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Rechnungsprüfung bleibt beim Kreis

Hauchdünne Mehrheit setzt ihr „Nein“ durch

Warendorf

Ein „Nein“ mehr im Rat: Damit bleibt die Rechnungsprüfung beim Kreis.

-jp-

Die Rechnungsprüfung bleibt Aufgabe der Kreisverwaltung. Mit einer Stimme Mehrheit votierte der Rat gegen eine Rückholung in die Stadtverwaltung. Foto: Jörg Pastoor

Die Stadt lässt ihre Rechnungen weiter vom Kreis prüfen. Die in der Vorberatung stets sehr dünne Mehrheit ließ sich auch in der finalen Abstimmung im Rat ablesen: Mit genau einer Stimme Mehrheit setzten sich die Befürworter des Status Quo am Donnerstagabend durch.

Die SPD, hatte Fraktionschefin Andera Kleene-Erke begründet, sei schon damals dagegen gewesen, das Rechnungsprüfungsamt aus der eigenen Stadtverwaltung abzugeben. „Wir sind nicht gegen interkommunale Zusammenarbeit“, meinte sie, aber die SPD sehe auch auf den durchaus auch sehr vorteilhaften beratenden Charakter. Und der lasse sich doch in einem Rathaus schneller in Anspruch nehmen, als wenn man „anderthalb Kilometer“ zu einem anderen Kollegen zurücklegen müsse, um Fragen zu klären. Zudem kämen die Stellungnahmen aus der Rechnungsprüfung des Kreises „oft recht spät".

CDU-Fraktionsvorsitzender Frederik Büscher

Auch die Freien Wähler waren seinerzeit gegen eine Auslagerung „Aber wir müssen abwägen“, fand Sprecher André Wenning, doch auch die Wiedereingliederung zurück in die Warendorfer Stadtverwaltung berge ihre Gefahren. Deshalb sei die FWG für die Beibehaltung beim Kreis.

„Wir müssen uns nicht noch mehr aufhalsen – das kann beim Kreis bleiben“, fand Dr. Beate Janinhoff für die FDP, obwohl es nicht immer alles so rund laufe, aber eben klappe.

Für Frederik Büscher und die CDU gab es nach seinen Angaben unter anderem Zweifel daran, ob man beim aktuellen Fachkräftemangel überhaupt Personal für ein städtisches Rechnungsprüfungsamt finden könnte. Überdies sei diese Zusammenarbeit ein „sehr gutes Beispiel“ dafür, wie gut so etwas funktionieren kann. Und: „Wir sparen auch noch viel Geld.“ Jessica Wessels schließlich fühlte sich bei den städtischen Mitarbeitern damals sehr gut aufgehoben, weswegen sie den Vorschlag der Verwaltung, das Amt zurückzuholen, bejahte.

Die Mehrheit sagte dennoch Nein. Zwei Ratsmitglieder fehlten – es stimmten schließlich 24 mit „Nein“ und 23 mit „Ja“.

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