Großeinsatz der Feuerwehr
Brand von Fachwerkhaus: Ursache nicht zu ermitteln
Warendorf-Freckenhorst
Die Feuerwehr ist am frühen Montagmorgen des 24. April im Großeinsatz im Warendorfer Ortsteil Freckenhorst gewesen. Die Ermittlungen der Polizei zur Ursache laufen erfolglos.
Verkohlte Holzbalken, kaputte Ziegelsteine, zerbrochene Dachpfannen, zerborstene Fenster und Türen, davor Gitterzäune und Flatterband der Polizei – dieser Anblick bot sich am Montag (24. April) den vielen Autofahrern und Radfahrern, die über die Warendorfer Straße durch Freckenhorst fuhren. In den frühen Morgenstunden brannte hier - direkt an der Ortsdurchfahrt - ein altes Fachwerkhaus komplett nieder.
Gegen 2 Uhr ging bei der Feuerwehr der Notruf ein. Zunächst hieß es, dass Flammen aus einem Mehrfamilienhaus schießen würden. Mit rund 80 Einsatzkräften der Löschzüge Warendorf, Freckenhorst und Hoetmar rückte die Feuerwehr aus. Statt des gemeldeten Mehrfamilienhauses handelte es sich bei dem brennenden Gebäude um ein altes Fachwerkhaus, in dem sich keine Personen befanden. „Laut Einwohnermeldeamt sollte eine Person in dem Gebäude wohnen. Mehrere Nachbarn und Anwohner haben uns aber versichert, dass der Mann schon vor Monaten verzogen ist“, teilte die Polizei später auf Nachfrage unserer Redaktion mit.
Übergreifen der Flammen verhindert
Die Feuerwehr hatte aber mächtig zu kämpfen. Über Stunden versuchten die Einsatzkräfte ein Übergreifen der Flammen auf die nahestehenden Nachbargebäude und Wohnhäuser zu verhindern – mit Erfolg. Ein Feuerwehrmann erlitt dabei eine leichte Rauchvergiftung. Das DRK betreute unterdessen Anwohner und Nachbarn in einem Raum im nahegelegenen Seniorenheim Dechaneihof.
Die Ortsdurchfahrt in Freckenhorst war während der Löscharbeiten für mehrere Stunden komplett gesperrt. Erst gegen kurz vor 7 Uhr wurde die Warendorfer Straße wieder für den Verkehr freigegeben. Der Brandort – der einem Trümmerfeld gleicht – wurde von der Polizei abgesperrt. Das Gebäude musste erst noch auskühlen, erst später hätten die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen werden können, hieß es von der Polizei, die noch keine Auskunft zur Ursache für das Feuer machen konnte. Ebenso unklar ist noch die Höhe des Sachschadens, der nicht unerheblich sein dürfte.
Update vom 5. Mai: Wie die Polizei mitteilt, ist die Ursache für den Brand nicht zu ermitteln. Sachverständige des LKA und ein Brandmittelspürhund hätten keine nennenswerten Hinweise gefunden. Ein Zeuge hatte in der Montagnacht das Feuer in dem Haus an der Warendorfer Straße bemerkt und Rettung gerufen. Der Sachschaden wird auf rund 100 000 Euro geschätzt.
Die Polizei sucht aber weiter Zeugen, die Hinweise geben können. Wer hat verdächtige Personen in der Umgebung gesehen, Fahrzeuge oder kann Informationen geben? Hinweise telefonisch unter 02581/94100-0 oder per E-Mail: Poststelle.warendorf@polizei.nrw.de.

