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Cäcilienfest und Jahresversammlung der Marienkantorei

Größeres wagen in 2023

Warendorf

Gefeiert und getagt zugleich hat jetzt die Marienkantorei - neben dem traditionellen Cäcilienfest wurde zugleich auch die Jahreshauptversammlung des Chores mit ausgerichtet. So gab es neben Ehrungen und Wahlen auch einen Rückblick und einen Ausblick auf das kommende musikalische Jahr – all das gespickt mit einem bunten Unterhaltungsprogramm und Frohsinn. So gehen die Sängerinnen und Sänger mit viel Schwung in das nächste Jahr hinein – denn dafür haben sie sich Großes vorgenommen.

Von und

Aufnahme und Begrüßung der neuen Chormitglieder durch die zweite Vorsitzende Jutta Hülsmann und den ersten Vorsitzenden Jens Jährig: Für jedes neue Mitglied gab es eine Rose. Burkhard Stratmann (M.) wurde für 40 Jahre aktives Mitsingen vom Chorleiter Gregor Loers und den Vereinsvorsitzenden Jens Jährig (r.) geehrt Foto: Ulrich Reul/Marienkantoreii

Gleich zwei Veranstaltungsereignisse im Doppelpack beging jetzt die Marienkantorei: ihr Cäcilienfest und die Jahreshauptversammlung.

Erstmalig nach der Pandemiepause trafen sich die Sängerinnen und Sänger der Marienkantorei Warendorf wieder „analog“ zum traditionellen Cäcilienfest. Gleichzeitig wurde es mit der Jahreshauptversammlung verknüpft. Doch zuvor wirkte die Marienkantorei zunächst bei der Gestaltung des Vorabendgottesdienstes in der Josefskirche mit.

„Der erste Vorsitzende, Jens Jährig begrüßte neben vielen Aktiven auch den ehemaligen Chorleiter Holger Blüder und Pfarrer Peter Lenfers, gleichfalls Präses der Vereinigung. Für den Regionalkantor und Chorleiter Gregor Loers war das Cäcilienfest sein erstes“, so der Chor in einer Pressenotiz.

Er verspüre, so seine Einschätzung, wieder Aufbruchstimmung und sehe den Chor und auch die gesamte Chorlandschaft in der Laurentiusgemeinde auf einem guten Weg. Mit dem Kinder- und dem Jugendchor könne wieder dringend nötiger Nachwuchs an Sängerinnen und Sängern generiert werden.

Ehrungen der Mitglieder

Nach dieser Einstimmung standen auch gleich die Ehrungen der Mitglieder an: So konnten 15 Mitglieder für fünfjährige Treue zum Chor geehrt werden. Acht Sängerinnen und Sänger blicken auf eine zehnjährige Mitgliedschaft zurück. Besonders dankbar – und auch ein wenig stolz – dürfen die Jubilare über langjährige Mitgliedschaften sein: Josef Rutte singt seit 15 Jahren, Jutta Hülsmann seit 20 Jahren in der Marienkantorei. Ihr „Silberjubiläum“ feiern mit 25 Jahren Mitgliedschaft Marita Tippmeier, Heinrich Hellmann, Christiane Rosche und Monika Engbert. Mit 30 Jahren Chorzugehörigkeit bei Elke Bitting, 35 Jahren bei Martin Meier und 40 Jahren bei Burkhard Stratmann standen ganz besondere und seltene Jubiläen an. Mit einer Rose wurden die neu aufgenommenen Mitglieder bedacht – übrigens Sängerinnen und Sänger in allen Stimmen.

Nach diesen Feierlichkeiten im Rahmen des Cäcilienfestes gab es eine Zäsur: So wurden im Anschluss die Regularien zur Jahreshauptversammlung behandelt. Der Kassenbericht war von Doris Herbermann schnell vorgetragen: wenig Einnahmen, wenig Ausgaben. So wurde die Entlastung der Kassiererin und des gesamten Vorstandes zur reinen Formsache. Mit einem bebilderten Dreijahresrückblick, kreativ, witzig und immer wieder voller Überraschungen und kleiner Aha-Erlebnisse, nahm die Schriftführerin Barbara Schulte die Chormitglieder auf eine Reise in die Vergangenheit mit. Musikalischer Höhepunkt war im relativ entspannten Oktober 2021 das Konzert „Gloria“, mit dem Holger Blüder seinen Abschied als Chorleiter gestaltete. Gregor Loers übernahm im vergangenen Jahr die Chorleitung. Wenn das „Weihnachtsoratorium“ von J. S. Bach auch ohne großen Chor zur Aufführung kam, so konnten die Sängerinnen und Sänger der Marienkantorei am Karfreitag und zu Mariä Himmelfahrt doch endlich wieder das tun, was sie am liebsten tun: Singen! Und damit soll es weitergehen, wie Gregor Loers in seinem Ausblick auf das kommende Jahr betonte: Dann nämlich wird ein „Bach-Jahr“ begangen, wurde dieses musikalische Genie doch vor 300 Jahren als Thomaskantor in Leipzig tätig. Also ist die Aufführung einer Bach-Kantate und von Teilen des Weihnachtsoratoriums fest geplant. Ergänzung findet das Programm durch die Darbietung der „Spatzenmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart zu Ostern. Gregor Loers unter Applaus: „Wir brauchen das. Wir sollten wieder an größere Werke herangehen.“

Burkhard Stratmann wurde für 40 Jahre aktives Mitsingen vom Chorleiter Gregor Loers und den Vereinsvorsitzenden Jens Jährig geehrt Foto: Foto: Ulrich Reul/Marienkantorei

Und weiter ging es mit der Feier des Cäcilienfestes: Die Sängerinnen im Sopran hatten mit vielen Ideen, Enthusiasmus und Herzblut ein buntes Programm auf die Beine gestellt – von der Saaldekoration über das Menü bis zu den Unterhaltungsbeiträgen. Kurz: ein unterhaltsames „Gesamtkunstwerk“, das mit kräftigem Applaus bedacht wurde.

Heinrich Hellmann setzt Schlusspunkt.

Nachdem sich Heinrich Hellmann mit dem Lied von Reinhard Mey „Gute Nacht, Freunde“ als Chorsänger verabschiedete und so einen besonderen Schlusspunkt setzte, dankte ihm die Kantorei mit einem gesungenen Kanon für seine langjährige Treue zur Musik. Ein solch großer Chor habe ihm noch nie zuvor ein Ständchen gebracht – so der Geehrte. Zu gutem Abschluss des Festes wurde Gregor Loers als der „geliebte König“ der Marienkantorei von den Sopranistinnen inthronisiert, die ihm auf humorvolle Art und Weise mit einem speziell auf ihn getexteten Lied gebührend huldigten.

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