes. Man traut sich in Hoetmar. All das sei ein Ergebnis jahrelanger harter Arbeit eines wirklich guten Teams und der Beharrlichkeit von Adelheid Herweg, so Brand. Schließlich sei Herwegs Telefonnummer jahrelang gefürchtet gewesen in der Telefonliste des Anrufbeantworters. „Ein Anruf von Adelheid war fast immer mit einem charmanten Aufruf zur Arbeit verbunden.“ Trotzdem oder gerade deshalb: Seit 2013 ist Adelheid Herwig Ehrenvorsitzende des Vereins „Heimatfreunde Dorf Hoetmar e.V.“. Daneben hat die Jubilarin noch zahlreiche geschichtsträchtige Meilensteine in Hoetmar gesetzt – nicht zuletzt den Erwerb des Titels „Bundesgolddorf“ 2016. Dr. Hermann Mesch überreichte als Vorsitzender des Kreisheimatvereins die Augustin-Wibbelt-Plakette an Adelheid Herwerg und dankte ihr für ihre Verdienste um die Tradition in ihrer Heimatgemeinde und ihr Engagement in Sachen Geschichte, Kultur und plattdeutsche Sprache. Eben diese plattdeutsche Sprache nutzte Landrat a.D. Franz-Josef Harbaum, um einige Gedichte von Augustin Wibbelt vorzutragen – darunter die guten Wünsche aus dem Gedicht „So mögg ich sien“... „för annere riek, un för mi sölwer froh“, heißt es dort. Für die passende musikalische Untermalung sorgten die Geschwister Aleksei und Aleksandr Kushnerev. Das junge Klavierduo hatte sogar eine eindrucksvolle Eigenkomposition im Gepäck.

Augustin-Wibbelt-Plakette

Aleksei und Aleksandr Kushnerev sorgten für die musikalische Unterhaltung im Rahmen der Verleihung der Augustin-Wibbelt-Plakette - sogar ein selbst komponiertes Stück von Aleksei war mit im Programm. Foto: Monika Vornhusen
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