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Offene Weihnacht im Marienpfarrheim

Gemeinschaft bereichert

Warendorf

Bei der offenen Weihnacht im Pfarrheim St. Marien konnte jeder den Heiligen Abend in Gemeinschaft verbringen.

Von Stephan Ohlmeier

Bei der offenen Weihnacht im Pfarrheim St. Marien konnte jeder den Heiligen Abend in Gemeinschaft verbringen. Foto: Stephan Ohlmeier

Weihnachten soll niemand ungewollt alleine zu Hause feiern müssen. Dieser Maxime ist sich der Caritasausschuss der katholischen Pfarrei St. Laurentius auch in diesem Jahr treu geblieben und hat alle Mitbürger zur Offenen Weihnacht in den Saal des Marienpfarrheims eingeladen. „Auch wenn wir als Pfarrei Gastgeber sind, sind Menschen aller Religionen und Weltanschauungen herzlich willkommen“, sagte Pastoralreferent Ulrich Hagemann: „Wir freuen uns über jeden, der kommt.“

Viele Menschen seien an Weihnachten bei ihren Familien. Doch es gebe auch Personen, die den Heiligen Abend alleine verbringen, weil beispielsweise ihre Kinder weit weg wohnen oder sie allein leben würden oder auch der Ehepartner bereits verstorben sei. „Wir möchten für alle Menschen da sein, die Weihnachten gerne in der Gemeinschaft feiern möchten“, so Hagemann.

Bewusst habe sich der Krisenstab der Pfarrei daher dazu entschieden, die Offene Weihnacht trotz der aktuellen Entwicklungen der Coronainfektionszahlen und der beunruhigenden Omikron-Variante nicht abzusagen: „Wir dürfen in der Pandemie unsere Menschlichkeit nicht vergessen.“ Um allen Gästen ein sicheres Gefühl zu vermitteln, fand die Veranstaltung jedoch unter 2G-Plus-Bedingungen statt. Ebenso saßen die Teilnehmer im Saal mit Abstand beieinander. Gleichwohl war der Pandemie wohl der Grund dafür, warum neben dem Helferteam lediglich sechs Leute kamen. Hagemann betonte aber, dass nicht die Teilnehmerzahl, sondern die Gemeinschaft entscheidend sei.

„Ich finde es eine megaschöne Sache, dass jeder die Möglichkeit erhält, Weihnachten mit netten Leuten zu feiern“, sagte Sophia Schulze Zumloh. Die 24-jährige studiert bei der Bundeswehr in Hamburg Psychologie und ist in Warendorf dafür bekannt, nicht auf den Mund gefallen zu sein. Ihren Heimaturlaub nutzte sie, um im Pfarrheim St. Marien vorbeizuschauen und einfach ein bisschen mit den Menschen zu quatschen. Auch Ulla Breuer und ihr Mann Josef ließen es sich nicht nehmen, bei der Organisation zu helfen. „Gemeinschaft bereichert“, so Ulla Breuer. Dieses Gefühl wolle man allen Gästen vermitteln und einige schöne Stunden verbringen. Josef Breuer holte daher auch die Teilnehmer auf Wunsch zur Offenen Weihnacht von zu Hause ab und auch wieder zurück.

Der Nachmittag begann mit einem Kaffeetrinken, ehe gemeinsam Weihnachtslieder gesungen wurden. Weiterhin verkündete Diakon Thomas Rudolph das Weihnachtsevangelium und betonte: „Jeder Mensch ist geliebt und hat eine ganz besondere Würde.“ Diese merkten alle Anwesenden im Rahmen der Offenen Weihnacht. Zum gelungenen Nachmittag trug auch Karl Hagemann bei. Der ehemalige Moderator des Münsterland-Magazins las aus seinem Buch Geschichten und Gedichte vor und spielte am Klavier. Nach Einbruch der Dunkelheit hatte jeder die Gelegenheit, an der Christmette in der Marienkirche teilzunehmen, wo Plätze reserviert waren.

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