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Gesangverein pflanzt Baum am Ortseingang

Eiche soll Treffpunkt werden

Hoetmar

Am Ortseingang von Hoetmar pflanzte der Gesangverein „Deutsche Eiche“ eine Eiche. Dieser Baum soll an die singende Gemeinschaft erinnern und zu einem Treffpunkt werden.

Von Stephan Ohlmeier

Vorstandsmitglieder und treue Mitglieder des Gesangvereins „Deutsche Eiche“ pflanzten eine Eiche am Dorfeingang. Foto: Stephan Ohlmeier

„Singen schweißt zusammen“, sind sich Heinz „Knolli“ Dollmann und Stefan Friggemann einig. Seit über zehn Jahren gehören die beiden daher dem Gesangverein „Deutsche Eiche“ an, der sich der Förderung des deutschen Liedgutes und der Gemeinschaft verschrieben hat.

„Wir treffen uns immer am Samstag nach Hahn in Ruh in der Gaststätte Northoff“, so Stefan Friggemann. Coronabedingt musste das Treffen am Samstag erneut ausfallen. Stattdessen pflanzten einige Sangesfreunde am Sperlingsheim an der Ahlener Straße eine Eiche.

Erste Frau in den Vorstand aufgenommen

Wie Friggemann verriet, habe man die Pflanzaktion schon lange geplant und nach einem geeigneten Standort gesucht: „Hier am Dorfeingang kommen jeden Tag viele Leute vorbei und werden an die Deutsche Eiche erinnert.“ Ein Dankeschön gebühre zum einen Graf zu Westerholt-Gysenberg, der die Fläche zur Verfügung gestellt habe, und zum anderen Familie Witte, die auf den jungen Baum ein Auge haben werde. Marion Witte wurde daher als erste Frau in den Vorstand des Gesangvereins aufgenommen.

Die Jagdhornbläser Ludger Hagenhoff (l.) und Dieter Jungmann spielten nach getaner Arbeit auf. Foto: Stephan Ohlmeier

„Im Sommer werden wir uns bestimmt an der Eiche treffen“, war Stefan Friggemann überzeugt. Noch während das Loch für den Baum gegraben wurde, kam den Sängern die Idee, die angrenzende Bushaltestelle „Abzweigung Holtrup“ in „Deutsche Eiche“ umzubenennen: „Die Idee lässt uns nicht mehr los und wir werden uns erkundigen, wer uns bei der Umbenennung weiterhelfen kann.“ Zudem versprach Heinz Dollmann, neben dem Baum noch eine Erinnerungsplakette anzubringen.

Vereinslied „Die blauen Dragoner“ angestimmt

Nach getaner Arbeit wurde das Vereinslied „Die blauen Dragoner“ angestimmt. Die Jagdhornbläser Dieter Jungmann und Ludger Hagenhoff spielten ebenfalls auf. „Wir freuen uns ganz besonders darüber, dass es sich unser Ehrenpräsident Hermann Brüning mit über 90 Jahren nicht hat nehmen lassen, heute dazuzukommen“, sagte Dieter Jungmann. Beide waren dabei, als der Gesangverein einst auf dem Fest des Schützen- und Heimatvereins gegründet wurde. „Wir standen mit sechs Männern an der Theke und haben die Blauen Dragoner gesungen“, so Jungmann. Irgendwann habe jemand gesagt, dass gestandene Eichen zusammenständen und man im Dorf viel häufiger das deutsche Liedgut pflegen müsse.

Der ideale Zeitpunkt hierfür sei der Samstag nach „Hahn in Ruh“, wenn für die heimischen Jäger die Schonzeit beginne. „2023 wollen wir uns wieder bei Hermann Northoff treffen und singen“, erläutert Jungmann. Zurzeit zähle der Verein über 70 Mitglieder aus allen Altersklassen und freue sich über jede neue Stimme.

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