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SPD-Vorsitzender Norbert Walter-Borjans in Warendorf

„Die Zukunft nicht kaputt sparen“

Warendorf

Norbert Walter-Borjans auf dem Warendorfer Marktplatz: Trotz des schlechten Wetters fanden sich viele Bürger ein, um den Co-Vorsitzenden der SPD zu hören.

Von Rebecca Lek

Norbert Walter-Borjans: „Man muss Neugier und Respekt für die Arbeit der anderen haben.“ Foto: Rebecca Lek

Der Regen hielt an Politik interessierte Bürger nicht ab: Trotz des schlechten Wetters fanden sich rund 60 Zuhörer am Samstagabend zu einem Vortrag von Norbert Walter-Borjans, dem Co-Vorsitzenden der SPD. auf dem Warendorfer Marktplatz ein.

Andreas Hornung, Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes Warendorf, zeigte sich stolz, so einen hochkarätigen Redner kurz vor den Wahlen in Warendorf begrüßen zu dürfen. Gleichzeitig merkte er die veränderte Stimmung im Wahlkampf an. „Das wachsende Vertrauen in unseren Kanzlerkandidaten Olaf Scholz und zunehmend auch in unsere Partei ist nicht nur ein Umfragephänomen, sondern spiegelt sich ganz real in den Haltungen der Bürger vor Ort wider.“

Etwa 60 Zuhörer kamen am Samstagabend auf den Warendorfer Marktplatz.Etwa 60 Zuhörer kamen am Samstagabend auf den Warendorfer Marktplatz. Foto:

Auch Andrea Kleene-Erke, Mitglied des Ortsvereins, hat eine veränderte Stimmung an den Infoständen feststellen können. Sie freute sich selbst darauf, Walter-Borjans persönlich kennen zu lernen und war begeistert von der Resonanz der Warendorfer. „Ich denke, so werden wir gut gestärkt in den weiteren Wahlkampf gehen.“

Der ehemalige Finanzminister des Landes Nordrhein-Westfalen kennt Warendorf schon länger und nutzte die Chance. um mit seiner Rede unter dem Motto „Für einen gerechten Sozialstaat. Für alle. Gegen rechts.“ zu überzeugen. Dabei betonte er, dass es wichtig wäre, nicht nur während des direkten Wahlkampfes für die Bürger greifbar zu sein, sondern auch in den vier Jahren dazwischen präsent zu sein. Gleichzeitig animierte er die Zuhörer dazu, sich dem notwendigen Wandel gegenüber nicht zu verschließen. „Der Wandel und die Zukunft kommen. Wir können nicht verharren, sondern müssen mitgehen“, betonte Walter-Borjans. Dabei sei es wichtig, „Politik zu machen, die überzeuge“.

Auch wenn laut dem SPD-Politiker die „Demokratie vom Wettbewerb lebt“ sollten die jeweiligen Parteiziele authentisch und zielführend sein. „Mit Hetze kann man nichts für das Land tun. Das schadet nur“, meinte Walter-Borjans. Dies gelte auch für die Arbeit unter den Parteien. „Man muss Neugier und Respekt für die Arbeit der anderen haben.“

Der Co-Vorsitzende der SPD formulierte in seiner Rede aber auch klare Ziele. So sei es für ihn notwendig, dass der Mindestlohn auf zwölf Euro angehoben wird. „Investitionen sind notwendig, wir können uns nicht kaputt sparen“, erklärte der Politiker. Dies machte er unter anderem auch an der derzeitigen Situation mit Corona und den daraus resultierenden Hilfen für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmen fest. Genau um die Corona-Pandemie drehte sich die anschließende Diskussion – angestoßen von einem Beispiel aus dem Publikum über eine Friseurin, die durch die Corona-Pandemie in finanzielle Nöte geraten ist. Dabei gestand Walter-Borjans auch Fehler ein. „Die Politik hat sicher nicht alles richtig gemacht“, meinte er, betonte jedoch auch, dass es sich um eine Sondersituation ohne Referenzwerte handele.

Insgesamt zeigte sich der Ortsverband der SPD und auch die Pressesprecherin von Norbert Walter-Borjans, Ingrid Herden, zufrieden mit dem Abend. „Es sind eigentlich alle Zuhörer bis zum Schluss geblieben und haben zu einer regen Diskussion beigetragen.“

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