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Rettungswache und Feuerwehrgerätehaus aus einem Guss?

Extra-Konferenz für komplexes Thema

Warendorf

„Für uns ist das noch nicht ausreichend begründet“, sagte Frederik Büscher (CDU) im Hauptausschuss ganz deutlich. Fragen der Gesamtkosten und der Refinanzierung für den Neubau von Rettungswache und Feuerwehrgerätehaus am Holzbach seien noch offen, so der CDU-Fraktionschef weiter. Er schlug vor, das Thema in den Mai zu schieben und im Rahmen der Haushaltsdebatte zu diskutieren.

Christopher Irmler

Nach Ansicht von Stadt und Planern ist ein Teilerhalt nicht ratsam; ein kompletter Neubau von Rettungswache und Feuerwehrgerätehaus wäre wohl die beste Lösung. Über diese Frage wollen die Politiker jetzt in einer extra anberaumten Videokonferenz diskutieren. Foto: -Architekten

Reserviert reagieren die Mitglieder des Hauptausschusses auf eine angedachte Änderung eines Ratsbeschlusses aus dem Jahr 2016. Demnach wäre neben dem Neubau einer Rettungswache auch ein umfassender Neubau des Feuerwehrgerätehauses am Holzbach beschlossene Sache.

„Für uns ist das noch nicht ausreichend begründet“, machte Frederik Büscher (CDU) ganz deutlich. Fragen der Gesamtkosten und der Refinanzierung seien noch offen, so der CDU-Fraktionschef weiter. Er schlug vor, das Thema in den Mai zu schieben und im Rahmen der Haushaltsdebatte zu diskutieren.

Erster Beigeordneter Dr. Martin Thormann brachte den Faktor Zeit ins Spiel. Man brauche „irgendwann Klarheit“. Im aktuellen Sta-

dium könne es noch keine qualifizierten Zahlen geben, betonte Thormann.

Nach wie vor steht die Frage im Raum, was mit dem Areal am Holzbach geschehen soll: Soll neben dem Neubau einer Rettungswache auch ein umfangreicher Neubau des dort ansässigen Feuerwehrgerätehauses erfolgen? Oder würde auch ein Erhalt des bisherigen Feuerwehrgerätehauses – verbunden mit einer baulichen Erweiterung ausreichen? Nach Ansicht von Verwaltung und Planern ist ein Teilerhalt nicht ratsam; ein kompletter Neubau wäre wohl die sinnvollste Lösung (die WN berichteten).

Für die große Lösung, den doppelten Neubau, hatten sich auch deren Nutzer – namentlich DRK und Freiwillige Feuerwehr – ausgesprochen. Ein formaler Beschluss liegt bislang allerdings nicht vor. Nicht nur die CDU wollte sich am Montagabend nicht festlegen. Jessica Wessels (Bündnis 90/Die Grünen) fragte nach möglichen Fördermitteln für die Feuerwehr. „Das ist eine kommunale Kernaufgabe und wird nicht gefördert“, stellte Thormann klar. Die Kosten für die Rettungswache werden allerdings langfristig gebührenfinanziert. Thormann verwies auf vereinbarte Gespräche mit den Krankenkassen.

Ursprünglich sollte sich der Rat der Stadt am 25. März mit dem Thema befassen; der Tagesordnungspunkt wurde jetzt jedoch abgesetzt.

Positiv nahmen die Ausschussmitglieder Thormanns Angebot auf, sich noch einmal im Detail mit den Plänen auseinanderzusetzen. Demnach soll eine Sitzung, die sich ausschließlich dem Themenkomplex „Wache“ widmet, angesetzt werden. In der Onlineveranstaltung solle dann „Raum für Raum“ besprochen werden, so Thormann. Statt einer sonst eher üblichen gut halbstündigen Präsentation in den Ausschüssen stünde weitaus mehr Zeit zur Verfügung, so die Idee.

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