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Christel Hoof ist Vorsitzende des Kneipp-Vereins

Eine bemerkenswerte Frau

Warendorf

Mit dem Namen von Christel Hoof verbinden viele in Warendorf den Kneipp-Verein – seit 20 Jahren ist sie in diesem Verein im Vorstand. Anderen Menschen zu helfen, das war schon früh ein besonderes Anliegen für Christel Hoof. Ehrenamtlich startete die Warendorferin bereits mit 14 Jahren zu arbeiten.

Von Marion Bulla

Christel Hoof engagiert sich ehrenamtlich in verschiedenen Vorständen. Anderen Menschen zu helfen, ist für sie eine echte Herzensangelegenheit, die sie seit vielen Jahren lebt. Foto: Marion Bulla

„Ich habe den Ehrgeiz, etwas zu bewegen und nicht nur zu verwalten. Es geht mir darum, immer wieder neue Dinge für unsere Mitglieder zu finden und anzubieten“, betont Christel Hoof. Seit knapp 20 Jahren ist die heute 76-Jährige im Vorstand des Warendorfer Kneipp-Vereins aktiv. 2010 wurde sie zur Ersten Vorsitzenden gewählt und lenkt seither die Geschicke des rund 600 Mitglieder starken Vereins.

Miteinander als Herzensangelegenheit

Das Miteinander, der Austausch und die Kommunikation seien ihr eine Herzensangelegenheit. „Ich wollte immer eine Kneipp-Familie“, betont die zweifache Großmutter. Das ist gelungen, als der Verein vor zwölf Jahren das Haus an der Beelener Straße 15 b anmietete. „Wir hatten ja vorher keinen Mittelpunkt, sondern waren auf mehrere Häuser verteilt. Seitdem wir hier beheimatet sind, sind wir eine tolle Gemeinschaft und haben hier das Miteinander gestärkt“, sagt Christel Hoof, die sich seit sechs Jahren ebenso im Vorstand des Kneipp-Vereins Münster engagiert. Viele Jahre war sie zudem im Vorstand des Kneipp-Landesverbandes.

Ehrenamtlich ist sie aber schon viel länger unterwegs. Bereits mit 14 Jahren half sie im Krankenhaus in Remscheid aus. Später in der Suchtberatung. „Das, was man gibt, kommt als Dankbarkeit doppelt und dreifach zurück“, strahlt die gelernte Verwaltungsangestellte. Schon ganz früh hätte sie den innigen Wunsch gehabt, genug finanzielle Mittel zu haben, um ein Haus zu bauen für Menschen in Not. Anderen zu helfen, das habe ihre Mutter sie gelehrt, so Christel Hoof. Die Mutter sei zwar nicht ehrenamtlich unterwegs gewesen, habe aber immer ein offenes Ohr für Andere gehabt. „Sie war ein mitfühlender Mensch und hatte ein gutes Herz.“

Vereinsvorsitz bereitet Freude

Den Vorsitz im Kneipp-Verein inne zu haben, das macht der 76-Jährigen Spaß. Sie koordiniert gern und freut sich, wenn sie in glückliche Gesichter schaut. Etwa bei den Fahrten, die Christel Hoof leitet, beim Stammtisch oder bei den Spielenachmittagen.

„Ich halte die Kneippsche Lehre für gut, bin sehr für Vorsorge und ein großer Fan von Ganzheitlichkeit. Man muss seine Gesundheit nicht beim Arzt oder Apotheker abgeben. Bei Kneipp kann man mit wenig Mitteln viel für seine Gesundheit tun“, ist die zweifache Mutter überzeugt. „Ehrenamtliches Engagement halte ich in unserer Gesellschaft für unverzichtbar. Es vermittelt Sinnhaftigkeit im eigenen Leben und bringt neben der Pflicht auch viel Freude. Nicht alle Aufgaben können durch den Staat übernommen werden. Wir leben in einer Solidargemeinschaft und somit ist es wünschenswert, wenn sich viele Menschen einer ehrenamtlichen Aufgabe widmen zum Nutzen aller“, sagt sie.

Neben der ganzheitlichen Kneippschen Methode hat Christel Hoof noch eine weitere Leidenschaft. Sie liebt die Berge. „Leider kann ich aus gesundheitlichen Gründen keine Bergwanderungen mehr machen“, sagt sie mit ein wenig Wehmut in der Stimme.

Aus dem Vorstand soll ein Team werden.

Christel Hoof ist eine bemerkenswerte Frau, die sich vor allem um andere Menschen kümmert, aber nun darüber nachdenkt, sich zurückzuziehen. „Ich habe zwei Enkel in Berlin und viel zu wenig Zeit für sie“, bedauert sie. Auch aus diesem Grund soll der Vorstand langfristig zum Vorstandsteam werden. „Aber einer muss dennoch den Karren ziehen und den Überblick haben. Das ist einfach so“, gibt die Kneippianerin zu bedenken.

Übrigens hat sich auch der Landessportbund NRW dem Thema „Ehrenamt“ gewidmet. Im Rahmen seiner Sportehrenamt-Tour gastiert er am 3. September von 14 bis 17 Uhr beim Kneipp-Verein. Dabei werden Engagierte für ihr Ehrenamt belobigt. An diesem Tag gibt es ein buntes und kurzweiliges Infotainment-Programm mit Gewinnspielen und Bewegungsangeboten des Kneipp-Vereins. Der Verein ist einer von 30 Stationen in NRW, wo die Tour einen Stopp einlegt, um die im Ehrenamt tätigen zu würdigen

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