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Reit- und Fahrverein Warendorf

Hand in Hand in die Zukunft

Warendorf

Es war eine gute Stimmung am Donnerstagabend auf der Mitgliederversammlung des Reit- und Fahrvereins. Das war nicht immer so. Vor allem der Rückblick mit Blick auf die Trainingsstunden und die Arbeitseinsätze viel positiver aus als sonst. „Es macht wieder große Lust zur Anlage zu kommen und zu trainieren“, fasste Vorsitzender Georg Ettwig die gute Stimmung zusammen.

Von Joachim Edler

Die Mitgliederversammlung des Reit- und Fahrvereins am Donnerstagabend war geprägt durch Aufbruchstimmung – daran änderte auch Eiseskälte in der Reithalle nichts. Foto: Joachim Edler

Die Mitgliederversammlung des Reit- und Fahrvereins am Donnerstagabend war geprägt durch Aufbruchstimmung – daran änderte auch Eiseskälte in der Reithalle nichts. Aufwärmende, ja, fast flammende Worte. Renate Fockenbrock, die neu gewählte zweite Vorsitzende und Vertreterin des Voltigiersports, schwor die Mitglieder angesichts des anstehenden Umzugs auf einen starken Zusammenhalt ein: „Allein schafft der Vorstand die künftigen Aufgaben nicht. Die Zukunft liegt in eurer Hand. Sich einbringen und sich engagieren – nur dann kann es etwas werden. Hand in Hand – in diesem Sinne wünsche ich uns ein gutes Gelingen für die Zukunft.“ Ihr war der Applaus sicher.

Zuvor waren die Vorstandswahlen mit kleinen Veränderungen einstimmig über die Bühne gegangen. Georg Ettwig bleibt Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins. Die anwesenden Mitglieder sprachen ihm erneut das Vertrauen aus. „Ich werde mein Bestes geben, mal schauen, was dabei rauskommt“, bedankte sich Ettwig – auch mit Blick auf den anstehenden Umzug des Reitsportzentrums. Unterstützt wird Ettwig bei der Herkulesaufgabe von Alfons Venherm (wiedergewählt) und Renate Fockenbrock (neu im Amt). Der zweite Vorsitzende Andreas Ritter (zuständig unter anderem für die Zukunftsplanung der Reitanlage) hatte sein Amt zur Verfügung gestellt, bleibt dem Verein aber als Beisitzer erhalten. Vorstandsmitglied Anja Heitmann (Organisation Reitturniere) gibt

ebenfalls Vorstandsarbeit ab, bleibt aber Beisitzerin. Mark Scharffetter scheidet im Gegenzug als Beisitzer aus.

In den Vorstand rücken drei „Neue“ nach: Lukas Freye, Tanja Koch und Sarah Baum. Den Vorstand komplettieren: Anja Cron, Klaus Müller, Björn Plaas, Fritz Otto-Erley, Elena Otto-Erley, Marie-Piere Averesch (1. Jugendvorsitzende) und Lea Arenhövel (2. Jugendvorsitzende).

Der neugewählte Vorstand werde noch im Oktober zu einer Klausurtagung zusammenkommen, heiß es, um die Zuständigkeitsbereiche innerhalb des Vereins zu regeln, genauer gesagt, wer Ansprechpartner bei welchen Fragen sein wird.

Es war eine gute Stimmung am Donnerstagabend. Das war nicht immer so. Vor allem der Rückblick mit Blick auf die Trainingsstunden und die Arbeitseinsätze viel positiver aus als sonst. „Es macht wieder große Lust zur Anlage zu kommen und zu trainieren“, fasste der Vorsitzende die gute Stimmung zusammen. Das habe sich dann auch in den Mitgliederzahlen niedergeschlagen. Zählte der Verein im Jahre 2020 noch 409 Mitglieder sind es aktuell 446. Auch die Zahl der regelmäßigen Anlagennutzer sei gestiegen, von 34 Pferden in 2020 auf 67 heute. Das beim Warendorfer Reit- und Fahrverein eine Menge los ist, so Ettwig, unterstreichen auch die gestiegenen Buchungszahlen bei den Trainingszeiten - sei es bei Mitgliedern als auch bei Auswärtigen. Die immer wieder angemahnten Arbeitsdienste hätten Früchte getragen: „Leere Pferdeäpfelkarren, saubere Toiletten, geschnittener Rasen und gepflegte Traktoren. Die Konsequenz: „Die Anlage ist sehr gepflegt. Unser Ziel, attraktiver zu werden, ist uns gelungen. Wir haben es richtig schön hier.“

Über viele Jahre sei die Pflege der Anlage eine „Baustelle“ gewesen, freute sich auch Klaus Müller, das dieser Zustand der Vergangenheit angehört: „Die Trainingsbedingungen sind nur so gut wie die Pflege.“ Müller erwähnte in seinem Finanzbericht die Landesförderung in Höhe von 80 000 Euro. Mit dem Geld habe man unter anderem eine Wasserzisterne angeschafft, eine Regenanlage in der Reithalle installiert und für helleres Licht gesorgt.

Zufrieden mit dem Start auf neuem Terrain, nämlich der Pferdepensionshaltung, zeigte sich Lukas Freye. Der Landwirt sei mit neun Pferden im Juli 2020 gestartet. Im Oktober seien es 21 Pferde gewesen und seit Anfang dieses Jahres sei er ausgebucht, seien alle Boxen voll. Wer für sein Pferd die „Vollpension“ (Ausmisten, Fütterung und Auslauf auf der Weide) bucht, muss mit 450 Euro im Monat rechnen. Hatte der Reitverein mal 65 Einstaller, sind es heute nur noch 30. Hintergrund: Als noch nicht feststand, wie es mit der Versorgung der Pferde weitergehen soll – Josef Besselmann hatte die Pferdepensionshaltung eingestellt – schauten sich Pferdebesitzer woanders um.

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