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40 Jahre Akzente gesetzt

Galeriekonzerte feiern Geburtstag

Warendorf

Das noch junge „Leonkoro Quartet“ wurde in Berlin gegründet im Jahre 2019, in den Folgejahren errangen die jungen Musikerinnen und Musiker zahlreiche anerkannte Preise für ihr Können. Sie bilden den würdigen Auftakt für 40 Jahre Galeriekonzerte, die es zu feiern gilt.

Das Jubiläumskonzert bestreitet das „Leonkoro Quartet“ aus Berlin mit Lukas Minoru Schwarz (Violoncello), Jonathan Masaki Schwarz (Violine), Mayu Konoe (Viola) und Amelie Cosima Wallner (Violine). Foto: „Leonkoro“

Am 6. Februar gibt es wahrlich einen Grund zum Feiern: Die Galeriekonzerte werden 40 Jahre alt. Das Jubiläumskonzert bestreitet das „Leonkoro Quartet“ aus Berlin mit Jonathan Masaki Schwarz und Amelie Cosima Wallner (Violinen), Mayu Konoe (Viola) und Lukas Minoru Schwarz (Violoncello). Auf dem Programm stehen Werke von Schubert, Beethoven und Dvořák. Das Konzert beginnt um 19 Uhr im Sophiensaal, Kurze Kesselstraße 17. Aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage gilt die verschärfte Regelung 2G „geimpft oder genesen“, deren Einhaltung beim Einlass kontrolliert wird.

Der Mund-Nase-Schutz ist während des gesamten Konzertes zu tragen, und die Musiker werden das Programm ohne Pause vortragen. Karten können unter info@galeriekonzerte-warendorf.de reserviert und an der Abendkasse erworben werden. Natürlich gibt es auch den Verkauf an der Abendkasse. Das noch junge „Leonkoro Quartet“ wurde 2019 in Berlin gegründet und nahm von Beginn an dort Unterricht beim Artemis Quartett. Das Ensemble studierte in Madrid bei Günter Pichler, dem Primarius des Alban Berg Quartetts, erhielt wichtige Impulse auch bei Alfred Brendel, dem großen Pianisten, nahm Unterricht beim Hagen Quartett und beim Quatuor Ysaye.

Auszeichnung im italienischen Lucca

Im Sommer 2019 wurde das „Leonkoro Quartet“ im italienischen Lucca mit dem ersten Preis des „Virtuoso&Belcanto Festival“ ausgezeichnet. Im Jahr 2020 wurden die Musiker als Stipendiaten vom Würzburger Mozartfest ins „MozartLabor“ Reinhard Goebels eingeladen. 2021 folgten der erste Preis der „Alice-Samter-Stiftung“ und der zweite Preis „Ton und Erklärung“ vom Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft. Vorläufiger Höhepunkt: Beim renommierten internationalen Wettbewerb „Premio Paolo Borciani 2021“ in der Reggio Emilia errang das Ensemble bei Nichtvergabe eines ersten Preises den zweiten Preis „ex aequo“, dazu den begehrten Publikumspreis.

Streichquartettsatz von Schubert

Zu Beginn spielen die Musiker von Franz Schubert den Streichquartettsatz in c-moll. Das dramatisch-intensive Werk aus dem Jahr 1820 nimmt in Schuberts Schaffen als „unvollendetes Quartett“ eine ähnliche Sonderstellung ein wie die 8. Sinfonie, die berühmte „Unvollendete“. Auf Schubert folgt Beethoven: Das Quartett op. 95 in f-moll, mit dem Attribut „serioso“ versehen, ist von eher dunklem Charakter, introvertiert, schroff in Thematik und Klangbild. In seiner Konzentration auf das „Wesentliche“ weist es schon auf Beethovens späte Quartette voraus. Als drittes Werk spielt „Leonkoro“ das Streichquartett G-Dur op. 106 von Antonin Dvořák. Dieser Glanzpunkt seiner Kammermusik ist seltener im Konzertsaal zu hören als das bekannte „Amerikanische Quartett“. Opus 106 ist Dvořáks letztes Quartett. In seiner Überfülle an thematischer Vielfalt, motivischer Verflechtung und überbordender Spielfreude spiegelt es Dvořáks Freude über die Rückkehr aus Amerika in die böhmische Heimat. Kurzum ein wirklich passendes Werk, um „40 Jahre Galeriekonzerte“ zu feiern.

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