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Bei Burnout und Depressionen

„Findich“: Hilfe zur Selbsthilfe

Warendorf

Es geht darum, nicht wieder in alte und ungesunde Verhaltensmuster zurückzufallen. Deshalb fällt jetzt der Startschuss für eine neue Selbsthilfegruppe bei Burnout und Depressionen. In der Gruppe sollen gemeinsame Lösungsvorschläge für Alltagsprobleme erarbeitet werden.

„Findich“ heißt die neue Selbsthilfegruppe zum Thema „Burnout und Depression“ in Warendorf Foto: Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Warendorf

„Findich“ – so lautet der Name einer neuen Selbsthilfegruppe zur Thematik Burnout und Depression in Warendorf. Die Selbsthilfekontaktstelle in Warendorf schildert, wie eine Unterstützung durch eine Selbsthilfegruppe aussehen kann.

„In der letzten Woche ihrer Wiedereingliederung kommt Bianca N. in die Selbsthilfe-Kontaktstelle. Bald soll der normale Arbeitsalltag wieder losgehen. Inzwischen fühlt sie sich auch wieder fit genug dafür. Nachdem ein Burnout sie aus dem Arbeitsleben gerissen hat, hat sie im Rahmen einer Therapie an sich gearbeitet. Und damit sie nicht wieder in alte und ungesunde Verhaltensweisen zurückfällt, sucht sie Interessierte zum Austausch und zur gegenseitigen Unterstützung.“

Eine Art „Feierabendgruppe“

Bianca N. äußert sich zu ihren Vorstellungen: „Ich stelle mir eine Art ‚Feierabendgruppe‘ vor“, sagt sie, „in der gemeinsam an Lösungsvorschlägen für Alltagsprobleme gearbeitet wird. Hilfe zur Selbsthilfe also“.

Sie hat sich mit verschiedenen Methoden beschäftigt, um den Gesprächen eine Struktur geben zu können und hofft, dass auch andere diesen Weg mitgehen möchten. Einfach nur plaudern sei ihr auf Dauer zu wenig, verrät sie – was nicht heißt, dass nicht auch gelacht werden darf in der Gruppe.

Weil Burnout und Depression eng zusammenhängen, richtet sich die Gruppe auch an Menschen mit Depressionen. Willkommen sind alle, die sich chronisch überfordert fühlen und schlecht schlafen, die müde, gestresst, gereizt, unkonzentriert, vergesslich oder traurig sind, nicht auf ihre Ernährung achten – alles Anzeichen dafür, dass man „sich selbst aus den Augen verliert“, wie Bianca N. es beschreibt.

Vorherige Anmeldung nötig

Weil gerade die dunkle Jahreszeit vielen Betroffenen zu schaffen macht, soll es direkt in der Adventszeit losgehen. Die Treffen finden statt an jedem ersten und dritten Mittwoch im Monat. Start ist der 7. Dezember (Mittwoch) um 17.30 Uhr in der Selbsthilfe-Kontaktstelle, Waterstroate 6 in Warendorf. Eine vorherige Anmeldung ist notwendig, entweder telefonisch unter

 0 25 81/ 4 67 99 88 oder unter selbsthilfe-warendorf@paritaet-nrw.org. Fragen im Vorfeld beantwortet die Initiatorin unter findich-waf@gmx.de oder die Kontaktstelle.

Die Selbsthilfe-Kontaktstelle ist eine Beratungsstelle rund um das Thema Selbsthilfe und Selbsthilfegruppen. Ihre Hauptaufgaben: Information und Beratung über Selbsthilfe, die Vermittlung in Selbsthilfegruppen und die Unterstützung bestehender Gruppen und Gruppengründungen. Obendrein hat sie eine Lotsenfunktion, in dem sie auf aufprofessionelle Unterstützungsangebote verweist. Weitere Informationen unter www.selbsthilfe-warendorf.de oder unter der Nummer

  0 25 81/4 67 99 88.

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