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50 Jahre Haus der Familie

„Erfolgsgeschichte am Puls der Menschen“

Warendorf

Wenige offizielle Worte, leckere Manakish und viel Zeit zum Plaudern: Das Team des Hauses der Familie hat (sich) gefeiert.

Von Jörg Pastoor

Exemplare aller in den 50 Jahren aufgelegten Programmhefte lagen zum Nachschlagen aus – beginnend mit 1972. Foto: Jörg Pastoor

Die Zahlen – 2000 Kurswochen, 30 000 Kurse und eine knappe halbe Million Teilnehmer – hatte Benedikt Patzelt schon bei Beginn des Feiermarathons genannt. Dienstagabend ging es auf dem Marienkirchplatz um die Menschen, die hinter diesen Zahlen und für sie stehen: das Team des Hauses der Familie. Der „eigentliche“ Festakt zum 50-Jährigen kam einer Gartenparty gleich, bei der sich auch alte Kollegen wie Freunde begegneten, von Leiter Patzelt begrüßt.

Dieser Abend sei als Dank zu verstehen, meinte er, Dank an die, ohne die dieses Stück Bildungsgeschichte nicht denkbar gewesen sei: Hauptamtliche, Dozenten, aber immer auch Teilnehmer, denn: „Bildung funktioniert nicht ohne Teilnehmer.“ Alle hätten, so viel verriet Benedikt Patzelt, die Folgen von Corona aushalten und ihre Arbeit umstellen müssen. Umso größer die Erleichterung nach dem letzten Lockdown: „Alle haben sich über die Kinderwagen im Flur gefreut.“

HdF-Leiter Benedikt Patzelt

Moderatorin Isabella Matic übergab an Peter Horstmann. Der Bürgermeister stufte die Epoche des „HdF“ als „50-jährige Erfolgsgeschichte“ ein, und zwar „immer am Puls der Zeit für die Menschen hier in Warendorf“. Hier werde Wir-Gefühl gestiftet, werde Menschen geholfen, Antworten auf Fragen in bestimmten Lebensphasen zu finden – etwa Menschen, die Eltern werden und sind.

Mit der „bodenständigen und familiären Art“ der Bildungsvermittlung wisse die Stadt im Haus der Familie um einen „starken Partner für Sozialberufe und Ehrenamt“. Und der habe mit gutem Grund einen exzellenten Ruf über die Grenzen Warendorfs hinaus.

Kontinuität und Veränderung – mit dem Augenmerk auf diese Konstanten auch in der Bildungsarbeit begannen Peter Lenfers‘ Worte an die Männer und Frauen im abendlichen Schatten der Bäume vor der Marienkirche. Der Kreisdechant und Vorsitzende des katholischen Bildungsforums findet die Wurzeln des kirchlichen Bildungsauftrags im christlichen Handeln. Die Arbeit im Haus der Familie geschehe „in der positiven Überzeugung, dass wir der Welt etwas Gutes zu sagen und mitzugeben haben“. Die Vermittlung von Fertigkeiten und Haltungen in diesem Haus sei „aus der Bildungslandschaft nicht wegzudenken.“

Lenfers passte ein selbstverfasstes Gedicht zum 40-Jährigen des Hauses der Familie an und wünschte allen mitarbeitenden Menschen allzeit alles Gute.

Bildungsforums-Vorsitzender Peter Lenfers

Damit überließ die Regie die von einem Wortgottesdienst in St. Marien eröffnete Feier die Gäste sich selbst. Wie gut die Stimmung bei passendem Augustwetter war, zeigte sich Augenblicke nach der Übernahme des nächsten Teils durch die Schauspieler des Improtheaters „RatzFatz“: entspanntes Gelächter von Anfang an für alle, die sich ins drehbuchlose Stegreifgeschehen einbinden lassen wollten. Die Anderen nutzen die Gelegenheit zum Plaudern über alte und ältere Zeiten, genossen Getränke und leckere Manakish der syrischen Initiative „Elbèn“. Die stehe für das, was auch das Haus der Familie verkörpere, hatte Isabella Matic vorangeschickt: Austausch mit anderen Menschen und Kulturen. Damit begann der gemütlichste Teil des 50-Jahre-Programms.

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