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Haus der Familie und Scala zeigen „Mittagsstunde“

Diagnose Demenz – was nun?

Warendorf

Die Diagnose Demenz wird immer häufiger. Pflegebedürftige werden in Deutschland überwiegend zu Hause versorgt, meist durch Angehörige. Diese hochaktuellen und emotionalen Themen greift der Film „Mittagsstunde“ nach dem Bestseller von Dörte Hansen auf. Anlässlich des Weltalzheimertags bieten das Haus der Familie und das Filmtheater Scala am Sonntag, 16. Oktober, ab 11 Uhr eine Sonntags-Matinée an, bei der der Film „Mittagsstunde“ mit Charly Hübner in der Hauptrolle gezeigt wird.

Diagnose Demenz. Pflegebedürftige werden in Deutschland überwiegend zu Hause versorgt, meist durch Angehörige. Diese hochaktuellen und emotionalen Themen bringt der Film „Mittagsstunde“ nach dem Bestseller von Dörte Hansen jetzt in die Kinos. Foto: Andreas Poschmann

Mit zunehmendem Alter verändert sich der Mensch. Er bekommt zum Beispiel graue Haare und Falten. Äußerlich weniger sichtbar sind Veränderungen im Gehirn – auch der Denkapparat unterliegt dem Alterungsprozess. Für Angehörige ist das Leben mit demenziell veränderten Menschen oft problematisch, nicht selten peinlich, in jedem Fall aber eine Herausforderung. Und genau darum geht es am Welt-Alzheimertag, der am 21. September begangen wird und in diesem Jahr unter dem Leitgedanken „Demenz – verbunden bleiben“ steht.

In diesem Zusammenhang bieten das Haus der Familie und das Filmtheater Scala am Sonntag, 16. Oktober, ab 11 Uhr eine Sonntags-Matinée an, bei der der Film „Mittagsstunde“ mit Charly Hübner in der Hauptrolle gezeigt wird. Der von der Alzheimer-Gesellschaft gesponserte Eintrittspreis liegt bei 7,50 Euro. Die Diagnose Demenz wird immer häufiger. Pflegebedürftige werden in Deutschland überwiegend zu Hause versorgt, meist durch Angehörige. Diese hochaktuellen und emotionalen Themen bringt der Film „Mittagsstunde“ nach dem Bestseller von Dörte Hansen in die Kinos. Dörte Hansen schildert in ihrem Roman „Mittagsstunde“, wie in der nordfriesischen Provinz über die Jahre eine Lebenswelt verschwindet. Die Dorflinde fällt, Hecken müssen weichen. Für Kinder wird es lebensgefährlich, auf der Straße zu spielen, und der einst so rege frequentierte Dorfkrug verwaist. Gleichzeitig schwindet in den Passagen, die in der Gegenwart spielen, die Persönlichkeit der dementen Ella.

„Wir möchten damit das Thema Demenz ins Bewusstsein bringen und dabei auch den Blick auf pflegende Angehörige richten“, sagte Isabella Matic vom Haus der Familie während einer Pressekonferenz. „Gerade in Bezug auf den Fachkräftemangel in der Pflege, kommt den Angehörigen eine ganz besondere Bedeutung zu.“ Der Filmbeitrag solle entsprechend das Bewusstsein schaffen und das Thema noch einmal aufgreifen. „Das betrifft ja nicht nur die Familien, die gesamte Gesellschaft“, sagte Matic.

Der Film sei ein niederschwelliges Angebot, sich mit dem Thema zu befassen, ergänzte Kinobetreiber Johannes Austermann. „Es ist ja oft ein Problem, offen darüber zu sprechen.“ Auch wenn einzelne Szenen des Films in Plattdeutsch gesprochen seien, könne man ihm sehr gut folgen, zumal er in diesen Passagen hochdeutsch untertitel sei. „Der Film ist sehr erfolgreich gestartet und bietet dem Zuschauer einen wertvollen Rahmen.“

Zum Inhalt des Films:

Als seine Großmutter Ella (Hildegard Schmahl) zusehends verwirrter wird und sein Großvater Sönke (Peter Franke) sich einfach nicht von seiner Kneipe, dem Dorfkrug, trennen will, sieht der 47-jährige Ingwer Feddersen (Charly Hübner) die Zeit gekommen, wieder in sein Heimatdorf zurückzukehren. Der Dorfkrug ist nicht mehr das, was er einst war – doch das trifft auf das ganze Dorf zu. Ingwer fragt sich, wann genau der Zeitpunkt war, an dem es mit dem Dorf Brinkebüll bergab ging? War es in den 1970ern, als nach der

Flurbereinigung die Hecken und dann auch die Vögel verschwanden? Als immer größere Landwirtschaftsbetriebe gebaut wurden, sodass kleinere weichen mussten? Ist vielleicht er schuld, weil er seinen Großvater mit der Gastronomie alleine ließ, um in Kiel zu studieren?

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