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Jazz Live startet im Dachtheater

Gitarrenspiel mit indischer Note

Warendorf

Jazz Live im Dachtheater kann nach längerer Pause wieder stattfinden und startet am Donnerstag (28. Oktober) um 20 Uhr mit seiner neuen Reihe. Zum Auftakt spielen Max Clouth und die Formation Ragawerk ein Konzert mit indischer Note.

Am Donnerstag startet die neue Spielzeit der Reihe Jazz Live im Dachtheater mit einem Konzert des Frankfurter Gitarristen Max Clouth und der Formation Ragawerk. Foto: TaW

Am Donnerstag, den (28. Oktober) um 20 Uhr startet die neue Spielzeit der Reihe Jazz Live im Dachtheater mit einem Konzert des Frankfurter Gitarristen Max Clouth und der Formation Ragawerk. Clouth, der mit zwölf Jahren zum ersten Mal ein Konzert mit indischer Musik hörte, studierte ab 2005 Jazzgitarre an der Hochschule für Musik Mainz und ab 2008 an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Anschließend nahm er zwischen 2009 und 2012 Unterricht an der Sangit Mahabharati Music School Mumbai und an der Swarnabhoomi Academy of Music.

Seine von ihm selbst mit dem Instrumentenbauer Philipp Neumann entwickelte oben bundlose und unten mit Bünden und Resonanzsaiten versehene akustische Doppelhalsgitarre orientiert sich an orientalischen und indischen Lauten wie Oud oder Sarod. Mit seinem Quartett hat er unter Rückgriff auf die Errungenschaften des Mahavishnu Orchestra den Musikstil Indian Jazz Guitar entwickelt, bei dem auch beim Spiel von Gitarre, Kontrabass und Schlagzeug indische Techniken aufgenommen werden.

Die Musik von Ragawerk ist wie ein Roadtrip in Gedanken

Die Musik von Ragawerk ist wie ein Roadtrip in Gedanken, ein Soundtrack eines Films, der nur in der Vorstellung existiert, ein Episodenfilm, gedreht auf den Straßen zwischen Deutschland und Indien. Vorder- und Hintergründe wechseln. Perspektiven verändern sich. Ragawerk spielen mit fantasievollen Melodien, filmmusikalischen Klängen und mitreißenden Rhythmen. Westliche und indische Einflüsse verschmelzen zu einem charakteristischen Sound, raffinierte Strukturen werden mit ausdrucksstarken Improvisationen kombiniert.

Ragawerk spielten auf ihren Reisen durch Deutschland und Indien schon auf Festivals in Brandenburg, Frankfurt und Delhi und waren in den Goethe-Instituten in Chennai, Trivandrum und Hyderabad zu Gast.

Auch die weiteren Konzerte der neuen Spielzeit versprechen Jazz auf höchstem Niveau. Am 18. November wird das Pulsar Trio mit scheinbar so gegensätzlichen Instrumenten wie Sitar, Piano und Drums einen neuartigen Klangraum entstehen lassen. Am 16. Dezember (Donnerstag) wird es ein Konzert mit einem Quartett geben, das aus zwei spannenden Duos besteht. Sarah Buechi und Christoph Haberer sind bekannt für ihre ekstatische Klanglandschaften mit Melodien, Rhythmen, Scats, Lyrics und Elektronik. Gemeinsam mit dem Duo Stefan Bauer und Michael Heupel werden sie in unterschiedlichen Besetzungen zu hören sein.

Am 20. Januar wird das Quartet Kaleidoskop auftreten. Vier außergewöhnliche Musiker aus dem Ruhrgebiet spannen einen weiten musikalischen Bogen, um Modern Jazz mit folkloristischen Elementen aus Südosteuropa und dem Orient zu verweben. Das Caspar van Meel Quintet swingt in bester Hardbop-Tradition. Afrikanische Beats, krumme Taktarten und dabei grooven wie eine Funkband – das Quintet spielt modernen Jazz mit jeder Menge Energie am 17. Februar.

Das nachfolgende Konzert am 24. März steht unter dem Motto Lyrik und Musik. Das Marie Séférian Quartett wird ihr neues Projekt „Khalil & May“ vorstellen, das die platonische Liebe der libanesischen Lyriker Khalil Gibran und May Ziadé behandelt. Im vergangenen Sommer sollte das Haunschild Rückert Quartett im Rahmen des Warendorfer Sommers im Landgestüt auftreten. Dieses aufgrund des schlechten Wetters ausgefallene Konzert wird am 7. April im Dachtheater nachgeholt.

Informationen zu allen Konzerten der neuen Spielzeit sind unter www.jazz-in-warendorf.de abrufbar. Der Eintrittspreis beträgt 15 Euro, ermäßigt zehn Euro. Jazzfreunde, die die komplette Spielzeit mit sechs Konzerten buchen möchten, erhalten Informationen zu dem Jazz-Abo auf der Homepage des Theater am Wall oder an der Konzertkasse.

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