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Mobilstandard 5G

Funkmast auf dem Modehaus

Warendorf

Für den neuen Mobilfunkstandard 5G werden viele neue Antennen benötigt – und neue Standorte für Sendeanlagen. In der Münsterstraße (Fußgängerzone), auf dem Dach des 13 Meter hohen Modererlebnishauses Ebbers, wird ein 7,50 Meter hoher Funkmast installiert.

Joachim Edler

In der Münsterstraße (Fußgängerzone), auf dem Dach des 13 Meter hohen Modererlebnishauses Ebbers, wird ein 7,50 Meter hoher Funkmast installiert. Betreiber ist die Deutsche Funkturm, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom. Foto: dpa

In der Münsterstraße (Fußgängerzone), auf dem Dach des 13 Meter hohen Modererlebnishauses Ebbers, wird ein 7,50 Meter hoher Funkmast installiert. Betreiber ist die Deutsche Funkturm, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom. Hintergrund: Für den neuen Mobilfunkstandard 5G werden viele neue Antennen benötigt – und neue Standorte für Sendeanlagen. Darüber informierte Baudirektor Peter Pesch am Donnerstag im Stadtentwicklungsausschuss. Ob eine Antenne gebaut werden darf, hängt von Bauordnungs- und Bauplanungsrecht ab. Nach Bauordnungsrecht, meist auf Landesebene geregelt, sind die Anlagen häufig genehmigungsfrei, solange ihre Höhe maximal zehn Meter beträgt. Das ist hier der Fall.

Nach Bauplanungsrecht, vorwiegend auf Bundesebene geregelt, kann es aber Gründe geben, die gegen die Installation sprechen. Hier kann es beispielsweise darum gehen, dass die Antenne das Stadtbild verändert.

Und so wird am Montag zunächst ein mobiler Dummy auf dem Dach aufgestellt, der das ganze Ausmaß der Größe zeigt, bevor das Original kommt. Mit dem Funkturm am Bahnhof und dem Sendemasten am Dreisprung (Pizzeria) wäre das Modehaus dann der dritte Standort in der Stadt.

Baudirektor Peter Pesch äußerte keine Bedenken: Der Funkmast gehe mit der Altstadtsatzung konform und entspricht auch der denkmalrechtlichen Erlaubnis, solche Anlagen in der Altstadt zu installieren. Der Sendemast werde auf der Rückseite des Daches, also abgewandt von der denkmalgeschützten Fassadenseite errichtet, und sei so von der Fußgängerzone aus nicht zu sehen. Mal schauen, wer am Montag bewusst durch die Fußgängerzone geht und vor dem Modehaus „Hans guck in die Luft“ spielt?

Während der Sendemast in der Altstadt unstrittig zu sein scheint, gehen die Meinungen über ein knapp neun Meter hohes Edelstahlrohr (Rauchabzug) über dem Dach des Saray-Restaurants mit Holzkohlegrill in der Laurentiusstraße weit auseinander.

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