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Analoge Unterhaltung

Gesellschaftsspiele erleben Renaissance

Warendorf

Während der Lockdowns und Quarantäne begaben sich viele Menschen auf der Suche nach Beschäftigung, Kinder langweilten sich und wollten unterhalten werden. Das gemeinschaftliche Spielen liegt seither wieder voll im Trend.

Von Marion Bulla

Lisa Nergert ist Fachverkäuferin im Freckenhorster Schreib- und Spielwarengeschäft Kieskemper und weiß, dass Spiele derzeit voll im Trend liegen. Foto: Marion Bulla

Lisa Nergert ist Fachverkäuferin im Freckenhorster Spielwarengeschäft Kieskemper und hat festgestellt, dass die Kundschaft immer öfter zu Spielen greift. „Es werden definitiv wieder mehr Spiele gekauft. Derzeit liegen  bei Jugendlichen besonders die Exit- und Escape-Spiele ganz vorn“, erklärt die Expertin und hält die passenden Exemplare hoch. Es geht dabei darum, kniffelige Aufgaben zu lösen und im Team gemeinsam im heimischen Wohnzimmer Fälle zu enträtseln. Ein hoch spannendes Spielerlebnis. Dieser Trend lässt sogar den Klassiker „Monopoly“, der eigentlich nach wie vor gut läuft, wie die Expertin berichtet, hinter sich.

Der Klassiker „Monopoly“ läuft nach wie vor gut

In erster Linie seien Strategiespiele angesagt. Aber auch Rate- und Kartenspiele erlebten eine Renaissance. Neu ist Skyjo, ein Kartenspiel, das für zwei bis acht Spieler funktioniert. Gewinner ist, wer am Ende der Spielrunden möglichst wenige Punkte gesammelt hat.

Jedes Jahr gibt es ein Spiel des Jahres für Erwachsene und für Kinder. „Die gehen auch stets sehr gut“, so Lisa Nergert. In diesem Jahr ist es das Umwelt- und Kartenlegespiel „Cascadia“ für die Großen und das Spiel „Zauberberg“ mit der magischen Kugelbahn, auf der die kleineren Spieler anhand eines innovativen Kugelmechanismus den Wettlauf zwischen Hexen und Zauberern starten können. Beide Spiele bieten sehr gute Unterhaltung für die jeweilige Zielgruppe. „Der Trend ist da. Wir sind jedenfalls sehr zufrieden mit dem Weihnachtsgeschäft“, resümiert Lisa Nergert.

Besonders die „Spiele des Jahres “sind der Renner

Allgemein seien Gesellschaftsspiele, bei denen man ganz real gemeinsam am Tisch sitze, in den vergangenen Jahren wieder zunehmend beliebter geworden – gerade bei jüngeren Erwachsenen, weiß auch Simone Schulze Nahrup zu berichten. Seit knapp 20 Jahren ist die ausgebildete Erzieherin als Fachberaterin im Spielparadies Pecher beschäftigt.  Gerade die „Spiele des Jahres“ seien immer sehr beliebt. Und nicht nur die aktuellen, sondern auch die der Vorjahre. Wohl auch, weil diese spezifische Auszeichnung als gute Kaufempfehlung wahrgenommen wird.

Simone Schulze Nahrup (l.) und Christina Tarner vom Spielparadies Pecher wissen genau, welches Spiel zu welchem Typ passt.  Foto: Marion Bulla

„Wir haben eine große Auswahl und ich berate meine Kunden intensiv, denn nicht jedes Spiel passt. Teenager sind eher Rätselspieler. Da gibt es viele Varianten. Kurz und knackig, oder kniffeliger“, so die Fachfrau. Bei Pecher ist das Spiel „Werwölfe“ besonders gefragt. Ein Deduktionsspiel für zwei Teams: die Dorfbewohner und die Werwölfe. Während die Dorfbewohner nicht wissen, wer die Werwölfe sind, versuchen diese, unentdeckt zu bleiben und einen Dorfbewohner nach dem anderen auszuschalten. „Ich habe das selbst über die Feiertage mit meinen Nichten und Neffen gespielt. Ein tolles, spannendes Strategiespiel, das unter anderem den Zusammenhalt stärkt“, bemerkt Simone Schulze Nahrup und ergänzt, das könne man in großer, aber auch kleinerer Runde spielen.

Simone Schulze Nahrup

Doch die Klassiker wie „Memory“, „Activity“ und „Uno“ oder verschiedene Varianten von „Mensch ärgere dich nicht“ seien ebenfalls gefragt.  Auch bei Pecher sei das Weihnachtsgeschäft gut gelaufen, sagt Simone Schulze Nahrup.

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