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Sommerkonzert mit den Zucchini Sistaz

Frisch, frech und unterhaltsam

Freckenhorst

Die Zucchini Sistaz nahmen das Publikum am Freitagabend vor dem Freckenhorster Schloss auf eine Konzertreise mit. Bei lauen Sommertemperaturen präsentierten sie im Rahmen der Sommerkonzerte ihr neues Programm „Tag am Meer“.

Im karibischen Outfit bestritten die Zucchini Sistaz den zweiten Teil des Konzertes, der das Publikum in die Karibik entführte und den „Tag am Meer“ zu einem echten Urlaubserlebnis machte

Drei Jahre mussten die Freckenhorster aus bekannten Gründen auf ihr beliebtes Sommerkonzert warten. Am Freitagabend war es endlich wieder soweit – und das Warten hatte sich gelohnt. Vor der herrlichen Kulisse des Freckenhorster Schlosses entführten die Zucchini Sistaz das Publikum an diesem lauen Sommerabend in die goldene Ära des Swings. Dabei schafften es die drei extrovertierten Frauen, den Sound der 20er bis 50er Jahre frisch und frech klingen zu lassen. Mit Gitarre, Kontrabass, Trompete und vielen anderen kleinen Instrumenten klangen sie beinahe wie eine Big Band.

Gitarristin Tina Werzinger

Nicht nur das Sommerkonzert hatte eine lange Pause, sondern auch die Künstlerinnen, die sich über ein ausverkauftes Haus und 450 Zuschauer freuten. „Wir sind in den Dispo gekommen. Wir waren vollkommen unterklatscht“, sagte Gitarristin Tina Werzinger, die gemeinsam mit Bassistin Jule Balandat immer wieder unterhaltsam und charmant ein paar Plaudereien in die Moderation einbaute. Für die besonderen musikalischen Effekte sorgte „Schnittchen Schnittker“, singendes Multitalent an Trompete, Posaune und sonstigem Klimbim. „Sie heißt Schnittchen, weil man sich von ihr eine Scheibe abschneiden kann.“

Passend zum Sommer entführten die Zucchini Sistaz das Publikum in den Urlaub und zelebrierten einen „Tag am Meer“. Als grüne Matrosinnen gekleidet sangen sie „Sommer, See und Sonnenschein“ oder sorgten für Lacher mit dem „Bademeister Benti aus Bad Bentheim“. Dabei hatte doch die Mutter gesagt: „Such Dir lieber einen Mann aus Freckenhorst.“

Bassistin Jule Balandat

Neben den musikalischen Perlen des Jazzschlagers und Swings, die perfekt und erfrischend interpretiert wurden, gingen die Sistaz immer wieder auf das Publikum ein. „Sie sehen auch sehr schön aus, noch schöner als das Meer.“ Ihren Namen verdanken die drei Damen dann tatsächlich der Zucchini, die ein sehr „produktives Pflänzchen“ sei. „Wir haben Zucchini für den Rest unseres Lebens“, scherzte Tina Werzinger. Darum haben die Sistaz auch ein Kochbuch verfasst, das ausschließlich Zucchini-Rezepte beinhaltet. „Darauf hat die Welt gewartet.“ Nach der Probefahrt mit dem „kleinen, roten Cabriolet“ ging es in die Pause.

Während die erste Hälfte an die Nordsee geführt hatte, ging es im zweiten Teil in die Karibik. Das wurde schon bei den grellen Kostümen deutlich, die weiterhin gut Laune bei der „gemüsikalischen Unterhaltungskunst“ versprachen. Immer wieder streuten die Musikerinnen Zitate aus der Popgeschichte ein und überzeugten sowohl mit ihrem dreistimmigen Gesang als auch mit der perfekten Beherrschung ihre Instrumente. Virtuos und vielseitig meisterten die Münsteranerinnen die Fahrt in die Karibik. Tina Werzinger packte dann auch noch die „Schnukulele“ aus. „Wir Westfälinnen haben ja die lateinamerikanischen Rhythmen mit der Muttermilch aufgesogen.“ Klar, dass die Mini-Big-Band nicht ohne Zugaben die Bühne verlassen durfte. „Ohne Dich“ von der Münchener Freiheit begeisterte im neuen Klanggewand genau wie Saschas „Lucky Day“.

Der Arbeitskreis Tourismus und Kultur bedankte sich am Ende des Konzerts bei den drei Frauen mit Blumensträußen, und Mitorganisator Ulrich Hahner bat um eine letzte Zugabe, die die Damen gerne mit „A night like this“ lieferten.

Nicht nur das Publikum war zufrieden, sondern auch die Künstlerinnen. „Das war ein tolles Erlebnis vor dieser Kulisse“, zog „Schnittchen Schnittker“ ein positives Fazit.

Schon vor Konzertbeginn hatten die Besucher Gelegenheit, sich auch kulinarisch zu vergnügen. Caterer Vedder Premium Event bot verschiedene Getränke und leckere Speisen an, die auch in der Pause sowie nach Beendigung des Konzerts noch in gemütlicher Runde genossen werden konnten.

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