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Stadtteilfest: Positive Bilanz

Ehrenamtliche investieren viel Herzblut

Warendorf

„Insgesamt ist es besser gelaufen, als wir es uns wünschen konnten“, zeigt sich Jörg Middendorf, musikalischer Leiter des Berittenen Fanfarenzuges Freckenhorst und Ideengeber für den „Tag der Musikzüge“ am Tag nach dem Fest angetan von dem großen Erfolg. Geht es nach ihm, könnte es im kommenden Jahr wieder ein Fest des Ehrenamtes für das Ehrenamt geben. Im Mittelpunkt müssten dann nicht zwingend Musikvereine stehen.

-jb-

Die Milter Landfrauen boten am Tag der Musikzüge frische Waffeln und Kaffee an.Der musikalische Nachwuchs, hier Musikerinnen des Spielmannszuges St. Georg Müssingen, hatte nach langer Zeit endlich die Chance öffentlich aufzutreten.Mission geglückt: Mit dem Verlauf des Festes restlos zufrieden ist Jörg Middendorf.Stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser, Achim Hensdiek und die Oldtimerfreunde Ludger Brinkmann und Karl Hartmeyer (v. r.) waren in Freckenhorst maßgeblich in die Organisation des Festes involviert. Foto: Joke Brocker

Ein durchweg positives Fazit ziehen nach dem ersten Warendorfer Stadtteilfest Ideengeber Jörg Middendorf, Bürgermeister Peter Horstmann und die ehrenamtlichen Helfer, darunter die Oldtimerfreunde aus Greffen, für die der Tag der Musikzüge am Sonntag mit einer Überraschung zu Ende gegangen war. Denn: Den ersten Preis der Warendorfer Stadtrallye, 200 Euro, gewann Vereinsmitglied Christian Offer. Seine Kollegen Paul Poppenborg und Ludger Brinkmann, der die Trecker-Oldtimerveranstaltung mit Karl Hartmeyer federführend organisiert hatte freuten sich über jeweils 50 Euro.

„Insgesamt ist es besser gelaufen, als wir es uns wünschen konnten“, zeigt sich Jörg Middendorf zufrieden, als er am Tag nach dem Fest gemeinsam mit Achim Hensdiek, den Bürgerschützen und weiteren Ehrenamtlichen den Kirchplatz aufräumte. Ihm sei es darum gegangen, die Kultur in die Ortsteile hineinzubekommen. „Ich wollte zeigen, wie schön die Ortsteile sind und wie viel Power im Ehrenamt steckt“, bemerkte er mit Blick auf die vielen Unterstützer in den Ortsteilen, darunter Mike Atig in Milte, Raimund Schulze Tertilt für den Heimatverein in Einen-Müssingen, Ludger Kortenjann in Hoetmar oder Achim Hensdiek in Freckenhorst.

Diese Power der Vereine könne sich die Stadt zunutze machen, findet der musikalische Leiter des Berittenen Fanfarenzuges. Ein Weinfest müsse nicht immer zwingend in Warendorf stattfinden. „Warum nicht auch mal in Freckenhorst“, fragt Middendorf, der sich die Einrichtung eines Kulturbeirates gut vorstellen könnte.

Das Feedback aller Verantwortlichen sei toll gewesen. Einvernehmlich hätten sich zudem alle Beteiligten darauf verständigt, die Einnahmen des Tages sozialen Einrichtungen in den Ortsteilen zukommen zu lassen. Sollte es im nächsten Jahr unter dem Motto „Ehrenamt für Ehrenamt“ ein weiteres Fest geben, könne er sich vorstellen, dass Heimatvereine, die Kirchen oder die Schützen im Mittelpunkt stünden.

„Die Klammer ,Stadtteilfest‘ rund um die zeitgleich in allen Ortsteilen stattfindenden Veranstaltungen hat offensichtlich super funktioniert. Dies ist dem großartigen Engagement aller Beteiligten zu verdanken und zeigt einmal mehr, was unsere Stadt auszeichnet: Tatkraft und Zusammenhalt, wenn‘s drauf ankommt“, bilanziert Bürgermeister Peter Horstmann.

Der Tag der Musikzüge sei ein beeindruckender Tag vom Ehrenamt für das Ehrenamt gewesen. Zur Fortführung des Formats gebe es schon zahlreiche Ideen, zum Beispiel zur künftigen Gestaltung, zum Rhythmus oder auch zur Abgrenzung zu bestehenden Ortsfesten. All diese Fragen würden nun in aller Ruhe und Offenheit gemeinsam diskutiert. Horstmann: „Nichts weniger hat ein solcher Festtag, der mit so viel ehrenamtlichem Herzblut realisiert wurde, verdient.“

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