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Bad quo vadis?

Hängepartie beenden

Warendorf

Sie haben einfach genug von der Nicht-Entscheidung über das Lehrschwimmbad. Die Vorstände des Interessen- und Fördervereins Pro Bad, des DRK Ortsvereins Freckenhorst und der DRK Wasserwacht Freckenhorst.

wn

Das Lehrschwimmbad in Freckenhorst.. Foto: Stadt Warendorf

Die Vorstände des Interessen- und Fördervereins Pro Bad, des DRK Ortsvereins Freckenhorst und der DRK Wasserwacht Freckenhorst fordern jetzt Rat und Bürgermeister in einem Antrag auf, im Rahmen der Haushaltsplanberatungen 2018 einen abschließenden Ratsbeschluss über den Fortbestand des Lehrschwimmbades (LSB) zu fassen. Damit soll die „unsägliche Hängepartie zu Lasten ehrenamtlich tätiger Warendorfer Bürger ein Ende finden“.

Gleichzeitig soll mit diesem Antrag „die Entrüstung zum Ausdruck gebracht werden, dass mittlerweile mehr als fünf Monate ins Land gegangen sind, ohne dass Rat und Verwaltung Anstrengungen unternommen haben, den anhaltenden Schwebezustand im Entscheidungsprozess um die Zukunft des Lehrschwimmbades Freckenhorst (LSB) zu beenden.“

Der jetzige „unhaltbare Schwebezustand“ wird „als großer Affront“ gegenüber den ehrenamtlich tätigen Vorständen und ihren Mitgliedern von Pro Bad, dem DRK-Ortsverein und der DRK Wasserwacht angesehen.

„Es kann mit Fug und Recht behauptet werden, dass wenige Ratsentscheidungen, unter (auch finanzieller) Beteiligung der betroffenen Vereine und der Bürgerschaft (Einwohnerversammlung) einen derart langwierigen, konkret mit Zahlen und Fakten unterlegten Entscheidungsprozess genommen haben. Umso verwunderlicher, dass zwar der Erhalt des LSB an sich mehrheitlich beschlossen wurde, andererseits aber keine Mehrheit für die Finanzierung durch die Stadtwerke GmbH zu erreichen war, indem die Vertreter der Stadt Warendorf in der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Warendorf GmbH angewiesen werden sollten, eine Sanierung des LSB im Grundsatz auf Basis der vorliegenden Gutachten zu beschließen. Offensichtlich sieht man die Stadtwerke GmbH nicht in der Lage, die finanzielle Belastung einer Sanierung des LSB zu 100 Prozent zu tragen“, heißt es in der Antragsbegründung.

Dieser Umstand und die Tatsache, dass die Stadtwerke auf der Einwohnerversammlung darlegten, dass künftig die Bäderdefizite, auch ohne LSB, einen jährlichen „Verlustausgleich“ von rund 500 000 Euro durch die Stadt erforderlich machen würden, hat bei den Antragstellern die Hoffnung genährt, dass die Bäderdefizite im Rahmen der Haushaltsplanungen 2018 thematisiert werden würden. Die Antragsteller haben die Sorge, „dass die Zukunft der städtischen Bäderlandschaft und deren finanzielle Auswirkungen (eventuell auch ohne LSB) bis ins Jahr 2021 von der Verwaltung vollkommen ignoriert werden könnten.

Die betroffenen Vereine fordern eine Behandlung der Thematik „Zukünftige finanzielle Auswirkungen der (gesamten) Bäderdefizite auf den städtischen Haushalt“ im Rahmen der Etat-Beratungen; und damit, den Entscheidungsprozess um das LSB mit der Verabschiedung des Haushalts 2018 endgültig zum Abschluss zu bringen.

Werde das Bäderwesen explizit im Haushaltsplanentwurf 2018 außer Acht gelassen, weise, so die Antragsteller weiter, der Entwurf eine (nicht zweckgebundene) Kapitalrücklagenzuführung an die Stadtwerke in Höhe von insgesamt 3,4 Millionen Euro (2018), 2,3 Millionen Euro (2019), 700 000 Euro (220) und 200 000 Euro (2021) aus.

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