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Kirmes zum Hochfest Mariä Himmelfahrt

Einmal Riesenrad frei für Marias

Warendorf

Samstag um 15 Uhr öffnet die Mariä-Himmelfahrtskirmes. Rund 100 Beschicker sind da, es gibt wieder Rasantes, Spannendes und Leckeres.

Davon gibt es nur zwei in Deutschland: Der „Big Spin“ ist ebenfalls auf der Kirmes. Das Fahrgeschäft sei ausdrücklich nur etwas für Hartgesottene, sagt Bernhard Kracke (kl. Bild).„Tom der Tiger“ ist eine Achtbahn, auf der auch die kleineren Rummelfans Foto: Jörg Pastoor

Das Wetter? Passt. Corona? Spielt aktuell keine so große Rolle. Und überhaupt: „Wir haben bei anderen Kirmessen zehn bis 30 Prozent Besucherplus.“ Damit rechnet Bernhard Kracke auch für die Sommerkirmes zu Mariä Himmelfahrt. Der Sprecher der Schausteller – rund 100 sind auf Lohwall und Linnenwiese dabei – und Vorsitzende des Schaustellerverbands Weser-Ems ist gespannt auf den Rummel in Warendorf. Und weiß: „Die Leute auch!“

Das erste Mal seit Langem, das fiel Veranstaltungsprofi André Auer beim Presserundgang auf, gibt es bei der Himmelfahrtskirmes wieder ein Riesenrad. Ein neues noch dazu: Es sei gerade mal vier bis sechs Wochen alt, schätzt Sprecher Kracke. Das 2,4 Millionen Euro teure Fahrgeschäft hat außer technischen Neuerungen für einen schnelleren und weniger personalintensiven Aufbau auch barrierefreie Kabinen. „Da können auch Fahrgäste mit dem Rollstuhl mitfahren.“

Schaustellersprecher Bernhard Kracke

Der „Big Spin“ liefert seinen Fahrgästen pressluftbetriebenes Auf und Ab. Das sei etwas für Hartgesottene, sagt Bernhard Kracke. Von diesem Typ Attraktion gebe es in Deutschland nur zwei.

Familiengerecht deutlich harmloser ist die Achterbahn „Tom der Tiger“, eine Dschungelreise auch für Kleinere.

So neu ist die „New World 3000“ nicht mehr – aber für Jahrmarktmann Kracke ein Beispiel für etwas, das Mancher vielleicht mit dem grell leuchtend-lauten Kirmesbild nicht überein bringt: Nachhaltigkeit. „Der Simulator ist erst vor ein paar Wochen mit neuester Technik modernisiert worden. Mit 3D-Brillen, Wind- und Nebelmaschine. Und über 20 verschiedenen Simulationen.“ Das zeige: Auch nicht mehr ganz so moderne Geschäfte könnten sich anpassen.

Jeder Fahrgast verbraucht ein halbes Kilowatt Strom

In Sachen Energie- und Ökobilanz sei die Schaustellerei ohnehin vorne dabei. LED-Birnen, Bio-Hydrauliköl, keine Fahrscheine, sondern unverwüstliche, immer wieder verwendbare Chips – das lasse sich unterm Strich klar quantifizieren. „Jeder Fahrgast verbraucht etwa ein halbes Kilowatt Strom.“ So ein Höhenfeuerwerk wie am Dienstag ab etwa 22 Uhr? „Erzeugt so viel CO² wie eine vierköpfige Familie beim Grillen mit Holzkohle.“ Bernhard Kracke und Kollege freuen sich schon aufs Warendorfer Rummelvolk. „Wir bringen Menschen zusammen.“ Das sei die Aufgabe der Schausteller.

Apropos Nachhaltigkeit: Den Ballonstart für die Kleinen gibt es diesmal nicht, stattdessen eine Lebkuchenherzen-Lotterie. Fünf Zahlen gewinnen eine Bummeltüte. Und am Sonntag darf vor der eigentlichen Öffnung (12 Uhr) jede Maria, die den Namen im Ausweis trägt, eine Runde gratis im Riesenrad drehen.

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