Luftreinigungsgeräte an Schulen

Fördermittel-Zug ist abgefahren

Einen-Müssingen/M...

Luftreinigungsgeräte für die Wilhelm-Achtermann-Schule hat die Ortsunion Einen-Müssingen beantragt – und dabei auf Zuschüsse des Bundes gesetzt. Diese aber gibt es gar nicht mehr.

Von der Wirksamkeit der Luftreinigungsgeräte, die er in seinem Betrieb einsetzt, ist Stephan Schulze Westhoff restlos überzeugt. Mit solchen Geräten könne man auch die Kinder in der Wilhelm-Achtermann-Schule vor Corona- und Grippeviren schützen, finden der Vorsitzende der Ortsunion Einen-Müssingen und seine Fraktionskollegen. Sie haben daher die Anschaffung von Luftreinigungsgeräten unter Ausnutzung von Fördermitteln des Bundes beantragt.

Doch der Fördermittel-Zug ist abgefahren, wie die Christdemokraten während der Bezirksausschusssitzung am Dienstag erfuhren. Fördermittel habe es nur in der Anfangsphase für stationäre Lüftungsanlagen gegeben. Im Übrigen, teilte Christoph Schmitz, Sachgebietsleiter Gebäudewirtschaft, mit, seien mittlerweile sämtliche Schulen mit je zwei Luftfiltergeräten ausgestattet. Diese seien allerdings kein Ersatz für regelmäßiges Lüften und das Einhalten der Hygiene-Regeln.

Und auch nicht ganz unumstritten, wie Franz-Ludwig Blömker (SPD) und Dr. Hermann Mesch (Grüne) zu bedenken gaben. Die Geräte würden teilweise kritisch gesehen, weil sie zu laut seien. Tatsächlich hatten Schüler und Lehrer nach einem Test von Luftfilteranlagen in den Abschlussklassen der Josef-Annegarn-Schule im benachbarten Ostbevern die Lautstärke der Geräte moniert. Mechtildis Wissmann (CDU) schlug vor, mit Blick auf den Herbst und die weiterhin ungewisse Pandemie-Lage das Thema – und mögliche Förderkulissen – im Blick zu behalten und im Herbst gegebenenfalls erneut über Luftfilter zu sprechen.

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