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Johannes Austermann verkauft Kinosessel

Ein Stück Scala für Zuhause

Warendorf

Wo früher Züge abfuhren, sollen demnächst Filme laufen: das ehemalige Eisenbahn- und Spielzimmer von Gerrit Termeer soll zum Heimkino werden. Da kam das Angebot von Scala-Betreiber Johannes Austermann gerade recht. Er bietet – um Andrang zu vermeiden zunächst im Bekanntenkreis – die Sessel aus dem großen Saal des Warendorfer Kinos zum Verkauf an. 

Andreas Engbert

Herr über 162 Sitze: Johannes Austermann trennt sich von seinen Kinosesseln im großen Saal des Filmtheaters. Foto: Andreas Engbert

Aus gutem Grund: „Im Mai werden neue Stühle geliefert“, freut sich Austermann im WN-Gespräch, dass hinter dem Ausverkauf der Sitzgelegenheiten eine gute Nachricht steckt. Mit Hilfe der Filmförderungsanstalt sei es ihm gelungen, für den großen Saal eine neue Bestuhlung anzuschaffen. „Die neuen Sessel werden noch bequemer sein“, verspricht Austermann den Besuchern, von denen er hofft, sie schon bald wieder in den beiden Sälen begrüßen zu dürfen. Zudem löse ein schwarzer Samtstoff das Grau der jetzigen Stuhlreihen ab und ergänze sich ganz prima mit dem Grün der Wände und dem roten Teppichboden: „Der Charme des Kinos bleibt auf jeden Fall erhalten!“ Das Platzangebot für die Kinogänger, sowohl in Breite der Sitzfläche als auch in der Beinfreiheit sollen ebenfalls erhalten bleiben. Und dass, obwohl mit 168 Sitzplätzen dann sechs Sessel mehr im Saal stehen. Es werde eine zusätzliche Reihe vor der hinteren Wand des Kinos installiert. Auch praktische Tische für Snacks und Getränke sowie eine dezente Beleuchtung werde es in Zukunft geben. Ähnlich der bisherigen Bestuhlung, die 1985 installiert worden ist. Damals noch mit fest installierten Aschenbechern, von denen nur einige wenige erhalten sind, da schon lange im Kinosaal Rauchverbot herrscht. Vor neun Jahren sind die bisherigen Sessel, die früher grün waren, mit einem neuen Bezug ausgestattet worden. Zwei grüne Sessel aus jener Zeit hat Austermann noch, auch die kommen unter den „Hammer“.

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