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Online-Weinprobe mit Bernd Stelter

Doppelter Genuss vom Sofa

Warendorf

Eine ganz spezielle Weinprobe fand jetzt im Hotel „Im Engel“ statt. Gerd Leve und Bernd Stelter probierten gemeinsam sechs Weine. Zusammen mit über 200 weiteren Teilnehmern, die sich von der heimischen Couch aus online dazu geschaltet hatten und im Vorfeld von Gerd Leve mit einem Probierpaket der sechs deutschen Weine ausgestattet wurden.

Andreas Engbert

Mit Abstand und nach einem negativen Coronatest probierten sich Gerd Leve und Bernd Stelter durch sechs Weine. Foto: Andreas Engbert

An seinen ersten Besuch in Warendorf kann Bernd Stelter sich noch gut erinnern: „Ich war sechs oder sieben, als ich zum ersten Mal in Warendorf war“, blickt der Komiker zurück. In die Pferdestadt geführt hat den jungen Bernd Stelter in den 60er Jahren der Besuch der Hengstparade mit seinem Vater: „Mein Vater war ein Pferdenarr.“ Am Samstag war Stelter wieder in Warendorf zu Gast. Dieses Mal zogen ihn aber nicht die Pferde in die Emsstadt, sondern die Einladung von Gerd Leve zu einer ganz speziellen Weinprobe im Hotel „Im Engel“. Gemeinsam probierten die beiden am Abend sechs Weine. Zusammen mit über 200 weiteren Teilnehmern, die sich von der heimischen Couch aus online dazu geschaltet hatten und im Vorfeld von Gerd Leve mit einem Probierpaket der sechs deutschen Weine ausgestattet wurden.

So verfolgten die Zuschauer die Weinprobe mit Gerd Leve und Bernd Stelter, die die Rebensäfte an zwei zu Tischen umgebauten Weinfässern im großen Saal des Hotels vor laufender Kamera live verkosteten und ihren Eindruck von der Geschmacksvielfalt vorstellten. Gerd Leve gab als ausgewiesener Weinkenner den Zuschauen natürlich zahlreiche Hintergrundinformationen zu den Weinen, Anbaugebieten und Entwicklungen rund um den Wein. Bewusst habe man sich für deutsche Weine entschieden: „Deutsche Weine sind international gut aufgestellt.“ Und auch der Gast, dessen Sohn Tim Winzer ist, glänzte mit umfangreichem Wissen zu den Getränken. Zum Wein ist Stelter, der gebürtig aus Unna stammt, mit Anfang 20 gekommen, als er seine ersten Auftritte im Rheingau hatte. Er erfreut sich vor allem an der Vielfalt der geschmacklichen Eindrücke, wie er im WN-Gespräch am Nachmittag verriet.

Bernd Stelter

Im freundschaftlichen Plausch zwischen Stelter und Leve am Abend vor der Kamera ging es auch um Bernd Stelter persönlich, etwa das Kennenlernen seiner Frau Frau Anke und wie die beiden mit der derzeitigen coronabedingten Situation umgehen. Auch die Verbindung Stelters zum Pferd war Thema: „Ich war sieben Jahre Sankt Martin bei uns im Dorf“, verriet Stelter beispielsweise, dass er auch schon selbst auf dem Sattel gesessen hat. Außerdem erklärte Stelter, der auch als Schriftsteller aktiv ist, wie er unter anderem mit Hilfe seiner Frau die Handlungen der Krimis entwickelt. Mit „Mieses Spiel um schwarze Muscheln“ hat er im Februar seinen dritten Krimi herausgebracht. Im nächsten Monat wird Stelter 60 und er freut sich schon: „Ich gehe ins dritte Drittel!“ Der Künstler, für den rund 100 Auftritte in den vergangenen zwölf Monaten ausgefallen sind, hatte zudem seine Gitarre dabei und trug einige seiner humorvollen Lieder vor. Über die Chatfunktion hatten die Teilnehmer Gelegenheit, dem Duo Fragen zu stellen. Einen ganz besonderen Wein hatte Gerd Leve exklusiv für seinen Gast aus dem Weinkeller geholt: einen Clus-Fourtet aus dem Jahre 1961, dem Geburtsjahr Stelters.

Am Nachmittag zuvor hatte Gerd Leve seinen Gast durch die Warendorfer Innenstadt geführt. Der Komiker und Kabarettist, der sich nicht als „Comedian“ sieht, zeigte sich im Pressegespräch nach der Stadtführung begeistert: „Das ist einfach eine herrliche, schöne Innenstadt!“ Er hoffe sehr, dass diese „nach Corona“ wieder von Menschen „geflutet“ werde und rief dazu auf, in den Läden einzukaufen und in die Restaurants essen zu gehen.

Die Idee zur Online-Weinprobe mit Bernd Stelter sei rund drei Wochen zuvor geboren worden, erläuterte Gastgeber Gerd Leve: „Die Gastronomie und die Kulturszene sind ja ähnlich stark getroffen gerade.“ Stelter betonte, das Ziel des Abends sei, den Menschen einen schönen Abend zu bereiten.

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