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Anträge zur Fortschreibung von Gewerbeflächen 

Geduld, Fingerspitzengefühl und viel Zeit

Warendorf

Nicht erst bei konkreten Anfragen dürfe sich die Verwaltung auf die Suche nach Gewerbeflächen machen, heißt es in einem Antrag von Wirtschaft für Warendorf (Wiwa), der an den Rat und zugleich an Bürgermeister Peter Horstmann gerichtet wurde.

Wiwa möchte ein Handlungsprogramm für Gewerbeflächen, hier beispielhaft das Miele Gelände, vorantreiben.

Zwei Anträge hat die Wirtschaft für Warendorf (Wiwa) auf den Weg gebracht – in den Rat und zu Bürgermeister Peter Horstmann. Inhaltlich geht es dabei um die Entwicklung und die Fortschreibung eines Handlungsprogramms für Gewerbeflächen.

„Hiermit beantragt die Wiwa e.V., Wirtschaft für Warendorf, 150 000 Euro für die Entwicklung und Fortschreibung eines Handlungsprogramms Gewerbeflächen in den Haushalt der Stadt Warendorf für das Jahr 2022 einzustellen“, heißt es in den Schreiben.

Zur Begründung wird ausgeführt: „Warendorf ist nicht nur für Unternehmen in Warendorf ein attraktiver sondern auch für auswärtige Unternehmen ein interessanter Wirtschaftsstandort. Damit dieses so bleibt, brauchen wir auch ein qualitativ gutes und quantitativ ausreichendes Angebot an Gewerbeflächen. Hierzu benötigen Rat und Verwaltung frühzeitig planerische Grundlagen.“

Sicherung von Arbeitsplätzen

Die Verwaltung dürfe sich nicht erst bei konkreten Anfragen auf die Suche nach geeigneten Flächen begeben. Denn zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen, zur Sicherung und Erwirtschaftung von Steuereinnahmen müsse die Verwaltung sich dauerhaft mit der Flächenentwicklung beschäftigen (angebotsorientierte Flächenentwicklungspolitik für Gewerbe und Wohnen).

Es bedürfe sowohl vieler Gespräche mit Flächenanbietern als auch vieler gründlicher Voruntersuchungen bis zur konkreten Planung und Bereitstellung. Die Erfahrung zeige: Hierfür braucht es Geduld, Fingerspitzengefühl, lokale Verankerung und viel Zeit. Und selbstverständlich auch finanzielle Mittel. Und eben deren Bereitstellung werde beantragt. Das Angebot an Freiflächen sei begrenzt. „Möglichkeiten weiterer Flächenversiegelungen werden immer weiter beschränkt. Daher braucht es im Handlungsprogramm sowohl klar definierte Qualitätskriterien für die Ansiedlung von Unternehmen als auch größtmögliche Transparenz der Informationen über alle möglichen Flächen“, so der Antrag. Rat und Verwaltung sollten mit dem Programm in die Lage versetzt werden, Potenzialflächen zu priorisieren und im Sinne von Nachhaltigkeit zu entscheiden.

Selbstverständlich müsse sich das Handlungsprogramm an der Fortschreibung des Regionalplanes Münsterland der Bezirksregierung Münster orientieren. Auch deshalb müsse das Handlungsprogramm Gewerbeflächen nach weitreichenden Erkenntnissen und Entwicklungen im Dialog mit dem Rat der Stadt Warendorf fortgeschrieben werden. Im Rahmen des Handlungsprogramms seien sogenannte Interkommunale strategische Partnerschaften respektive Gewerbegebiete zu prüfen, so auch Heiner Kamp, Hauptgeschäftsführer von Wiwa, in einer Pressenotiz.

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