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Auftritt in St. Laurentius

Ein Stelldichein der Virtuosen

Warendorf

Der Mann hat sich als Solokünstler einen Namen geschaffen – Ludwig Güttler wird gemeinsam mit Johann Clemens und Friedrich Kircheis in der St.-Laurentius-Kirche in Warendorf zu hören sein – und zwar am 25. Oktober.

Ludwig Güttler (r.) hat ein weltweites Renommé als Dirigent, Forscher, Veranstalter und Förderer und zählt zu den erfolgreichsten Virtuosen der Gegenwart. Er konzertiert mit Friedrich Kircheis (Orgel) (l.) und Johann Clemens (Trompete). Foto: privat

Ludwig Güttler zählt als Solist auf Trompete und Corno da caccia zu den erfolgreichsten Virtuosen der Gegenwart. Durch seinen vielfältigen Wirkungskreis hat er zudem ein weltweites Renommé als Dirigent, Forscher, Veranstalter und Förderer erworben. Am 25. Oktober (Dienstag) wird er um 20 Uhr in der St.-Laurentius-Kirche zusammen mit dem Meistertrompeter Johann Clemens und dem in Fachkreisen ebenso bekannten Dresdner Organisten Friedrich Kircheis konzertieren.

Auf dem Programm stehen überwiegend Werke der Barockzeit für Trompete, Corno da caccia und Orgel. Eintrittskarten gibt es ab sofort im Pfarrbüro St. Laurentius Warendorf, Klosterstraße 4, in der Buchhandlung Ebbeke, Freckenhorster Straße 44, im Musikhaus Hoffmann, Splieterstraße 35 und in allen CTS-Eventim- und ADticket-Vorverkaufsstellen in Deutschland.

Tickets in bekannten Vorverkaufsstellen

Ein Blick auf Güttlers Karriere: Nach dem Studium in Leipzig folgte Ludwig Güttler als Solotrompeter dem Ruf des Händel-Festspiel-Orchesters nach Halle und von 1969 bis 1980 an die Dresdner Philharmonie. Lehraufträge führten ihn an das Internationale Musikseminar Weimar und als Professor an die Dresdner Musikhochschule. Sein besonderes Interesse gilt seit den frühen 1980er-Jahren der Wiederbelebung der sächsischen Hofmusik des 18. Jahrhunderts. Güttlers Forschungen ist es zu verdanken, dass die Konzertliteratur durch zahlreiche vergessene oder bisher unbekannte Werke dieser Epoche reicher wurde. Güttler hat an der Neuentwicklung des Corno da caccia maßgeblich mitgewirkt. Er gründete 1976 das „Leipziger Bach-Collegium“, 1978 das „Blechbläserensemble Ludwig Güttler“ sowie 1985 das Kammerorchester „Virtuosi Saxoniae“, deren Leiter und Solist er ist.

Jährlich rund 100 Konzerte

Er musiziert mit seinen Ensembles und in der Besetzung „Trompete-Orgel“ jährlich in rund 100 Konzerten. Für seine großartigen Leistungen wurde Ludwig Güttler mehrfach ausgezeichnet: 1983 erhielt er den Schallplattenpreis der Deutschen Phonoakademie Hamburg als „Entdeckung des Jahres“, 1989 den Musikpreis Frankfurt für außerordentliche Leistungen in seinem Fachgebiet sowie für das nationale und internationale Musikleben. So erhielt er als Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft zur Förderung des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche 1997 den ersten Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung. 2000 wurde er für seine Verdienste um das Werk Johann Adolf Hasses mit dem „Claus Brendel Preis“ ausgezeichnet, weitere Auszeichnungen folgten.

Meistertrompeter Johann Clemens

Der Meistertrompeter Johann Clemens, der mit Güttler konzertiert, stammt aus Herrnhut in Sachsen, wo er im Alter von acht Jahren erstmals Trompetenunterricht an der örtlichen Musikschule erhielt. 2001 wurde er Schüler von Tobias Willner, einem der Solotrompeter der Sächsischen Staatskapelle Dresden, worauf schließlich sein Studium von 2004 bis 2011 an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ in Leipzig bei Professor Peter-Michael Krämer aufbaute. Seit 2007 ist Clemens Trompeter beim Leipziger Gewandhausorchester, Mitglied des Blechbläserensembles Ludwig Güttler und Solist beim Kammerorchester Virtuosi Saxoniae unter Güttler.

Dresdner Organist Friedrich Kircheis

Der Dresdner Organist Friedrich Kircheis übernahm bereits als Schüler eine erste Kantorenstelle. Nach dem Studium an der Hochschule für Musik in Leipzig bei Wolfgang Schetelich, Robert Köbler und Hannes Kästner war er als Kirchenmusiker, Chordirektor und Orgelsolist tätig, seit 1971 als Kantor und Organist an der Diakonissenhauskirche Dresden. Breiten Raum nahm seine kammermusikalische Arbeit als Cembalist und Organist bei den Dresdner Kammersolisten (1975–1982) ein. Neben seinem virtuosen Orgelspiel gilt seine Liebe der Aufführung der Kirchenkantaten J. S. Bachs in der Kirche St. Elisabeth in Dresden. Seit 1979 ist er ständiger Partner von Ludwig Güttler an der Orgel sowie bei den Ensembles „Virtuosi Saxoniae“ und „Leipziger Bach-Collegium“ am Cembalo.

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