1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Warendorf
  6. >
  7. Erfolgreicher Blutspendetag am Berufskolleg

  8. >

Regelmäßiges Projekt der Oberstufe mit dem DRK

Erfolgreicher Blutspendetag am Berufskolleg

Warendorf

Am Berufskolleg verzeichnete der Blutspendetag einen tollen Erfolg. 54 Blutspenderinnen und Blutspender haben daran teilgenommen, auch zahlreiche Erstspenden waren zu verzeichnen.

Erfolgreicher Blutspendetag am Berufskolleg:  Viele freiwillige Spender beteiligten sich am Blutspendetag.  Foto: Berufskolleg

Die Blutspende hat eine wichtige Bedeutung, da in Krankenhäusern beispielsweise bei geplanten Operationen oder in der Onkologie Blutkonserven vorgehalten werden müssen. Bei Unfällen mit hohen Blutverlusten ist es für die Unfallopfer von besonderer Bedeutung, dass in den Kliniken Blutvorräte vorhanden sind. Aus diesem Grund finden regelmäßig Blutspendetermine in Schulen oder anderen Gemeinschaftseinrichtungen statt. Tobias Cartus, Referent beim DRK-Blutspendedienst, betont, dass die Blutspendeaktionen an Schulen eine besondere Bedeutung hätten, da viele Erstspenderinnen und Erstspender  angesprochen werden könnten.

Am Paul-Spiegel-Berufskolleg gehört der jährliche Blutspendetermin seit über 20 Jahren zu den fest etablierten Terminen im Schuljahr, heißt es in einer Pressenotiz des Berufskollegs.  Für die Organisation und Durchführung ist die Oberstufe der Fachoberschule Gesundheit/Soziales im Rahmen eines Projekts verantwortlich. In diesem Jahr hat die FOSO2 unter Begleitung von Fachlehrerin Kristina Köhne-Ernst das Blutspendeprojekt durchgeführt. Im Unterricht wurde  in Gruppen erarbeitet, welche Bedeutung die Blutspende für das Gesundheitssystem hat, wie eine Spende abläuft, was unter einer Stammzelltypisierung zu verstehen ist und welche Bedeutung das AB0-Blutgruppensystem hat. Die Gruppen gestalteten Präsentationen zu den genannten Themen und stellten diese  am Blutspendeinformationstag in der Pausenhalle des Berufskollegs vor.

Infopräsentation in der Pausenhalle

Eine weitere Gruppe war für die Akquise von Spenderinnen und Spendern verantwortlich und verteilte selbstgestaltete Werbeplakate im Schulgebäude. Durch diese Aktion konnten 45 Blutspender gelistet werden. Am Blutspendetag hat die Klasse das Entnahmeteam vom DRK-Blutspendedienst beim Empfang, der Anmeldung, beim Catering und bei der Betreuung der Spenderinnen und Spender nach der Blutspende unterstützt. Zeitgleich informierte eine Mitarbeiterin der Westdeutschen Spenderzentale (WSZE) über die Stammzelltypisierung, die mittels Abstrichs aus dem Mundraum oder bei der Blutentnahme erfolgen kann. Es konnten 17 potenzielle Knochenmark- und Stammzellenspender für die Datenbank registriert werden. Die WSZE sucht genetische Zwillinge, um an Leukämie oder anderen Erkrankungen des blutbildenden Systems erkrankten Menschen helfen zu können.

Insgesamt sind 54 blutspendewillige Personen zur Blutspende erschienen. Besonders sei  hervorzuheben, dass 39 Erstspender teilgenommen haben, so das Berufskolleg.  Das Team des DRK konnte 47 Blutkonserven entnehmen. Leider mussten einige potenzielle Spender abgewiesen werden, weil sie die Voraussetzungen zur Blutspende nicht erfüllt haben (mindestens 18 Jahre alt sein, Gewicht über 50 Kilo, Vorlage eines gültigen Personalausweises). Wichtig sei es allemal, vor einer Blutspende ausreichend zu trinken und zu essen, um Kreislaufproblemen vorzubeugen.

Mit den Eltern zur Blutspende

 Dominik Markfort aus der FOSO2 konnte seine Eltern für die Blutspende gewinnen und hat gemeinsam mit ihnen Blut gespendet. „Wenn meine Eltern spenden, dann entschließe ich mich spontan auch zur Blutspende“, erklärte er. Für Tom Schellhammer aus der GW13A war es selbstverständlich, dass er sich zur Blutspende gemeldet hat: „Meine Eltern spenden auch regelmäßig, da war für mich klar, dass ich ab meinem 18. Geburtstag auch spenden möchte“. Eine ähnliche Motivation hatte Katarzyna Kortwinkel aus der FSPO1, die betonte, dass sie immer schon Blut spende wollte. Ein Plakat hat Omar El Akhras aus der HHBU1 zur Blutspende motiviert. „Auf dem Plakat stand, dass 93 Prozent der Bevölkerung kein Blut spenden würden und ich wollte mit meiner Spende zu den sieben Prozent dazugehören, die etwas für andere machen.“ 

Startseite