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Tag der offenen Tür in der Fahrradwerkstatt

„Ein Gewinn für unser Dorf“

Hoetmar

Eltaf Sultani repariert in der Fahrradwerkstatt im ehemaligen Läutehaus Fahrräder für Flüchtlinge, aber auch für die Hoetmarer. Am Samstag und Sonntag hatte die Werkstatt ihre Pforten für Besucher geöffnet.

Von Stephan Ohlmeierund

Eltaf Sultani (l.) Foto: Foto: Stephan Ohlmeier

Mit einem Tag der offenen Tür haben Eltaf Sultani, Detlef Rosenbach und weitere Mitstreiter am Wochenende auf die Hoetmarer Fahrradwerkstatt aufmerksam gemacht. Die Werkstatt ist seit mittlerweile drei Jahren in den ehemaligen Stallungen des Läutehauses an der Ahlener Straße beheimatet und soll Flüchtlinge in die Lage versetzen, ihre Räder selbstständig zu reparieren. Aber auch für Hoetmarer und Menschen aus der Umgebung, die Hilfe bei der Reparatur ihres Drahtesels benötigen, steht die Werkstatt selbstverständlich offen.

„Die Zielsetzung ist voll aufgegangen“, war Detlef Rosenbach am Samstagnachmittag überzeugt. Gerade im radfahrbegeisterten Münsterland sei das Fahrrad ein für viele Mitbürger unverzichtbares Fortbewegungsmittel. Um mobil zu sein, werde jeder Flüchtling in Hoetmar in der Werkstatt mit einem verkehrssicheren Rad ausgestattet. Dort könnten nach der Maxime „Hilfe zur Selbsthilfe“ auch Reparaturen durchgeführt werden: „Hauptsächlich flicken wir Schläuche, reparieren die Beleuchtung oder beheben Probleme mit der Kette.“ Aber auch Aufträge für kompliziertere Reparaturen oder zum Beispiel das Entfernen einer Acht aus dem Fahrrad nehme man gerne entgegen.

„Die Fahrradwerkstatt ist ein Gewinn für unser Dorf. Mehr als 20 Jahre hatten wir vor Ort keine solche Werkstatt“, sagte Detlef Rosenbach. Besonders dankte er Eltaf Sultani, der die Werkstatt von März bis Oktober immer samstags von 14 bis 18 Uhr und von November bis Februar immer samstags von 9.30 bis 12 Uhr, für die Allgemeinheit öffnet. Wie Eltaf Sultani verriet, hat er durch den Kontakt mit den Hoetmarern seine Deutschkenntnisse verbessern und sich leichter in die Dorfgemeinschaft integrieren können. Ebenso gebühre den Heimatfreunden Dorf Hoetmar ein Dankeschön für die Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten.

Übrigens arbeitet die Hoetmarer Fahrradwerkstatt, deren Einrichtung im Jahr 2018 wesentlich durch das Programm „500 Land Initiativen“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft finanziert wurde, bis heute nicht kommerziell. „Alle Einnahmen gehen in den Kauf von Ersatzteilen und werden zum Betrieb verwendet“, sagte Detlef Rosenbach. Dies gelte auch für die gebrauchten Fahrräder für Kinder, Damen und Herren, die man zu günstigen Preisen zum Verkauf anbiete.

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