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Ruzhitskaya folgt Kindler

Generationswechsel an CDU-Spitze

Warendorf

Marija Ruzhitskaya ist die neue Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes. Die 25-Jährige folgte Dienstagabend Ursula Kindler im Amt.

Von Jörg Pastoor

Marija Ruzhitskaya (r.) übernahm das Amt der CDU-Stadtverbandsvorsitzenden von Ursula Kindler (l.). Der neue Vorstand des CDU-Stadtverbandes: Vorsitzende Marija Ruzhitskaya (2.v.r), ihre beiden Stellvertreter Martin Richter (r.) und Johannes Austermann (2.v.) sowie Geschäftsführer Stefan Hölzle. Foto: Jörg Pastoor

Die neue Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes ist 25 Jahre alt, ist Volkswirtschaftlerin und heißt Marija Ruzhitskaya. Die Mitglieder wählten die ohne Gegenkandidat angetretene Ruzhitskaya mit 38 Ja- und sieben Nein-Stimmen am Dienstagabend zur Nachfolgerin von Ursula Kindler. Die 61-Jährige hatte nach neun Jahren nicht wieder kandidiert.

Zunächst war es im Hotel Im Engel an Ursula Kindler, ihren letzten Bericht als Vorsitzende zu verlesen, nachdem sie die besonderen Gäste begrüßt hatte – unter anderem den ebenfalls bald ausscheidenden Kreisvorsitzenden Reinhold Sendker, dessen designierten Nachfolger im Bundestag, Henning Rehbaum, stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser und den früheren Landesdirektor Dr. Wolfgang Kirsch, der später auch die Wahlleitung übernahm.

„Ablehnende Haltung gegen die CDU“ im Rat

„Wir setzen auf Verjüngung mit Erfahrung“, nahm Ursula Kindler das Motto der Kandidatenkür für den künftigen Vorstand vorweg. Junge Parteimitglieder hätten auch bei der Aus- und Bewertung der 2020 verlorenen Kommunalwahl wichtiges Feedback gegeben.

Nun sei Peter Horstmann Bürgermeister und im Rat sei ein Kurswechsel zu beobachten: „Es gibt ein neues Bündnis: SPD, Grüne, FWG und Linke machen ihre ablehnende Haltung gegenüber der CDU deutlich“, so Kindler bedauernd, doch: „Wir nehmen die Herausforderung an.“ Sie bedankte sich bei allen Mitgliedern für den allzeit wertschätzenden Umgang, besonders bei ihrem Vorstand und ihrem Vize Martin Richter, der manches Telefonat mit ihr ausgehalten habe: „Alles Gute für die CDU mit ihrem neuen Vorstand.“

Richter seinerseits gab den Dank an Kindler zurück. „Das waren neun Jahre, in denen du den Stadtverband sehr gut geführt hast.“ Sie sei schon manchmal fordernd gewesen, aber es habe auch oft Spaß gemacht. Kindler habe die Verantwortung des Amtes „in hervorragender Weise getragen“.

Ursula Kindler

Das tat Martin Richter mit dem Blumenstrauß, den er der scheidenden Vorsitzenden überreichte, während Johannes Austermann zwei historische CDU-Wahlplakate überreichte, in die Ulla Kindlers Foto montiert waren – zur Freude der Beschenkten.

In ihrer kurzen, engagiert vorgetragenen Vorstellungsrede zeichnete die in Kasachstan geborene, mit drei Jahren nach Warendorf gekommene Marija Ruzhitskaya ihren Lebensweg nach. Abi, ehrenamtliche Mitarbeit in einem deutsch-russischen Austauschprogramm, später in der Jungen Union, jetzt die Kandidatur. Typisch, wenn es ihr nur um die politische Karriere ginge? Ja, sie trage ein blaues Hemd und habe VWL studiert, gab sie belächelte JU-Attribute wieder, aber: „Ich stehe hier bestimmt nicht, um Karriere zu machen. Für mich sind‘s die Menschen hier in Warendorf. Ich möchte Politik für jeden Einzelnen machen.“ Das neue Team, das sich zur Wahl stelle, sei eins aus Jung und Alt, das etwas bewegen wolle. „Mein Nachname ist nicht ganz westfälisch“, so Ruzhitslaya augenzwinkernd, „aber ich lebe gern hier in Warendorf. Ich bin ein Arbeitstier und eine Macherin.“

Marija Ruzhitskaya

Wenige Minuten später hatte sie dafür als neue Stadtverbandsvorsitzende der Warendorfer CDU das Mandat – mit ihren Vizes Martinrichter und Johannes Austermann sowie Geschäftsführer Stefan Hölzle.

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