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Unterkünfte am Limit

Mit Weihnachtsfeier Flüchtlinge willkommen heißen

Warendorf

Die Flüchtlingsunterkünfte in Warendorf sind am Limit. Und Bürgermeister Peter Horstmann rechnet mit einer neuen Welle an Flüchtlingen - insbesondere aus der Ukraine. Doch zunächst einmal sollen sich die Flüchtlinge in Warendorf willkommen fühlen.

Von Jonas Wiening

Bürgermeister Peter Horstmann, Mitarbeiter der Stadt und Hubertus Uehre wollen, dass sich die Flüchtlinge in Warendorf willkommen heißen. Deshalb helfen sie bei der Organisation einer Weihnachtsfeier. Foto: Jonas Wiening

Rund 690 Flüchtlinge leben aktuell in rund 60 Unterbringungen in Warendorf. "190 davon kommen aus der Ukraine und sind dort vor dem Krieg geflohen", berichtet Tanja Blanke, Leiterin des "Team Wohnen" bei der Stadt.

"Mit diesen Zahlen sind wir ziemlich auf Kante", sagt Bürgermeister Peter Horstmann. "Bis Weihnachten sind wir sicher, danach müssen wir aufstocken", sagt der oberste Ratsherr. Er rechnet mit weiteren Flüchtlingswellen. "Insbesondere aus der Ukraine. Dort wird weiter gekämpft, die Versorgung vieler Menschen ist nicht gesichert und der Winter ist in der Ukraine ziemlich hart", sagt Horstmann, der sich seiner Verantwortung aber bewusst ist: "Wir werden versuchen, alles möglich zu machen, und wollen, dass sich die geflüchteten Menschen hier willkommen fühlen und sich integrieren können."

Weihnachtsfeier am 15. Dezember

Aus diesem Grund hatte Dirk Arens, Mitarbeiter im "Team Wohnen", die Idee, am 15. Dezember eine Weihnachtsfeier für die Flüchtlinge auszurichten. In der Unterkunft in der ehemaligen Franziskusschule soll gebacken, gegessen und gesungen werden. Schon jetzt wird Weihnachtsschmuck gebastelt und mithilfe einer Spende über die "Aktion Kleiner Prinz" gekauft. Hubertus Uehre von der gleichnamigen Gärtnerei hat außerdem fünf große Tannenbäume für die größten Unterkünfte gespendet.

"Die Weihnachtsfeier soll den Flüchtlingen Freude bringen und die deutschen Traditionen näherbringen. Es soll ein Fest nicht nur für die christlichen Flüchtlinge werden", sagt Tanja Blanke.

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