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Warendorfer Karnevalisten

Die erste virtuelle PriPro

Warendorf

Kapitulation vor Corona? Nein. Es wird ganz anders als sonst, aber gefeiert wird Karneval trotzdem. Das hat der Senat von Warendorfs Karnevalsgesellschaft entschieden. Prinz Frank Hülsbusch macht ein Jahr weiter, es gibt keinen Saalkarneval. Stattdessen online das Beste der letzten zehn Jahre.

Andreas Engbert

Präsident Hermann-Josef Schulze-Zumloh begrüßt die neue Annemarie Bea Hoffmann. Foto: Andreas Engbert

Eins ist sicher: Die kommende Karnevalssession wird anders werden, als jemals zuvor. Dessen sind sich auch die Mitglieder der Warendorfer Karnevalsgesellschaft (WaKaGe) bewusst. Am Freitag waren sie – mit Masken und Abstand – im Saal des Kolpinghauses zur Generalversammlung zusammengekommen. Hauptthema war natürlich die Session 2020/2021: „Karneval lässt man nicht einfach ausfallen, Karneval steht im Kalender“, rief WaKaGe-Präsident Hermann-Josef Schulze-Zumloh den anwesenden Jecken zu.

Karneval komplett Corona-konform

Im Senat habe man sich beraten, dass man den Moritz am 11.11. in „coronakonformer“ Weise wecken möchte, um die Session zumindest offiziell zu eröffnen.

Das traditionelle Auftaktfest am Wochenende darauf wurde jedoch schon abgesagt. Auch ein neuer Prinz wird am 16. Januar wohl nicht proklamiert werden, eine Party in großer, proppenvoller Halle ist nicht möglich: „Wir wollen Karneval nicht auf Abstand feiern.“ Doch bei der „PriPro“ verfüge man inzwischen über zehn Jahre Erfahrung mit Onlineübertragungen. So habe man die Idee entwickelt, eine Live-Show im Internet in die Wohnzimmer der Jecken zu übertragen. Mit Ausschnitten aus den vergangenen Jahren, dem dann weiter amtierenden Prinzen Frank I. Hülsbusch, Gästen und Künstlern auf der Bühne, vielleicht sogar den WaKaGe-Tanzgruppen, wenn die Corona-Vorschriften das ermöglichen. In welcher Weise danach Karneval gefeiert wird, steht noch in den Sternen: „Wir müssen den Karneval auf Sichtweite behutsam feiern“, so Schulze-Zumloh.

WaKaGe-Präsident Schulze-Zumloh

Einstimmig befürworteten die anwesenden Karnevalisten nach kurzer Diskussion die Idee des Senats und stimmten für den Sessionsstart und die Online-PriPro. Finanziell soll das Ganze nicht die Rücklagen des Vereins belasten, sondern mit Hilfe von Sponsoren und den aktuellen Mitgliedsbeiträgen finanziert werden.

Die Mitgliederzahl ist im vergangenen Jahr von 239 auf 275 gestiegen: „Unser Ziel sind 500 Mitglieder“, zeigte sich Vorstandsmitglied Bernd Wiese ambitioniert.

Damit der Warendorfer Karneval auch in Coronazeiten sichtbar ist, hat der Verein eigene Masken mit dem WaKaGe-Logo nähen lassen.

Im Rückblick erinnerte Hermann-Josef Schulze Zumloh an eine „Session auf höchstem Niveau“, die vorm Corona-Lockdown gefeiert wurde: „Wir haben einfach nur Glück gehabt“, befand er.

Hermann-Josef Schulze-Zumloh

Im Rückblick der Formationen gab es nur wenig zu berichten, viele Veranstaltungen der letzten Monate sind ausgefallen. Die Prinzengarde stellte Bea Hoffmann als neue Annemarie vor. Für die WaKaGe-Balletts berichtete Julia Altefrohne, dass die Gruppen inzwischen unter Hygieneauflagen den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen durften. Für den Bürgerausschuss Warendorfer Karneval überreichte Klemens Westrup an Prinz Frank und den WaKaGe-Senat je eine CD mit Erinnerungen an den diesjährigen Rosenmontag.

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