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Lieder für die Ukraine

Größter Friedenschor Warendorfs

Warendorf

Rund 500 Menschen folgten dem Aufruf zum Open-Air-Konzert „Lieder für die Ukraine“. Zum Schluss sangen sie gemeinsam und bildeten so den größten Friedenschor Warendorfs.

Von Andreas Engbert

Es war der wohl größte Friedenschor Warendorfs: gestern Abend waren schätzungsweise rund 500 Menschen der Einladung des Theater-Am-Wall-Fördervereins zum Open-Air-Konzert „Lieder für die Ukraine“ auf dem Warendorfer Marktplatz gefolgt. Zum Abschluss forderten die Musiker die Masse zum Mitsingen auf: „We stand by your side, Ukraine“ auf die Melodie des traditionellen Gospels „We shall overcome“ ertönte es über den Marktplatz.

Zuvor hatten Martin Bischoff, Jonas Künne, Werner Letz und der Initiator des Abends, Altbürgermeister Jochen Walter, verschiedene Lieder für den Frieden vorgetragen. „Seit Jahrzehnten haben Liedermacher ihren Protest gegen Krieg, Terror und gegen Gewaltherrschaft zum Ausdruck gebracht“, knüpfte Jochen Walter an diese Tradition an.

„Wozu sind Kriege da?“, fragte Berufsmusiker Martin Bischoff aus Oelde mit dem gleichlautenden Lied von Udo Lindenberg. Mit drei englischsprachigen Liedern von Bob Dylan, Neil Young und Eddi Vedder war Jonas Künne aus Ahlen gekommen und drückte sein Entsetzen über den Krieg in der Ukraine aus: „Dass wir das mal machen müssen, habe ich nicht gedacht.“

Zwei selbst geschriebene Lieder trug Werner Letz aus Westkirchen vor – eins davon hat aktuell geschrieben: „Der Ukraine eine Stimme geben“ war brandaktuell. Er forderte zudem auf, vor anderen Krisenherden nicht die Augen zu verschließen: „Es gibt derzeit auf der Welt 25 Kriege.“ Aktuellen Bezug baute Jochen Walter in das Lied „Frieden“ von Reinhard Mey ein: „Ruhmsüchtiger Präsident Putin, du Kriegsherr ohne Moral“, klagte er den Russischen Präsidenten an.

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