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50 Jahre Intersport Kuschinski

Die nächste Generation ist bereit 

Warendorf

Angefangen hatte es mit zehn Gesellschaftern. Dass das schon 50 Jahre her ist, hatte Barbara Kuschinski gar nicht auf dem Schirm.  

Von Jörg Pastoor

Wolfgang, Anja, Barbara, Rainer und Jasmin Kuschinski (v.l.) im Geschäft an der Münsterstraße. Es ist das vierte seit Gründung am Marktplatz. Foto: Jörg Pastoor

Neun Tischtennisverrückte wollten 1970 ein Geschäft für genau den Bedarf dieser Sportart in Warendorf gründen. Zusammen mit dem Sporthaus Bernhard Bergmann wurde der Plan Wirklichkeit. Am Markt, wo heute „Holland&More" beheimatet ist. Das war 1970.  

Am Anfang ging es um Tischtennis

Neun Jahre später schieden neun Gesellschafter aus. Und Barbara Kuschinskis Schwiegervater, der letzte, sagte einen Satz, der vieles änderte: „Das könnte doch ein junges Ehepaar machen." Ob der Schwiegervater damit seinen Sohn Wolfgang und dessen Frau Barbara meinte, ist nicht überliefert. Aber es war der Anfang für Intersport Kuschinski.

„Nach kurzer Zeit waren die Lager so voll, dass wir zum Krickmarkt umgezogen sind“, erinnert sich Chefin Kuschinski, die heute 72 Jahre alt ist. „Da hatten wir dann 350 statt 120 Quadratmeter Fläche.“

Zehn Jahre später, das Geschäft hatte sich gut entwickelt. „Die Lager waren wieder voll“, sagt Wolfgang Kuschinski. An der Freckenhorster Straße hatte die Firma dann 1998 mit 800 Quadratmetern eine Verdoppelung der Fläche. „Aber wir waren bis dahin stets Mieter und haben uns gesagt, dass wir eigentlich etwas kaufen möchten“, so Barbara Kuschinski.

Barbara Kuschinski über den Umzug an den Krickmarkt

Die Gelegenheit ergab sich dann, als das frühere Kaufhaus Meyer zum Verkauf stand. „2012 sind wir dann dorthin gezogen.“ Der Wunsch war aufgegangen, allerdings sei es schon eine Herausforderung gewesen, an der Münsterstraße plötzlich zwei Geschosse bespielen zu sollen. Schnell fiel die Entscheidung, alle Waren in Sachen Teamsport ins Obergeschoss zu platzieren. „Unten war dann alles zum Wandern“, so Kuschinskis ­­­– das heiße je heute Trekking.

Apropos Veränderungen: Die waren und sind wie für jeden anderen mittelständischen Betrieb immer prägend. Ausgerechnet die Inline-Skates, die in den Neunzigern so rasend gefragt waren, gehörten mit Beginn der coronabedingen Ladenschließung heiß bestellten Waren. „Individualsport durften die Leute ja machen“, so Wolfgang Kuschinski (77). So sei das kurz vorher schon konzipierte Verkaufen übers Internet dann unternehmerisch ganz plötzlich überlebenswichtig geworden.

Unternehmerische Flexibilität immer gefordert

Die Senioren der fünf Familienmitglieder denken immer lauter über Ruhestand nach; mit Rainer, Anja und Jasmin ist im Gegensatz zu vielen anderen Betrieben die nächste Generation bereit. Mit den 14 Mitarbeitern (Barbara Kuschinski: „Wir würden auch mehr brauchen, finden aber keine!“) hat jetzt das 51. Unternehmensjahr begonnen. Wie das Kundenverhalten die Entwicklung der Innenstädte noch verändert, das wisse niemand. Aber am Anspruch von „Intersport Kuschinski“ ändere sich nicht.

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