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Pater Joshy verabschiedet

Ein stets gern gesehener Seelsorger

Hoetmar/Freckenhorst

Nach einem Urlaub wird Pater Joshy Ende August in seine südindische Heimat zurückkehren. Am Samstag und Sonntag verabschiedete ihn die Gemeinde St. Bonifatius & St. Lambertus.

Von Stephan Ohlmeier

Nach dem Vorabendgottesdienst, in dem Pfarrdechant Manfred Krampe Pater Joshy eine Stola überreichte, verabschiedeten sich viele Hoetmarer auf dem Vorplatz der Buddenbaum-Kapelle persönlich von Pater Joshy. Foto: Stephan Ohlmeier

Gast zu sein ist gut. In die Heimat zu fahren noch schöner“, mit diesen Worten hat sich Pater Joshy am Samstagabend an der Kapelle Buddenbaum von den Mitgliedern der Pfarrei St. Bonifatius und St. Lambertus verabschiedet. Nach achtjährigem Wirken kehrt der beliebte Seelsorger in seine Heimat nach Kerala im südwestlichen Indien zurück: „Es fällt mir nicht leicht, Freckenhorst und Hoetmar zu verlassen. Die Menschen sind mir doch sehr ans Herz gewachsen.“

In den Worten des 44-Jährigen spiegelte sich vor allem Dankbarkeit wider. Neben Gott sei er vor allem den Menschen vor Ort für alles dankbar, was er in den letzten acht Jahren hier erleben durfte.

„Blühe, wo du gepflanzt bist“, zitierte Pater Joshy den Heiligen Franz von Sales, dessen Ordensgemeinschaft er als Missionar und Priester angehört: „Mit Ihrer Hilfe haben Sie mich zum Blühen gebracht.“ Die vielen positiven Rückmeldungen hätten ihm immer wieder Kraft gegeben und aufgebaut: „Danke für die, für die ich da sein durfte und die für mich da waren.“

Persönliche Dankesworte richtete Pater Joshy unter anderem an das Seelsorgeteam um Pfarrdechant Manfred Krampe, die Mitarbeiter der Pfarrei und den Kirchenchor St. Lambertus Hoetmar, dessen Präses er acht Jahre lang sein durfte. Glücklich war der Priester der Weltkirche, dass der Chor unter der Leitung von Mirko Kieslich am Samstagabend nach Monaten der Corona-Zwangspause den Gottesdienst musikalisch bereichern durfte.

„Ein Chor der singt, betet auch.“ Dieses Zitat von Pater Joshy aus dem letzten Jahr ist Doris Overhues besonders in Erinnerung geblieben. Die Vorsitzende des Kirchenchores würdigte dessen Engagement um die Kirchenmusik und wünschte ihn für seinen weiteren Lebensweg Gesundheit und Gottes Segen. Als Erinnerung an die gemeinsame Zeit schenkte die Chorgemeinschaft Pater Joshy eine von Hedwig Holtrup und Hedwig Feldmann in Handarbeit gestaltete Stola „made in Hoetmar“, die die Lambertus-Kirche und das Logo des Chores zeigt.

Fast die gleiche Geschenkidee hatte Pfarrdechant Manfred Krampe gehabt. Als Dankeschön für das hohe Engagement um die Pfarrei überreichte er Pater Joshy eine Stola. Erstaunlich sei immer gewesen, was er sich aus den Gesprächen mit den Menschen vor Ort alles gemerkt habe. Nicht nur bei der Feier von Gottesdiensten, als Präses des Kirchenchores St. Lambertus und Seelsorger in den Altenheimen werde er in Freckenhorst und Hoetmar fehlen.

Ein Lieblingsplatz war für den Inder die Kapelle Buddenbaum, wo er gern mit dem Fahrrad hingefahren ist, um ein stilles Gebet zu halten oder um Gottesdienst zu feiern. „Sie waren für uns immer ein gern gesehener Seelsorger“, sagte Heiner Ruthmann als Vorsitzender der Kapellengemeinschaft. Als Erinnerung schenkte er Pater Joshy ein Bild von Gnadenbild der „Mutter vom Guten Rat“ zu Buddenbaum.

Nach dem Vorabendgottesdienst auf dem Kapellenvorplatz hatten alle Gläubigen Gelegenheit, sich während eine Umtrunks von dem 44-Jährigen persönlich zu verabschieden. Dieser äußerte den Wunsch, über die modernen Medien in Kontakt zu bleiben. Bis Ende August hat Pater Joshy noch Urlaub. Dann kehrt er nach Hause zurück, wo er sich um seine mittlerweile alten und kranken Eltern kümmern möchte. Leben wird er in den Ordensgemeinschaft des Heiligen Franz von Sales, und im kommenden Jahr möchte er ein Masterstudium beginnen.

Anstelle von Geschenken hatte Pater Joshy zum Abschied um Spenden gebeten die er dafür verwenden will, den Opfern der Corona-Pandemie in seiner Heimat zu helfen. Am Sonntagmorgen fand zudem eine Verabschiedung in der Freckenhorster Stiftskirche statt.

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