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Lockerungen laufen auch in der Partnerstadt Oleśnica an

Die Freude aufs nächste Mal bleibt

Warendorf/Oleśnica

Alle Beteiligten hatten sich schon auf das Handballturnier gefreut, das eigentlich über Pfingsten zwischen den Partnerstädte Barentin und Pavilly sowie Warendorf und Oleśnica stattfinden sollte. Coronabedingt wurde es abgesagt.

Monika Vornhusen

2019 war das Pfingst-Handballturnier unter den Städtepartnern in Warendorf ein voller Erfolg. Die Handballmannschaft aus der polnischen Partnerstadt Oleśnica ist im Büro des Bürgermeisters stets präsent (rechts). Das Bild erhielt Axel Linke als Geschenk von der Mannschaft. Foto: Stadt Warendorf/ M. Vornhusen

Wochenlang erforderte die Corona-Krise zunächst die Konzentration auf die unmittelbare Umgebung und die eigenen Region. Welchen Lauf würde die Pandemie vor Ort nehmen? Welche Auflagen können umgesetzt werden und welche Wirkung zeigen sie? Fragen über Fragen. Jetzt stellt sich der Alltag mit Corona ein und der Blick sollte sich mal wieder auf Vertrautes, auf Freunde und Partner richten, denen die Warendorfer sich verbunden fühlen. Die WN haben mit Hilfe der Partnerschaftsvereine und Komitees der Warendorfer Partnerstädte einen Blick über die Grenzen geworfen.

Über die Lage in der polnischen Partnerstadt Oleśnica können sich der Vertreter des Deutsch-Polnischen Freundeskreises, Adalbert Wojtakowski und auch Bürgermeister Axel Linke ein aktuelles Bild machen. Denn beide haben in den vergangenen Wochen regelmäßig Kontakte zu ihren Ansprechpartnern in Oleśnica gehabt.

Im Büro des Bürgermeisters ist das Foto der Handballmannschaft aus der polnischen Partnerstadt Oleśnica stets präsent. Und gerade in diesen Tagen geht Axel Linke oft mit einer ordentlichen Portion Wehmut daran vorbei. Der Grund: Alle Beteiligten hatten sich schon auf das Handballturnier gefreut, das eigentlich über Pfingsten zwischen den Partnerstädte Barentin und Pavilly sowie Warendorf und Oleśnica stattfinden sollte. Gerade im vergangenen Jahr hatte dieses Turnier über Pfingsten in Warendorf auf Linkes Initiative hin erstmals in Kooperation mit der Warendorfer SU in der Besetzung stattgefunden, dass die Handballmannschaften aus Oleśnica und Warendorf sowie die gemeinsame Mannschaft aus Barentin und Pavilly mit jeweils rund 50 Aktiven gegeneinander antraten und jede Menge Spaß dabei hatten.

„Wir steckten schon intensiv in den Vorbereitung für das Turnier 2020, das in Oleśnica stattfinden sollte“, erläutert Bürgermeister Axel Linke im WN-Gespräch. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der WSU-Handballabteilung, Patrick Baune, und dem Vorsitzenden des Deutsch-Polnischen Freundeskreises Adalbert Wojtakowski reiste Linke noch vor der Corona-Krise im Februar nach Polen, um letzte Details für den geplanten Besuch über Pfingsten in Oleśnica zu besprechen.

„Wir haben uns dort noch ein Spiel der 2. Liga angesehen. Es war ein tolles Wochenende, geprägt von großer Gastfreundschaft“, erinnert sich Linke gerne. Dann kam die Corona-Pandemie und Oleśnica als geplanter Austragungsort für das Turnier 2020 hat frühzeitig die Pläne abgesagt.

„Wir möchten das Turnier in den nächsten Jahren alle weiterführen und hoffen jetzt auf eine Chance dazu im kommenden Jahr“, stellt Axel Linke klar. Gerade der Sport liefere einen optimalen Beitrag zur Völkerverständigung zwischen jungen Menschen. Auch während der Corona-Krise sei der Kontakt mit den Ansprechpartnern aus Oleśnica nicht abgebrochen. „Wir schreiben uns regelmäßig.“

Die Corona-Pandemie sei nach seiner Einschätzung in Oleśnica ähnlich verlaufen wie in Warendorf. Das bestätigt auch Adalbert Wotjakowski als Vorsitzender des Deutsch-Polnischen Freundeskreises. „Ich stehe regelmäßig im Austausch mit Bekannten und Freunden aus Oleśnica. Der Verlauf der Corona-Maßnahmen war vergleichbar mit der Situation hier. Allerdings kam dort der Lockdown etwas später, dann aber umso härter.“

Momentan seien noch immer Schutzmasken schon beim Verlassen der Häuser und Wohnungen vorgeschrieben, voraussichtlich sei Ende Mai damit Schluss, sofern der Sicherheitsabstand von zwei Metern eingehalten werden könne. Betriebe hätten auch zum Teil auf Homeoffice-Einrichtungen umgestellt oder seien sogar ganz geschlossen worden. Insbesondere beim Thema Handball hält Adalbert Wojtakowski sich durch seine Freunde auch auf dem Laufenden: „Es soll jetzt wieder ein Training in Kleingruppen beginnen können. Und Oleśnicas Handballmannschaft ist in der zweiten Liga geblieben. Jetzt hofft man auf einen Start der Liga im Herbst.“

Eigentlich hätten im Zuge der Partnerschaft zwischen Warendorf und Oleśnica im September noch die Europatage auf dem Programm gestanden sowie der turnusmäßige Schüleraustausch zwischen dem Liceum Ogolnoksztalcace und dem Gymnasium Laurentianum. Doch rund um diese Pläne ist noch vieles offen.

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