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Schulleiterin Ilka Pelke offiziell eingeführt

Erster Tag nicht nur für i-Dötzchen

Hoetmar

Offiziell hatte Ilka Pelke, Leiterin der Dechant-Wessing-Schule, am Mittwoch ihren ersten Schultag. Genau wie die i-Dötzchen. In einer Feierstunde wurden die Neuen von der Schulgemeinschaft begrüßt.

Von Joke Brockerund

Sechs Jahre lang hatte Dorothee Nottebaum (l.) die Geschicke der Dechant-Wessing-Schule kommissarisch geleitet. Neue Schulleiterin ist Ilka Pelke, die am Mittwoch offiziell ihren ersten Schultag hatte.Die 35 Erstklässler und ihre Eltern durchschritten ein Spalier, das die älteren Schüler und die Lehrer auf dem Schulhof bildeten.Mit einem ökumenischen Gottesdienst unter freiem Himmel, zelebriert von Pfarrer Stefan Döhner, Pastoralreferent Sebastian Bause und Dr. Gunter Tönne am Keyboard begann die Einschulung der Erstklässler.Mit Gesangseinlagen wurden die Erstklässler von den älteren Schülerinnen und Schülern begrüßt. Foto: Joke Brocker

Ob den 35 i-Dötzchen der Dechant-Wessing-Schule bewusst war, dass ihnen an ihrem ersten Schultag eine ganz besondere Ehre zuteil wurde? Wahrscheinlich nicht. Dass Bürgermeister, Schulamtsleiter und Erster Beigeordneter am Mittwoch der Einschulungsfeier der Klassen 1a und 1b beiwohnten, sich an Schul-Songs und Anlaut-Rap erfreuten, mit denen die älteren Schüler die „Neuen“ begrüßten, ist aber keineswegs die Regel und hatte einen besonderen Grund.

Nicht nur die Kinder, sondern auch Ilka Pelke, neue Leiterin der Hoetmarer Grundschule, hatte am Mittwoch ihren ersten Schultag in der neuen Wirkungsstätte. Offiziell. Denn eigentlich macht sich die Pädagogin, die mit ihrer Familie im benachbarten Westkirchen lebt und die Dechant-Wessing-Schule schon länger aus der Ferne „beobachtet“ hatte, seit Mitte Juni mit der pädagogischen Arbeit des Teams um Dorothee Nottebaum, sechs Jahre lang kommissarische Schulleiterin, vertraut.

Stets um das Wohl der ihnen anvertrauten Kinder bemüht und technisch gut ausgestattet, hatten die Pädagogen – auch in Zusammenarbeit mit den Eltern – die Monate im Zeichen von Distanz- und Wechselunterricht gemeinsam gewuppt. Wie eng die Schule mit dem SC Hoetmar als Träger der OGS verzahnt ist und wie wichtig ihre Rolle im Dorfleben ist, habe die neue Schulleiterin, die sehr offen auf alle Mitarbeiter zugegangen sei, bereits erkannt, bemerkte Dorothee Nottebaum, als sie Ilka Pelke offiziell begrüßte. Die neue Schulleiterin sei zielstrebig und fleißig und bringe viele neue Ideen für die weitere Entwicklung der Schule mit.

Mit kurzen Grußworten, Blumen und Präsenten dankten Bürgermeister Peter Horstmann, Paul Schwienhorst und Ludger Kortenjann (beide Dorfwerkstatt) sowie Heinz Brinkmann und Michael Krahn (beide SC Hoetmar) Dorothee Nottebaum für ihr großes Engagement während der zurückliegenden sechs Jahre und begrüßten Ilka Pelke.

Die 47-Jährige, seit 17, 5 Jahren Lehrerin, hatte bis Ende des vergangenen Schuljahres in der Primus Schule Münster gearbeitet, diese Modellschule im Stadtteil Berg Fidel mitaufgebaut. Mit Interesse vernahmen die Eltern der Erstklässler, wie sich Ilka Pelke eine gute und zukunftsfähige Schule vorstellt. Schule, in der richtig und nachhaltig gelernt werden sollte, müsse auf den gesellschaftlichen Wandel reagieren, Kinder dazu befähigen, mitzuentscheiden. „Inklusion muss selbstverständlich sein“, bemerkte Pelke. Separieren gefährde den Zusammenhalt der Gesellschaft. Diese sei vielfältig, eine Homogenisierung weder notwendig noch sinnvoll. Bei aller Digitalisierung, in vielen Kontexten ein Gewinn, dürften Spiel und analoges Lernen nie vergessen werden.

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