1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Warendorf
  6. >
  7. Geschäftsstelle zieht unters Dach

  8. >

Umzug der Lebenshilfe an die Freckenhorster Straße

Geschäftsstelle zieht unters Dach

Warendorf

Die Bewohner der Lebenshilfe, die derzeit noch in der Revaler Straße leben, werden voraussichtlich im Mai in den Ersatzneubau an der Freckenhorster Straße umziehen. Gleichzeitig wird auch die Geschäftsstelle aus der Brünebrede die Büroräume unter dem Dach beziehen.

Von Ulrich Lieber

Der Ersatzneubau der Lebenshilfe an der Freckenhorster Straße soll voraussichtlich im Mai bezugsfertig sein. Darauf freuen sich (v.l.) Vorsitzender Klaus Dederichs, sein Stellvertreter Reiner Buckebrede und der Geschäftsführer Jochen Mahne. Foto: Ulrich Lieber

Die Lebenshilfe steht kurz vor einem großen Umzug in die Freckenhorster Straße. Dort ist ein großzügiger Ersatzneubau entstanden, der insgesamt 21 Menschen ein neues Zuhause bieten wird. „Die 16 Bewohner der Revaler Straße werden hier einziehen. Dazu kommen fünf Neubewohner und zwei Krisenzimmer“, berichtet Geschäftsführer Jochen Mahne. Die Krisenzimmer seien dabei etwas ganz Besonderes, denn das gebe es im Kreis Warendorf bisher nicht. Hier können Menschen in ungeplanten Notsituationen temporär aufgenommen werden.

Geschäftsführer Jochen Mahne

„Das Haus in der Revaler Straße ist nicht mehr zeitgemäß. Vor allem im Bereich der Barrierefreiheit entspricht es nicht mehr den Standards, die heute notwendig sind“, erklärt Mahne die Notwendigkeit des Neubaus, der günstiger sei, als eine Sanierung des alten Gebäudes. Was mit dem Haus an der Revaler Straße geschieht, sei noch unklar.

An der Freckenhorster Straße sind nun 23 Einzelzimmer entstanden, jedes mit einem eigenen Bad und einer Größe – inklusive Bad – von gut 20 Quadratmetern. Die Räume sind hell und freundlich die Bäder modern, und die Gemeinschaftsräume samt Küche sehr geräumig. „Es ist ein Update für alle“, freut sich der Vorsitzende Klaus Dederichs. Auf drei Etagen werden drei Gruppen untergebracht, und in jeder Etage gibt es einen Wohn- und Essbereich mit Küche. Über 20 Betreuer werden sich rund um die Uhr um die Menschen mit geistiger Behinderung kümmern.

Geschäftsführer Jochen Mahne

Aber nicht nur die Bewohner ziehen um, sondern auch die Geschäftsstelle, die bislang in der Brünebrede ihren Sitz hat. „Wir ziehen hier unter das Dach. Hier sind sechs Büroräume entstanden“, berichtet Mahne. Ein besonderer Clou ist die Energieversorgung, die modernsten Ansprüchen genügt. Es gibt eine Brennstoffzellenheizung, die Wärme und Strom produziert und mit Erdgas betrieben wird. „Die ist auf dem neuesten Stand der Technik.“ Auf dem Dach wird eine Fotovoltaik-Anlage für weitere Energie sorgen. „In zwei Jahren sollen Speicherbatterien installiert werden. Wir wollen das, was wir an Gas brauchen, für die Brennstoffzellen und für Wasser nutzen“, erklärt Dederichs.

Eigentlich wollte die Lebenshilfe schon im November in das neue Haus einziehen, aber es gab die gleichen Probleme, die wohl jeder Bauherr derzeit hat, denn die Handwerker sind oft ausgebucht. Als nächstes Darum hatten sich die Verantwortlichen den März vorgenommen. „Aber es holpert noch mehr, weil es viele Corona-Ausfälle gibt. Jetzt hoffen wir auf den Mai“, sagt der Geschäftsführer. Aber einen wirklich festen Termin kann er noch nicht nennen.

Die Gesamtkosten für den Neubau belaufen sich auf rund drei Millionen Euro. Finanziert wird das Haus furch Fördermittel der Aktion Mensch, der Stiftung Wohnhilfe, der Stiftung Wohlfahrtspflege, durch Wohnungsbauförderdarlehen und Eigenmittel.

Startseite
ANZEIGE