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Straßenkataster auf neuestem Stand

Ein Fall für den Mängelmelder?

Warendorf

In vielen Städten können Bürger Mängel per PC oder Handy an ihre Verwaltung melden.In Warendorf können Bürger dies über die Homepage der Stadt tun. Peter Steinkamp (CDU) regte jüngst im Stadtentwicklungsausschuss an, eine solche Bürger-App einzuführen.

Von Joachim Edler

In vielen Städten können Bürger Mängel per PC oder Handy an ihre Verwaltung melden. Foto: Straßen.NRW

Jeder und jede kennt das: Man läuft in seiner Nachbarschaft an einer flackernden Laterne an der Straße vorbei und denkt: Müsste sich mal jemand kümmern. Oder man stößt beim Gassigehen mit dem Hund auf Müll im Park oder auf illegale Sperrmüllkippen gleich neben den Containern. Frostaufbrüche an Straßen, Radwegschäden durch Baumwurzeln, morsche Parkbänke – all das sind klare Fälle für den „Mängelmelder“.

In vielen Städten können Bürger Mängel per PC oder Handy direkt an ihre Verwaltung melden. In Warendorf können Bürger dies über die Homepage der Stadt tun, wie Baudirektor Peter Pesch am Donnerstagabend im Stadtentwicklungsausschuss mitteilte. In der Regel würden die meisten Bürger aber noch zum Telefon greifen, wie ein Mitarbeiter des Tiefbauamtes in der Sitzung eine vier Jahre alte Meldeliste verlas.

Damals gab es 781 Schadensmeldung im Jahr – allein, auf das Erscheinungsbild der Straßen und Wirtschaftswege bezogen. Heute seien es wohl an die 500 Meldungen, vermutet der Mitarbeiter. Vier bis fünf Mal in der Woche klingele das Telefon, werde ein Schaden gemeldet. 100 bis 150 Schäden im gesamten Straßennetz würden erfahrungsgemäß nach jedem Winter gemeldet.

Mit einer App endet nicht die Pflicht der Gemeinde

567 Straßen weist das Straßenkataster der Stadt auf, das jetzt überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht wurde. 720 Kilometer Straße haben die Kontrolleure der Stadt im Blick. Mehr als die Hälfte sind Wirtschaftswege, 25 Prozent Anliegerstraßen und der Rest verteilt sich auf Hauptverkehrsstraßen. Die Kontrolle dieser Straßen hat die Stadt per Dienstanweisung geregelt. Einmal wöchentlich, so Baudirektor Peter Pesch , seien die städtischen Kontrolleure zum Beispiel in der Fußgängerzone und auf Hauptverkehrsstraßen unterwegs, alle vier Wochen in Wohnstraßen und einmal im Jahr auf nicht ausgebauten Feld- und Wirtschaftswegen, um den Zustand dieser Straßen zu dokumentieren und Schäden festzuhalten.

Dabei sei es um den Zustand der Straßen in Warendorf recht gut bestellt, wie Pesch sagte. Lediglich fünf Prozent hätten die Zustandsnote 6 bis 8 und seien damit in einem desolaten Zustand. Das Gros der Straßen sei jedoch in einem guten und besseren Zustand. Mit reduzierten Unterhaltungsmaßnahmen könne man diesen guten Zustand auch halten, sagte Pesch. Der Baudirektor warnte jedoch davor, sich allein auf eine Bürger-App zu verlassen. Denn mit der Meldung des Straßenschadens sei es nicht getan. Gefahrenpunkte fallen in die Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde. „Da müssen wir uns schon selbst ein Bild vor Ort machen“, konterte Pesch auf die Anregung des Ausschussvorsitzenden Peter Steinkamps, Personalkosten durch die Einführung einer Bürger-App einsparen zu können.

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