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Runder Tisch Radverkehr stellt Konzepte vor

Fahrradstraße fürs Schulviertel

Warendorf

Der runde Tisch Radverkehr stellt in einer kleinen Serie seine Ideen für die Stärkung des Radverkehrs vor. Ein Vorschlag ist das Einrichten von Fahrradstraßen.

Ralf Grawe, Hanne Grawe und Gerd Nergert (v.l.) vom runden Tisch Radverkehr stellen die erarbeiteten Konzepte vor. Sie schlagen vor, dass in Warendorf Fahrradstraßen eingerichtet werden. Foto: Rebecca Lek

Nachdem der Runde Tisch Radverkehr das eigene Konzept an Bürgermeister Peter Horstmann gegeben hat, möchten er in einer kleiner Reihe Beweggründe und beispielhafte Auszüge auch für die Warendorfer Bürger in die Öffentlichkeit bringen. Weitere Informationen gibt es zudem auf der Website unter http://rad-waf.de/.

„Nicht wegen, sondern trotz der der Verkehrspolitik der Städte steigen immer mehr Menschen aufs Rad“, schreibt Greenpeace in einer Studie zur Verkehrssicherheit von Radlerinnen und Radlern. Das gilt sicher auch für Warendorf.

Greenpeace

Lebenswerte Städte und Gemeinden sind fahrradfreundlich. Die Förderung des Radverkehrs ist aktiver kommunaler Klimaschutz und stellt neben dem umfangreichen Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs einen ganz zentralen Baustein einer nachhaltigen Verkehrswende dar.

Außer den ökologischen Vorteilen der Verkehrsverlagerung kann eine gut ausgebaute Radinfrastruktur zudem den Tourismus unterstützen und vor allem die Verkehrssicherheit vor Ort erhöhen.

Die Zeit ist reif für die Renaissance des Radverkehrs. Zu erkennen ist es an den vielfältigen Aktivitäten auf allen Ebenen. Das Bundeskabinett hat zum Beispiel am 21. April 2021 einen Nationalen Radverkehrsplan (NRVP 3.0) verabschiedet und stellt verstärkt Mittel zur Förderung des Radverkehrs bereit. Das Dokument betont die zentrale Rolle der Kommunen für die Umsetzung des umfangreich notwendigen Infrastrukturausbaus und vieler weiterer Maßnahmen der Radverkehrsförderung.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hat gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) zum Nationalen Radverkehrskongress 2021 im April eine Publikation zur „Förderung des Radverkehrs in Städten und Gemeinden“ herausgegeben. Ihre Forderung lautet dabei: Mehr Mut beim Ausbau von Radwegen.

Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des DStGB sagt dazu: „Radverkehrsförderung ist aktive Klimaschutzpolitik und bedeutet keinen Verzicht, sondern ein Mehr an Lebensqualität für uns alle! Es kommt darauf an, die Kommunen klimafreundlich umzubauen. Der Radverkehr kann hierbei ein Treiber sein.“

Wir vom Runden Tisch Radverkehr wollen rasch erkennbare Verbesserungen für den Radverkehr erreichen. Gleichzeitig ist uns klar, eine fahrradfreundliche Kommune muss Jahr für Jahr pro Einwohnerin mindestens zehn Euro in den Radverkehr investieren. Das ist dann für Warendorf eine Größenordnung von mindestens 400 000 Euro.

Schnell umsetzbar ist die Schaffung Fahrradstraßen. Sinnvoll ist eine Fahrradstraße zum Beispiel mit der Feidiekstraße – beginnend in das Schulviertel. Eine andere Fahrradstraße könnte vom Freckenhorster Tor über In den Lampen, Königstraße, Marktplatz zum Dreisprung führen. Auch die Schaffung einer Stelle für Mobilitätsplanung innerhalb der Verwaltung ist kurzfristig möglich und macht den Vorrang des Radverkehrs deutlich.

Komplexere Lösungen erfordern mehr Zeit, müssen aber auch angegangen werden. Dazu zählt ein gutes alle Ortsteile und die Nachbarorte verbindendes Radwegenetz, die Schaffung von Stellplätzen in der Innenstadt oder die regelmäßige Absenkung von Bordsteinen. Kampagnen wie Stadtradeln, Mit dem Rad zur Arbeit oder auch der lokale Gebrauchtradmarkt sollten jedes Jahr unterstützt werden um das Interesse der Stadt am Radverkehr deutlich zu mache.

Zum Thema Radwegenetz haben wir uns Gedanken gemacht. Das Ergebnis ist in unserem Wunschradwegenetz zu finden. Zum einen gehört dazu die Verbesserung bestehender Radwege wie an der L 547 zwischen Warendorf und Freckenhorst oder den teilweise wegen des aufgelegten Schotters unzumutbaren Walgernweg nach der Trauerwaldoase. Zum anderen gehört dazu die Schaffung von neuen Radwegen wie zwischen Freckenhorst und Hoetmar oder nach Beelen. Wo die Anlage eines Radweges nicht möglich ist (Beispiel Hoetmarer und Warendorfer Straße in Freckenhorst muss das neu in die Straßenverkehrsordnung aufgenommene Verbot des Überholens von Zweirädern genutzt werden.

Mit der Übergabe der erarbeiteten Vorschläge treten wir gern in eine Zusammenarbeit mit Verwaltung, Fraktionen und Planungsbüro ein.

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