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„Valentin in der Tüte“

Gemeinsame Zeit statt kommerzielle Geschenke

Warendorf

Der Valentinstag ist der Tag der Liebenden. Doch immer wieder ist der Vorwurf der Kommerzialisierung zu hören. Eine Alternative bot nun die Kirchengemeinde St. Laurentius.

-fjs-

Guido und Christel Vorwerk finden die Valentinsaktion der Laurentiuskirche gelungen, weil sie einen Gegensatz zu materiellen Geschenken darstellt. Stattdessen möchte die Gemeinde zu schöner gemeinsamer Zeit anregen. Foto: Felicia Schirk

Statt einer Schachtel Pralinen am Valentinstag gemütliche Zeit zu zweit verschenken: Das machte die Kirchengemeinde St. Laurentius am Sonntag mit ihrer Aktion „Valentin in der Tüte“ möglich. Unter dem Motto „Nimm zwei“ konnten sich Paare und Familien selbst gepackte Tütchen in der Marienkirche abholen. Da der Valentinstag in diesem Jahr auf einem Montag liegt, wurde die Aktion kurzerhand auf den Sonntag davor verlegt.

Im Innern der Tütchen befanden sich kleine Anregungen für romantische und besinnliche Stimmung, etwa Kerzen und Perlenarmbänder zum Basteln. Die beigefügten Bibelgeschichte und Psalmverse über Liebe sollten zum Nachdenken anregen. Mit geweihtem Öl konnten sich die Paare segnen. Aber auch die entsprechende Süßigkeit durfte in den „Nimm zwei“- Tütchen nicht fehlen.

Zeit miteinander verbringen

Dabei stellt die Aktion nicht die Geschenke, sondern vielmehr die Zeit miteinander in den Vordergrund. „Meine Familie ist mir am Valentinstag immer sehr wichtig“, erklärt Maria K. „Dieses Tütchen soll ein kleiner Valentinsgruß sein.“ Auch ihre verstorbenen Verwandten erhalten am Tag der Liebe jedes Jahr eine Rose auf dem Friedhof.

Guido und Christel Vorwerk hatten schon vorher von der Aktion gehört, die dieses Jahr zum zweiten Mal stattfand. „Es ist einfach eine nette Geste der Kirche“, lobt Christel Vorwerk das Projekt. Neben dem „Nimm zwei“-Tütchen schenkt das Paar sich nichts Weiteres.

„Der Valentinstag ist mehr und mehr zu purem Kommerz geworden, wir kaufen uns deshalb schon lange nichts mehr“, erklärt Guido Vorwerk. „Solche kleinen Aktionen sind viel interessanter“, ergänzt Christel Vorwerk. „So bekommt man vielleicht auch mehr Menschen in die Kirche.“

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