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Jahreshauptversammlung der WSU: Ralf Sawukaytis bliebt Präsident

„Der Sport geht hier unter“

Warendorf

Auf der Delegierten-Jahreshauptversammlung im Kolpinghaus wurde Ralf Sawukaytis in seinem Amt als Präsident für weitere zwei Jahre bestätigt.

Von Stephan Ohlmeierund

Den geschäftsführenden WSU-Vorstand bilden (v. l.) Ralf Sawukaytis, Hermann-Josef Becker, Peter Strüwing, Jörg Bartsch, Christoph Schmitz und Tim Sawukaytis. Foto: Stephan Ohlmeier

Ralf Sawukaytis heißt der alte und neue Präsident der Warendorfer SU. Auf der Delegierten-Jahreshauptversammlung im Kolpinghaus wurde er am Freitagabend einstimmig für zwei Jahre wiedergewählt. Ebenfalls in ihren Funktionen wurden Christoph Schmitz als Vorsitzender, Peter Strüwing als stellvertretender Vorsitzender, Schatzmeister Jörg Bartsch und Sportleiter Hermann-Josef Becker bestätigt. Den Beirat der WSU bilden Josef Wermeling, Volker Willemsen, Reinhard Oertker und Michael Schemann. Während Rolf Berlemann sich aus dem Beirat zurückzog, soll mit Rüdiger Jorasch als Oberst der Bundeswehrsportschule demnächst ein Gespräch über die Mitarbeit in diesem Gremium geführt werden. Sascha Glanemann, Nick Ernstschneider und Axel Theres fungieren als Kassenprüfer.

Ralf Sawukaytis

Im Bericht des Vorstandes blickte Ralf Sawukaytis auf zwei vor allem von der Corona-Pandemie und der phasenweise vollständigen Einstellung des Sportbetriebes zurück: „Wir alle lernten Teams kennen, durften uns mit Verordnungen beschäftigten, konnten plötzlich Hygienekonzepte erstellen und auch häufig ändern.“ Wenngleich Sport mittlerweile wieder mit Einschränkungen wieder möglich sei, gebe es nach wie vor Abteilungen, die unter der Pandemie leiden würden.

Beschäftigt habe die WSU aber auch die Weiterentwicklung der städtischen Sportanlagen. Zum einen hoffe man, dass der von der Stadt Warendorf beim Land Nordrhein-Westfalen Fördermittel zur Sanierung des Rasenplatzes und Anlage einer Tartanbahn im Stadtstadion bewilligt werde. Zum anderen stehe man mit der Stadt in einem regen Austausch über die Anforderungen eines Hallenbadneubaus. Hingegen finde man sich im Strategieprozess der Stadt Warendorf aktuell nicht wieder: „Der Sport geht hier unter.“

Ralf Sawukaytis warb ferner für die WSU-App, die Ende 2020 eingeführt wurde und neben einer Chatfunktion und einem Terminkalender alles Wissenswertes über den größten Sportverein der Stadt beinhalte. Die Nutzerzahlen könnten jedoch höher sein. Zudem habe die WSU mit den Firma ID Merchandising und Erima einen Vertrag geschlossen, um künftig in einheitlicher Kleidung auftreten zu können und den Wiedererkennungswert zu erhöhen. Weiterhin erinnerte der Präsident unter anderem an die 40. Auflage des Emsseelaufes, mit fast 1000 Teilnehmenden.

Seinen Dank sprach Ralf Sawukaytis den zurzeit 4223 Mitgliedern aus. Nur fünf Personen seien wegen der Corona-Pandemie ausgetreten: „Das nennen wir gelebte Solidarität“. Ein Lob gebühre aber auch allen Engagierten, die das Herz der WSU bilden würden, den Sponsoren sowie dem Sportamt und den Stadtwerken für die gute Zusammenarbeit.

„Die WSU ist ein großer Verein. Ich sehe viel Potenzial. Aber es sind zu wenige bereit, mit anzupacken“, zitierte Sawukaytis abschließend den ehemaligen WSU-Trainer Toni Mayer. Der Verein benötige dringend Nachwuchs für zukünftige Vorstandsarbeit. Daran müsse gearbeitet werden.

Im kommenden Jahr feiert die WSU ihren 50. Geburtstag, der laut Sawukaytis mit einem Tag des Sports im Stadtstadion am 18. Juni und einer Festveranstaltung am Emssee am 12. oder 13. August gefeiert werden solle. Zudem wolle man eine Festschrift erstellen. Zudem plane man eine Kooperation mit dem Warendorfer Josephs-Hospital: „Ziel ist es, den Mitarbeitern des Hospitals die Möglichkeit zu geben, sich sportlich zu betätigen. Im Gegenzug bekommen wir Unterstützung im Gesundheitswesen.“ Beispielsweise habe das Hospital beim Emsseelauf schon ein Testzentrum betrieben.

Finanziell ist die WSU laut Schatzmeister Jörg Bartsch gut aufgestellt. Aufgrund der Rücklagen habe man auf dem Beitragseinzug im dritten Quartal 2020 verzichtet: „Wir wollten unseren Mitgliedern in Corona-Zeiten etwas zurückgeben.“ Ebenso habe man keine Unterstützung des Bundes- oder Landes zur Überwindung der Folgen der Pandemie erhalten.

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