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Konzert des Duos „Red Head Redemption“

Eheprobleme gab es schon immer

Warendorf

Gemeinsam mit Sandra Botor bildet Thomas Kraß das Duo „Red Head Redemption“, das am Sonntag im Martin-Luther-Haus sein Programm „Männer, Ehe & andere Katastrophen“ präsentierte. Die Einnahmen in Höhe von 784 Euro werden den Flutopfern gespendet.

Von Andreas Engbertund

Sandra Botor und Thomas Kraß beschäftigten sich in ihrem einstündigen Konzert mit verschiedenen Chansons zum Thema „Männer, Ehe & andere Katastrophen“. Foto: Andreas Engbert

„Männer jetzt wird’s ernst“, warnte Thomas Kraß die männlichen Zuschauer. Doch sein fröhliches Lachen verriet im Grunde schon, dass der Abend für alle Anwesenden doch eher heiter werden würde. Gemeinsam mit Sandra Botor bildet Thomas Kraß das Duo „Red Head Redemption“, das am Sonntag im Martin-Luther-Haus sein Programm „Männer, Ehe & andere Katastrophen“ präsentierte. Passend zum Titel begann das gut einstündige Programm mit dem Lied „Männer“ von Herbert Grönemeyer. Sängerin Sandra Botor und Musiker Thomas Kraß am Piano verwandelten den Partykracher in eine Chansons-Version, die auch schon vor 100 Jahren hätte gezeigt werden können. Mit echten Chanson-Klassikern wie „Kann denn Liebe Sünde sein“, „Die zersägte Dame“ oder „Die Ehe“ zeigten die Musiker dann, dass es auch vor vielen Jahrzehnten ähnliche Probleme rund um das Thema Ehe und Liebe gab, wie in der aktuellen Zeit. Überraschend romantisch wurde es, als Sandra Botor das Stück „Diamant“, begleitet von Thomas Kraß am Akkordeon, vortrug. Im Original stammt das Lied von der Band „Rammstein“, deren als rabiat bezeichneter Musikstil eher nicht mit Romantik in Verbindung gebracht wird.

Eher ironisch setze sich das Lied „Mein explodierter Freund“, das im original von den Punkrockern „Die Ärzte“ stammt mit den Problemen einer Beziehung auseinander, während das Chanson „Wenn ich mir was wünschen dürfte“ aus dem Jahr 1931 fast schon melancholisch die Sehnsucht nach der Liebe ausdrückte.

Mit ihrer Stimme und ihrer Art schaffte Sandra Botor es, verschiedenste Stimmungen in die Lieder zu bringen. Die dazu passende Begleitung durch Thomas Kraß machten den Auftritt zu einem perfekten Ganzen.

In der Begrüßung betonte Pfarrer Herwig Behring, dass es sich bei dem Konzert um eine der letzten Veranstaltungen im Martin-Luther-Haus handele: „Das Haus wird nämlich bald abgerissen.“ Spontan habe man sich entschlossen, die Einnahmen des Konzertes für die Flutopfer zu spenden. 784 Euro sind so zusammengekommen.

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