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Klaus Gruhn schreibt Buch über die „Abiturientia“

Geheime Schülerverbindung

Warendorf

Das Schulleben in der Zeit noch vor dem dem Ersten Weltkrieg war richtig spannend. Das bestätigt auch Klaus Gruhn in seinem neuesten Buch mit dem Titel „Die geheime Schülerverbindung „Abiturientia“ am Gymnasium Laurentianum Warendorf“.

Von Reinhard Baldauf

Im Gespräch mit dem Leiter des Kreisarchivs, Dr. Knut Langewand (l.), sprach Autor Klaus Gruhn über sein Buch und dessen Geschichte. Im Hintergrund sind der Historiker Dr. Jörg Wunschhofer, der Vorsitzende des KGV, Landrat Dr. Olaf Gericke, sein Stellvertreter Stefan Wittenbrink und Schatzmeisterin Hildegard Schröer zu sehen. Foto:

Am alten Gymnasium Laurentianum gab es eine geheime Schülerverbindung der Abschlussklassen (Oberprima). Der frühere Schulleiter Klaus Gruhn hat darüber ein Buch verfasst. Bei der Mitgliederversammlung des Kreis-Geschichtsvereins Beckum-Warendorf am Dienstag im heutigen Gebäude des Laurentianum stellte Gruhn sein Buch vor, das im Aschendorff Verlag erschienen ist. Bei der Versammlung gab es auch einen Überblick zur Arbeit an der Schriftenreihe „Quellen und Forschungen zur Geschichte des Kreises Warendorf“ (QFW).

„Die geheime Schülerverbindung „Abiturientia“ am Gymnasium Laurentianum Warendorf von 1879 bis zum Ersten Weltkrieg“ heißt die Arbeit von Klaus Gruhn.

Das 219 Seiten umfassende Buch ist bereits der 58. QFW-Band. „Es war eine sehr lange Geburt. Die Vorgeschichte geht über Jahrhunderte zurück“, erklärte Gruhn zu seinem Werk.

Er gab einen Einblick in die damalige Zeit als die meisten Schüler des Gymnasiums von auswärts stammten. Sie wohnten privat. Gruhn dazu: „Zu bestimmten Zeiten hatten die Lehrer aber Zugang.“ So ganz privat seien die Unterkünfte der Schüler also nicht gewesen.

Mütze und Farbband

Die Abiturientia trug je nach Jahrgang Mütze und Farbband. „quasi ein Studentenleben“, so Klaus Gruhn, nach dessen Worten die Schüler sich im früheren Siechenhaus zwischen Warendorf und Freckenhorst trafen. Daher könne die Verbindung nicht ganz so geheim gewesen sein. Ausflüge hätten bei der Verbindung eine große Rolle gespielt. Die Vereinigung gab es bis 1914. Später existierte sie nur noch als Altherren-Verbindung.

In den sieben Kapiteln des stark bebilderten Buches geht Gruhn zunächst auf die Geschichte der deutschen Abiturientenvereinigung und die Quellenlage vor Ort ein. Die Zeit unter Preußen nimmt breiten Raum ein. Im Anhang sind zahlreiche Lieder in der Verbindung aufgeführt. Zu dem Band gehört ein umfangreiches Quellen- und Literaturverzeichnis. Insgesamt ein guter Einblick in ein Stück Warendorfer Zeitgeschichte.

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