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Tolle Nachrichten während der Prinzenproklamation

Die WaKaGe ist gerettet

Warendorf

Nach 1099 Tagen gibt es endlich einen Regentenwechsel. Prinz Uwe II. übernahm von Frank Hülsbusch. Neben dieser guten Nachricht war die Ankündigung des DOKR-Leiters Markus Scharmann, die PriPro nächstes Jahr dort zu feiern, die beste Neuigkeit des Abends.

Von Stephan Ohlmeier

Prinz Uwe umrahmt von seiner Frau und deren Tochter grüßt das Warendorfer Narrenvolk. Foto: Andreas Engbert

Der Karneval in Warendorf ist nach der Corona-Zwangspause endgültig zurück – und wie! 700 Gäste waren am Samstagabend in der ausverkauften Sporthalle A der Bundeswehrsportschule live dabei, als Uwe II. (Amsbeck) „der Narrifant aus dem Kreideland“ als neuer Karnevalsprinz proklamiert wurde. Nicht nur während des vierstündigen Programms, sondern auch bei der anschließenden After-Show-Party bewiesen die Freunde des Karnevals – um es mit den Worten des Prinzen zu sagen: „Der Karneval in Warendorf wird niemals untergehen.“

Prinz Uwe II.

Wie ein roter Faden zogen sich die Begriffe „einmalig – erstmalig – letztmalig“ durch die PriPro. Während die Stimmung einmalig war und die PriPro erst- und letztmalig in der Bundeswehrsportschule stattfand, verabschiedete sich Frank Hülsbusch nach 1099 als der ewige Prinz. Mit Tränen in den Augen dankte er vor allem seiner Frau Jeannie für drei ganz besondere Jahre. „Du hast die Menschen mit Deiner Art und Weise erreicht“, sagte WaKaGe-Präsident Hermann Josef Schulze Zumloh und verlieh Hülsbusch die Erinnerungskette mit der lachenden Maske.

PriPro Warendorf PriPro Warendorf Foto:

Auftritte der WaKaGe-Tanzgruppen echte Highlights

Zu den Höhepunkten des Abends gehörten die Auftritte der WaKaGe-Tanzgruppen „Hüpfer“, „Flöckchen“ und „WaKaGe-Balletts“. Die Mädchen und jungen Damen tanzten sich mit ihren Schau- und Gardetänzen in die Herzen der Karnevalisten und ernteten laute Zugabe-Rufe. Es war der Lohn für monatelanges intensives Training. Bereits beim „Aufgalopp“ am Nachmittag hatten die „Bambinos“ als jüngste Tanzgruppe ihren großen Auftritt. Während es für alle Tänzerinnen Kino-Gutscheine gab, lud Bettina Siekendiek die Trainerinnen zum Musical nach Hamburg ein.

Fehlen durfte natürlich nicht der Bericht zur Lage der Nation. Präsident Hermann Josef Schulze Zumloh rechnete nicht nur mit Kriegstreiber Wladimir Putin und Aktivisten, die sich zur Klimarettung auf die Straße kleben oder mit Kartoffelbrei werfen, sondern auch mit der Warendorfer Lokalpolitik ab: „Das Kolpinghaus für immer zu, Warendorf legt sich jetzt zur Ruh.“

DOKR-Leiter Markus Scharmann

Doch wer glaubte, dass die WaKaGe ohne Kolpinghaus oder Stadthalle keine Zukunft hat, der irrte. DOKR-Leiter Markus Scharmann lud die WaKaGe ein, die PriPro im nächsten Jahr in der DOKR-Reithalle zu feiern. „Lieber Herr Bürgermeister, keine Studien, keine Machbarkeitsstudien. Wir müssen einfach machen. Die WaKaGe ist gerettet“, rief ein völlig euphorisierter Präsident Hermann Josef Schulze Zumloh. Der Saal bebte – es war neben der Proklamation des neuen Prinzen die Nachricht des Abends.

Erstmalig auf der PriPro-Bühne stand Holger Blüder. Der Leiter der Schule für Musik im Kreis Warendorf brachte die Narren mit seinem Musikkabarett zum Lachen und legte musikalisch dar, warum „Essen“, „Liebe“ und „Brauchtum“ unverzichtbare Bestandteile des Karnevals sind. Die Bremse des Warendorfer Karnevalsexpresses löste wenig später die Partyband „musica è“. Schlager wie „Cordula Grün“ oder „Himmelblaue Augen“ hielten die Gäste nicht mehr auf ihren Stühlen.

Licht-Jonglage-Show und akrobatischen Einlage

Magisch wurde es beim zweiten Top Act des Abends „Chapeau Bas“. Die vielfach ausgezeichnete Krefelder Künstlergruppe überzeugte mit einer Licht-Jonglage-Show und akrobatischen Einlagen. Kölsche Karnevalshits sorgten für die passende musikalische Untermalung. Kurz vor der Proklamation des neuen Prinzen brachte Sascha Klaar die Karnevalisten endgültig auf Betriebstemperatur. Ureigener Rock’n‘Roll war angesagt und ruhig sitzen konnte keine mehr – auch nicht der Vollblutmusiker selbst. Mit vollem Körpereinsatz wurden die unglaublichsten Tastenkombinationen aus dem Piano herausgekitzelt.

Es folgte der „Final Dance“ des WaKaGe-Balletts, ehe die neue Hofsängerin Linda Weissink zum Mikro Griff: „Ich habe den neuen Prinzen gesehen.“ Prinz Uwe II. ließ nicht lange auf sich warten und zog mit lauten Helau-Rufen in die Narrhalla ein. Der neue Prinz genoss das Bad in der Menge, feierte ausgelassen und verkündete schließlich: „Jetzt steh ich hier Prinz Karneval und lasse raus die Sau. Ich freu mich auf die Zeit mit Euch und ruf Euch zu Helau.“

Wenig später stimmte Linda Weissink das neue Prinzenlied an. Nach dem Blaulicht-Finale begann eine lange Party-Nacht. Im Rahmen der PriPro wurden übrigens auch die Jubiläumsprinzen Gerd Leve (2012), Hans Strotmann (2001) und Dieter Günnewig (1990) mit Glaspokalen geehrt. Auch an Werner Schmitz (1979) und Heinz Bitter (1968) wurde erinnert. Weitere Ehrungen gab es für den scheidenden Zeremonienmeister Tom Wällering, der zum Hofmarschall aufgestiegen ist, und WaKaGe-Fotografin Monika Kaup. Seinen Dank sprach WaKaGe-Präsident Hermann Josef Schulze Zumloh allen aus, die zum Gelingen der PriPro beigetragen haben. Ohne die Unterstützung zahlreicher Engagierter und Gönnern wäre die Veranstaltung in dieser Form undenkbar gewesen.

https://www.wn.de/fotos/lokales/kreis-warendorf/warendorf/impressionen-von-der-warendorfer-prinzenproklamation-2023-2693865

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