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Austausch in Glanerbrug: Viele Ideen für ein einfacheres Miteinander

„Euregio macht Grenzen sichtbar“

Warendorf

Obwohl Warendorf eher im östlichsten Teil der Euregio-Region liegt, bietet diese länderübergreifende Verbindung doch unglaubliche Chancen. Das zeigte jüngst das Kennenlerntreffen von Bürgermeister Peter Horstmann mit Euregio-Vertretern im Tageszentrum Glanerbrug. Zahlreiche Ideen für ein vereinfachtes Miteinander über Grenzen hinaus wurden besprochen.

Von und

Im gegenseitigen Austausch waren (v. l.) Christoph Almering, Bürgermeister Peter Horstmann und Dr. Gerd Reuter vor dem Euregio-Tagungszentrum in Glanerbrug Foto: Stadt Warendorf

Schauen wir mal, wo das Schiff strandet – in niederländischen Worten: We zien wel waar het schip strandt.

Kurioses, aber auch ganz Konkretes stand laut einer Pressenotiz der Stadt Warendorf im Fokus eines Kennenlerntreffens von Peter Horstmann, Bürgermeister der Stadt Warendorf, Christoph Almering, Geschäftsführer Euregio, und Dr. Gerd Reuter, Leiter Politik/Memorandum Münsterland - Oost-Nederland, das kürzlich im Euregio-Tagungszentrum in Glanerbrug stattgefunden hat. Bürgermeister Horstmann zählt derzeit zu den Mitgliedern des Kreises Warendorf im Euregio-Rat, dem politischen Organ des binationalen Zweckverbands Euregio.

Zahlreiche Aha-Momente

Spannend seien die zahlreichen Aha-Momente gewesen, die den intensiven, rund dreistündigen Austausch begleitet und so manch vielversprechende Kooperationsmöglichkeit aufgezeigt haben.

Einige Highlights im Überblick: Ein längerer Blick fiel auf die Expertise der Niederländer in puncto Fahrrad und Radwegeinfrastruktur – erfreulicher Impuls, dass die Suche nach einem Warendorfer Mobilitätsmanager auch auf dem niederländischen Arbeitsmarkt auf Interesse stoßen könnte.

Naheliegend auch, so die Pressenotiz, dass die Bewerbung der Stadt Warendorf um die Ausrichtung der Landesgartenschau 2026 thematisiert wurde – erfreulicher Impuls, welch spannende infrastrukturelle, wirtschaftliche und touristische Anknüpfungspunkte eine Warendorfer Landesgartenschau an den kürzlich von der Euregio veröffentlichten Masterplan für eine Fahrradverbindung von Zwolle bis nach Münster bieten könnte.

Vier Themenschwerpunkte

Entlang der vier Themenschwerpunkte des Memorandums Oost-Nederland-Münsterland Bildung, Arbeitsmarkt, Wirtschaft sowie Infrastruktur entwickelten sich weitere Ideen eines wechselseitigen Lernens. Einige Beispiele: Sei es eine Stippvisite des Euregio-Stampodcast (ein Podcast der Euregio und der Euregio-Youth über das Leben in der deutsch-niederländischen Grenzregion aus Sicht ihrer Jugend) zur alljährlichen Berufsorientierungsmesse in Warendorf, die Präsentation der Euregio während der Wirtschaftsschau „Warendorfer Maiwoche“, ein grenzüberschreitender Austausch zu Raumkonzepten und kommunalen Arbeitswelten der Zukunft, die Integration grenzüberschreitender Ausbildungsbausteine bei der Stadt Warendorf in Kooperation mit einer der 25 niederländischen Mitgliedskommunen, ein deutsch-niederländisches Kinofestival, die Einbindung der Euregio in die Planungen eines S-Bahn-Netzes für das Münsterland oder die Unterstützung der lokalen Wirtschaft durch regelmäßige Informationsangebote der Euregio vor Ort in Warendorf.

Wechselseitige Chancen

So viele wechselseitige Chancen eines wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Miteinanders in der Euregio-Region. Umso erfreulicher war die Botschaft des Euregio-Geschäftsführers zu dem jüngst durch die EU-Kommission beschlossenen Verbleib des Kreises Warendorf im Interreg-Fördergebiet, wodurch wichtige Finanzierungs- und Förderstrukturen für grenzüberschreitende Projekte im Rahmen der Förderperiode Interreg VI (2021 bis 2027) erhalten bleiben. In der jetzt auslaufenden Periode flossen allein 450 000 Euro an EU-Fördermitteln in den Kreis Warendorf.

„Euregio macht Grenzen sichtbar. Erst, wenn wir verstehen, wo wir den beruflichen und privaten Alltag der Menschen künstlich verkomplizieren, können wir gemeinsam sinnvolle Lösungen entwickeln. Wir müssen daher auf allen politischen regionalen, nationalen wie auch europäischen Ebenen über Grenzen im Gespräch bleiben und gemeinsam daran arbeiten, das Euregio-Gebiet fit für die Zukunft zu machen,“ verdeutlicht Euregio-Geschäftsführer Christoph Almering.

Grenzen sichtbar machen

Die Bilanz der Beteiligten war eindeutig: Bürgerinnen und Bürger auf beiden Seiten der Grenze führen das Beste aus beiden Ländern zusammen und machen sich stark für ein einfacheres, offenes und von Wir-Gefühl geprägtes Miteinander. „Es ist ein echtes Pfund und ein Geschenk, dass Warendorf Teil der Grenzregion ist.

Warendorf als Teil von Euregio

Was wir alle am europäischen Gedanken so schätzen – Freizügigkeit, kulturelle Vielfalt, Begegnungen – verdichtet sich in der Euregio zu einem mächtigen Versprechen: Gemeinsam können wir Grenzen überall dort überwinden, wo sie einem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenwachsen entgegenstehen.

„Es ist klasse, dass ich als Mitglied des Euregio-Rates wie auch als Bürgermeister aktiv daran mitwirken kann, den Menschen in Warendorf die Chancen der Euregio näher zu bringen“, betonte Bürgermeister Peter Horstmann und sprach eine Einladung für einen Gegenbesuch in Warendorf aus.

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