1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Warendorf
  6. >
  7. Festes Dach für die Marienbögen

  8. >

250 000 Euro teure Remise auf dem Interkommunalen Bauhof gesegnet

Festes Dach für die Marienbögen

Warendorf

Bislang lagerten die Marienbögen der Warendorfer Bogengemeinschaften ganzjährig in Containern im Freien. Das hat nun ein Ende. Am späten Freitagnachmittag wurde auf dem Interkommunalen Bauhof am Holzbach eine Remise gesegnet, in denen die kostbaren Bögen nun sicher untergestellt werden können.

Joke Brocker

Die Vorsitzenden der Bogengemeinschaften waren zur Segnung der Halle, in der ab sofort die kostbaren Marienbögen eingelagert werden, erschienen. Josef Dreischulte überreichte Bürgermeister Axel Linke ein Bild mit Miniaturen der Warendorfer Marienbögen. Foto: Joke Brocker

„Die Bogengemeinschaften rücken unter ein Dach“, bemerkte Kreisdechant Peter Lenfers, als er am späten Freitagnachmittag, gemeinsam mit dem evangelischen Pfarrer Herwig Behring, eine funkelnagelneue Remise auf dem Interkommunalen Bauhof segnete. In dieser werden künftig die kostbaren Marienbögen der Bogengemeinschaften gelagert.

Nachdem Thomas Heitmann, damals noch Bogenvater der Bogengemeinschaft Freckenhorster Tor, vor knapp drei Jahren in einem Gespräch mit Bürgermeister Axel Linke beklagt hatte, dass die Bögen in Containern ganzjährig im Freien lagerten, und auch versicherungstechnische Fragen angesprochen hatte, hatte die Verwaltung vergeblich nach einer zentralen Lagermöglichkeit für die Bögen gesucht; und schließlich den Bau einer Remise auf dem Gelände des Interkommunalen Betriebshofes vorge-

schlagen.

Nachdem die politischen Gremien ihre Zustimmung gegeben, der Rat 250 000 Euro für das Projekt zur Verfügung gestellt hatte und die Baugenehmigung vorlag, wurde mit den Arbeiten an der 25 mal 11 Meter großen Remise begonnen, zu der überdies ein 10 mal 10 Meter großer Lagerraum für Weihnachtsmarkt-Hütten und Dekoration gehört. Die rund 400 Quadratmeter große Halle, eine 40-Tonnen-Stahlkonstruktion, ruht auf einem soliden Fundament aus 177 Kubikmetern Beton und 13 062 Kilogramm Stahl. An der Realisierung des Bauwerks seien neben einem Unternehmen maßgeblich auch die Mitarbeiter des Baubetriebshofes unter der Regie von Hubert Schulze Althoff, der zum Jahresende in den Ruhestand verabschiedet wird, beteiligt gewesen. Sie hätten 1300 Arbeitsstunden geleistet, lobte der Bürgermeister die „Bravourleistung“ seiner Mitarbeiter in einer Feierstunde unter dem Dach der neuen Halle, zu der neben den Bogengemeinschaften auch die Mitarbeiter der Verwaltung und die Vertreter aller politischen Fraktionen eingeladen waren.

Mit dem Bau der Remise, so Linke, zolle die Stadt den Bogengemeinschaften Dank und Anerkennung für ihre Arbeit, die seit Jahrzehnten die fundamentale Basis des Heimatfestes sei. Josef Dreischulte, Vorsitzender der Bogengemeinschaft Markt, dankte auch im Namen seiner Kollegen Politik und Verwaltung und überreichte Bürgermeister Axel Linke ein Bild, das Miniaturen der Warendorfer Marienbögen zeigt, die aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr leider in ihren Containern schlummern müssen..

Startseite