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Prinzenproklamation 2023 in der Kaserne

Einmalige Übergangslösung

Warendorf

Für 2023 hat die Warendorfer Karnevalsgesellschaft ihre Prinzenproklamation unter Dach und Fach. Im Jahre 2024, wenn die Warendorfer Jecken ihren 111. Prinzen proklamieren, ist die WaKaGe wieder heimatlos. „Wir wissen noch nicht, wo wir dann die Prinzenproklamation feiern werden“, forderte WaKaGe-Präsident Hermann-Josef Schulze Zumloh eine klare Aussage von Stadt und Politik zu einer Veranstaltungshalle in Warendorf.

Von Joachim Edlerund

Freuen sich auf die Prinzenproklamation am 21. Januar 2023 in der Sportschule der Bundeswehr (v.l.): Foto: Foto: Joachim Edler

Für 2023 hat die Warendorfer Karnevalsgesellschaft ihre Prinzenproklamation unter Dach und Fach. Einmalig springt die Sportschule der Bundeswehr am 21. Januar 2023 ein und stellt den Karnevalisten die Sporthallen A und B zur Verfügung. Das ist vertraglich gesichert. Oberst Rüdiger Jorasch machte damit das Versprechen seines Vorgängers Michael Maul wahr: „Ich fühle mich an die Zusage meines Vorgängers gebunden“, sagte Jorasch auf der Pressekonferenz am Mittwoch.

Die Sportschule helfe gerne, sagte der Oberst, sprach aber von einer „einmaligen Überagslösung“. „Grundaufgabe der Bundeswehr ist es nicht, Karnevalsveranstaltungen durchzuführen“, so Thomas Goldschmidt, Leiter des Bundeswehrdienstleistungszentrums Münster und verantwortlich für die Ausarbeitung des Vertrages mit der WaKaGe.

Im Jahre 2024, wenn die Warendorfer Jecken ihren 111. Prinzen proklamieren, ist die WaKaGe wieder heimatlos. „Wir wissen noch nicht, wo wir dann die Prinzenproklamation feiern werden“, sagte WaKaGe-Präsident Hermann-Josef Schulze Zumloh. Der Druck auf Stadt und Politik wachse. Schulze Zumloh forderte Stadt und Politik auf, endlich Farbe zu bekennen: Seit 20 Jahren sei das Thema einer fehlenden Veranstaltungshalle in der Kreisstadt bekannt, doch passiert sei bis heute nichts. „Das ist unbefriedigend für das ehrenamtliche Engagement.“

Es sei eine große Herausforderung gewesen, für 2023 eine Veranstaltungshalle zu finden, in der ein qualitativ hochwertiges Programm abgespult werden kann und bei der auch die Infrastruktur passt. Schulze Zumloh bedankte sich beim Kommandeur der Kaserne: „Erstmals hat die WaKaGe einen Vertrag mit der Bundesrepublik Deutschland abgeschlossen. Das ist für die Karnevalsgesellschaft ein neuer Schritt.“

Corona, Weltpolitik, Inflation, Zukunft des Kolpinghauses und immer noch keine Veranstaltungshalle in der Kreisstadt – für die Narren sei es eine „ ungewisse Zeit“. Im vergangenen Jahr hatte die Pandemie den Narren kurz nach dem Auftaktfest im November erneut einen Strich durch die PriPro gemacht. „Bewährtes erhalten und Neues wagen“ gab Schulze Zumloh die Parole heraus. Beim Programm in der Kaserne, Eingang Lange Wieske, wollen die Narren keine Abstriche machen. Bei der Anzahl des Publikums müssen sie dies allerdings: Denn die Halle A der Sportschule der Bundeswehr (1200 Quadratmeter) wird ein Viertel weniger Gäste aufnehmen können als die Kreienbaumhalle mit ihren 1900 Quadratmetern, die den Narren nicht mehr zur Verfügung steht. In Zahlen: nicht mehr als 800 Personen dürfen sich in der vollständig mit Filzbelag ausgelegten Halle befinden, einschließlich WaKaGe-Aktive. Es werden wohl an die 700 Eintrittskarten verschickt werden. Ob der Preis von 38 Euro pro Karte gehalten werden kann, ließ der WaKaGe-Präsident offen und sprach von einer Preisanpassung. Die vor der PriPro gesetzte Seniorenveranstaltung hat einen neuen Namen bekommen: „WaKaLopp“. In Anspielung auf Aufgalopp in der Stadt des Pferdes.

Schulze Zumloh vermochte noch nichts zu den Preisen zu sagen, da die WaKaGe erst vor 14 Tagen mit der Absage der WaKaGe-Band um Klaus Hoffmann überrascht worden sei. „Es wird eine neue Band auf der PriPro spielen, die Verträge sind aber noch nicht unterschrieben.“ Der WaKaGe-Präsident rechnet mit zwei ausverkauften Veranstaltungen am 21. Januar. Festwirt bleibt „Vedder Premium-Event.“ Eine Live-Übertragung wird es diesmal nicht geben. „Wer die PriPro sehen möchte, muss vor Ort sein.“

Beim PriPro-Programm, das Anfang Dezember vorgestellt wird, wollen die Narren keine Abstriche machen und gaben gestern schon mal einen kurzen Ausblick: Verabschieden wird sich Frank Hülsbusch als Prinz und bereits beim WaKaGe-Auftaktfest am kommenden Samstag als Oberhofsänger. Neue Hofsängerin der WaKaGe wird Linda Weissink. Überraschungsgast auf der PriPro ist Holger Blüder am Piano, Leiter der Schule für Musik im Kreis Warendorf. Magisch wird es mit „Chapeau Bas“. Und Sascha Klaar wird ein musikalisches Spektakel zünden, bevor der neue Prinz kütt...

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