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Feuerwehr probt Einsatzszenario im Kettelerhorst

Genügend Löschwasser vor Ort

Warendorf

Die Waldbrandgefahr im Münsterland ist zwar momentan sehr niedrig. Um aber auch in trockenen Sommern auf gefährliche Situationen vorbereitet zu sein, hat die Feuerwehr Warendorf eine sogenannte Wasserkomponente zusammengestellt. Wie diese funktioniert, wurde nun getestet.

Von Andreas Engbert

Mit einem großen Saugschlauch wird das Löschwasser aus dem Zwischenspeicher gezogen. Foto:

Bilder von Waldbränden in Südeuropa prägten in den vergangenen Wochen oftmals die Nachrichten. In unserer Gegend ist die Waldbrandgefahr laut Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes zwar derzeit in den niedrigsten Stufen, also gering bis sehr gering. Doch trockene Sommer hat es auch im Münsterland in den vergangenen Jahren oft gegeben und mit der Trockenheit steigt stets auch die Waldbrandgefahr.

Auch, um auf diese Umstände zu reagieren, hat die Feuerwehr Warendorf daher eine sogenannte Wasserkomponente zusammengestellt. „Aus jedem Löschzug kommt bei Alarmierung der Wasserkomponente ein wasserführendes Fahrzeug zur Einsatzstelle“, erläutert Carsten Recker, stellvertretender Einheitsführer im Löschzug Hoetmar, das Prinzip der Komponente, deren Aufgabe es ist, ausreichend Löschwasser zur Einsatzstelle zu bringen. 17 800 Liter Wasser kann die Feuerwehr so direkt zur Einsatzstelle transportieren. Dort wird es dann in einem Pufferbecken, das einem großen, aufblasbaren Swimmingpool ähnelt, zwischengelagert und von dort über Pumpen und weitere Löschfahrzeuge zum Brandherd befördert. Hinzu kommen ein Schlauchwagen, der zwei Kilometer Feuerwehrschlauch an Bord hat und in den Sommermonaten zwei große Tankwagen von Lohnunternehmern mit je knapp 30 000 Litern Wasser an Bord. Besonders bei Bränden im Außenbereich, wo keine Wasserleitungen verlegt sind, ist die Versorgung mit Löschwasser ansonsten oft ein Problem.

Erste Übung der kompletten Wasserkomponente

„Im vergangenen Jahr hatten wir fast mal einen solchen Einsatz“, erinnert sich Recker an einen kleineren Waldbrand. Unweit dieser Stelle probte der Löschzug Hoetmar im Kettelerhorst gemeinsam mit den beteiligten Fahrzeugen der anderen Löschzüge am Montagabend dieses Einsatzszenario. Es war die erste Übung der kompletten Wasserkomponente.

Der Tankwagen der Maschinengemeinschaft fasst knapp 30000 Liter Wasser, die zur Übungsstelle befördert wurden. Foto: Andreas Engbert

Während die Kameraden des Hoetmarer Löschzugs die Brandbekämpfung mitten im Wald simulierten und aus mehreren Rohren Wasser abgaben, füllten die anderen Fahrzeuge nach und nach den Zwischenspeicher, um ihren Tank dann wieder an einem Hydranten im Dorf aufzufüllen. Wenige Minuten dauert dieser Vorgang. Es hat sich gezeigt, dass der Zwischenspeicher bei entsprechenden Einsätzen schnell geleert ist und die große Wasserreserve aus dem Tankwagen der Maschinengemeinschaft Freckenhorst, der ebenfalls an der Übung teilnahm, ein wichtiger Baustein in der Wasserversorgung ist.

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