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Himmelfahrts-Rummel 2022 ohne Einschränkungen

Endlich wieder Kirmes!

Warendorf

Dass dem Bürgermeister beim Fassanstich ein Glas zu Bruch ging? Egal. Hauptsache Kirmes!

Von Jörg Pastoor

Ein Schlag, zwei Wirkungen: Bürgermeister Peter Horstmann zapft das Fass spontan an, erwischt dabei im gleichen Schwung das Bierglas in der Hand von Mal ganz eng zusammengerutscht (werden). Den „Musik-Express“ kennen auch schon Mama, Papa, Oma und Opa. Spaß macht er immer noch allen, die sich trauen.„Tom der Tiger“ ist komplett familienkompatibel, dabei aber keine Spur langweilig.Huiiiii: Im „Big Spin“ ging es mächtig rund und auf und ab. Zeitweise stauten sich die Mutigen, bis es ins Getrudel gehen konnte. Das Riesenrad (r.) hatten offenbar viele vermisst. Auch dort gab es Andrang.Hunger? Hot Dogs! Oder Churros. Oder Fischbrötchen. . .Der „Break Dance“ startet langsam, steigert sich dann aber schnell. Die Fliehkräfte ließen Haare fliegen und Fahrgäste jubeln. Hmmmmm: Paradiesäpfel gehören immer dazu.Halloooo! Für die Kleinen gab es auch genug auszuprobieren. Foto: Jörg Pastoor

Dass alle wieder richtig Kirmes feiern können, war gefühlt der Gewinn für alle. Zu Beginn der Himmelfahrtskirmes 2022 gab es fünf Gewinner mehr: Klein Paul Jeromin (getragen von Papa Thorsten), Luca Maximilian Becker, Luca und Leon Laudick und einen kleinen Jungen, der ungenannt bleiben muss, weil er aus Angst gleich zur Oma floh. Sie alle hatten Samstagnachmittag jedenfalls durch ihre Lebkuchenherz-Losnummer eine Bummeltüte für den Rummel gewonnen, eine Grundversorgung mit Fahrchips.

Schaustellersprecher Bernhard Kracke

Bürgermeister Peter Horstmann hatte die Gäste der Eröffnungszeremonie am „Musik Express“ begrüßt und seine Premiere als Kirmes-Eröffner vor sich. Er dankte Schaustellern, Mitarbeitern der Verwaltung und des Bauhofs, Rettungsdiensten und Polizei sowie Marktmeisterin Julia Heidkamp für ihre Arbeit und begrüßte besonders alle Kinder. Horstmann stimmte Schaustellersprecher Bernhard Kracke zu, der sich nach drei fast ganz jahrmarktfreien Jahren freute und „die Wichtigsten, nämlich Sie, unsere Volksfestgäste“, begrüßt hatte: „Der Linnenpark ist sicher nicht das Gleiche wie Kirmes.“

Danach wurde es handfest. Horstmann stach das Freibierfass an – und das mit einem Schlag. Der kostete zwar das in der Hand von Schausteller Björn Laffontien, aber Scherben bringen ja Glück.

Für die Rummel-Bummler am ersten Tag dann auch mit dem Wetter hatten, weil die grauen Wolken ganz regenfrei vorüberzogen.

Gegen Abend kamen dann vom Kirmeszugang Dreibrückenstraße eher ungewohnte Klänge. Was an Ralf Langenscheidt, dem singenden Wirt, lag. Ja, der singt auch wirklich selbst, lässt das aber vor allem die Gäste tun: Kirmes-Karaoke eben. An vier Bildschirmen flimmerten die Liedtexte für alle, die es können. Oder wenigstens versuchen.

Bürgermeister Peter Horstmann

Neben der ernährungstechnischen Grundversorgung von Pommes und Grill-Klassikern, Langos, Churros und Burgern, würzige Champignon-Pfanne oder anderem ging auch Süßes aller Art über die Theken – den neu vertretenen Bubble-Tea inbegriffen.

Nach anfänglich etwas überschaubarerem Interesse musste kein Fahrgeschäft länger auf Gäste warten. Aus dem Kunstnebel des erstmals in Warendorf zu genießenden „Big Spin“ von Welte gellten bald die ersten spitzen Schreie der durchgeschüttelten und -gewirbelten Testpiloten. Auch für Kleinere, öfter von Oma und/oder Opa begleitet, boten Petters Großflächen-Autoscooter, der „Twister“ von Familie Deinert und andere, sanfter zu genießende Attraktionen wie die Achterbahn „Tom der Tiger“. Zu Fuß, aber spannend wie im Film erlebte, wer sich im „Geister Hotel“ seine Gänsehaut-Schauer abholte.

Bis Dienstag hat der Himmelfahrts-Rummel geöffnet (15 bis 23 Uhr). Glänzender Schlusspunkt dann: das Brillantfeuerwerk gegen etwa 22 Uhr.

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