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Votum für Areal im Schützenpark

Geschützter Bereich für Hundeauslauf

Warendorf

Diskutiert wurde das Thema Hundeauslauf in Warendorf schon an mehreren Orten, jetzt folgte der Umwelt- und Mobilitätsausschuss einem Antrag, wonach die Verwaltung beauftragt werden soll, im Zuge der Neugestaltung des Schützenparks eine Schaffung einer 700 Quadratmeter großen eingezäunten Fläche vorzusehen.

Von Christopher Irmler

Hunde sollen in Warendorf in einem eigenen 700 Quadratmeter großen Hundeauslauf frei laufen und spielen können – das Thema kam im Umwelt- und Mobilitätsausschuss zur Sprache. Foto: Vornhusen

Die Schaffung eines 700 Quadratmeter großen Hundeauslaufs im Schützenpark wird unter Warendorfs gewählten Vertretern offenkundig kontrovers diskutiert. Am Mittwoch kam das Thema im Umwelt- und Mobilitätsausschuss zur Sprache. Während die Verwaltung in Hoetmar grundsätzlich keinen Bedarf sieht, wie Baudezernent Peter Pesch mitteilte, sei das Bild in Freckenhorst und Warendorf ein anderes. Die Wahl fiel, nachdem der Zumloh-Park, ein Areal an der Fischerstraße sowie eine Fläche zwischen B475 und An der Kreutzbrede nach Prüfung ausgeschlossen wurden, auf den Schützenpark, wo laut Pesch keinerlei rechtliche Bedenken bestünden. Diese konnte Martin Lepper, dessen FWG einen entsprechenenden Antrag gestellt hatte, nicht nachvollziehen. Eine Nutzungsänderung sei gar nicht nötig, es gehe lediglich um einen geschützten Bereich für Hunde. Alfons Havelt (CDU) verwies auf große interne Diskussionen und sah mit Blick auf anzunehmende Kosten andere Prioritäten - etwa im Bereich des Kita-Baus. Der Standort sei nicht ideal, er erwarte keine große Nutzung.

Auch Manfred Lensing-Holtkamp (Grüne) berichtete von internen Debatten und zweifelte den gewählten Standort an. Daniel Thiel (Die Linke/Die Partei) setzte die städtischen Hundesteuereinnahmen von 233 000 Euro ins Verhältnis zu geschätzten Kosten von rund 15 000 Euro für einen Hundeplatz. Havelt befürchtete, jeder Ortsteil könne einen derartigen Platz - unabhängig eines tatsächlichen Bedarfs - einfordern. Dies ordnete Dr. Hans Günther Schöler (FDP) juristisch ein, indem er einen von Havelt angenommenen Automatismus verneinte. Er hoffe, dass jene Hundehalter, die aktuell ihre Vierbeiner an der Ems ohne Leine laufen ließen, den neuen Standort aufsuchten. Stefan Hölzle (CDU) sprach vom Verursacherprinzip. Man müsse die Frage stellen, wieso Nicht-Hundehalter für die Einzäunung und das Aufstellen von Bänken zahlen sollten. Dirk Schellhammer (CDU) sprach von generell begrenzten Haushaltsmitteln. Laut Beschlussempfehlung sollte die Verwaltung im Zuge der Neugestaltung des Schützenparks mit der Schaffung der 700 Quadratmeter großen eingezäunten Fläche beauftragt werden.

Hinzu kämen zwei Bänke, ein Hinweisschild und ein Abfallbehälter für Hundekot. Sechs Ausschussmitglieder votierten für, Alfons Havelt (CDU) und Manfred Lensig-Holtkamp (Grüne) gegen diese Empfehlung, sechs Mitglieder (die übrigen CDU-Vertreter) enthielten sich. Der Antrag wurde somit angenommen.

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